Aktuelles

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September 2017

So etwas darf niemals wieder geschehen
Lehrfahrt der Neuntklässler nach Natzweiler-Struthof

Alex Deutsch, Namensgeber der Alex-Deutsch-Schule, sagte einst: „Lasst euch nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen! Lernt, miteinander zu leben und nicht gegeneinander!“ Als eine wichtige Maßnahme gegen das Vergessen einer Epoche deutscher Zeitgeschichte, in der diese Maxime mit Füßen getreten wurde, gilt die traditionelle Reise der Klassenstufe 9 zur KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof in den Vogesen. Im Folgenden berichtet der Schüler Benjamin Klasen über den Ablauf der diesjährigen Lehrfahrt in das ehemalige Konzentrationslager unweit der elsässischen Metropole Straßburg. 

Vor der Fahrt: Bereits einen Tag vor dem eigentlichen Ereignis waren die Struthof-Experten Axel Brück und Horst Bernhard zu Besuch in der Schule, um die Schüler auf die Fahrt vorzubereiten. Im Mittelpunkt standen dabei die Erzählungen des 84-jährigen Zeitzeugen Horst Bernhard, der uns über Erlebnisse aus seiner Jugend berichtete, als sich das Unglück in Form des emporstrebenden Naziregimes anbahnte und seine Familie aufgrund ihrer Angehörigkeit zum Judentum im Anschluss an die Volksabstimmung 1935 in den Süden Frankreichs emigrieren musste. Nach der beeindruckenden Schilderung seiner Erlebnisse aus Kindheit und Jugend stand Herr Bernhard den Schülern für weitere Fragen zu Verfügung, die teils persönlich, aber auch geschichtlicher Natur waren.

Während der Fahrt: Auf der Busfahrt nach Schirmeck und Struthof erhielten die drei Neunerklassen, begleitet durch ihre Lehrerinnen und Lehrer Sarah Hofer, Christian Eisenla, Christine Rings und Dagmar Andres, weitere Informationen zu geschichtlichen Hintergründen. Dabei erfuhren sie, dass der Bau des Konzentrations-, Vernichtungs- und Arbeitslagers am 1. Mai 1941 begann und die ersten Häftlinge am 21. und 23. Mai dort eintrafen.

Ankunft vor Ort: Erster Haltepunkt vor Ort war ein Denkmal, das über einer Grube errichtet wurde, in der neben rund 250 anderen Menschen auch eine Bäckersfamilie mitsamt ihrer beiden Kleinkinder von der Gestapo erschossen wurde, so Herr Brück. Niemand dachte, dass eine solche Tat an Grausamkeit übertroffen werden könnte. Doch die Schüler wurden eines Besseren belehrt, denn im Anschluss an die Exekutionen wurde den Angehörigen der Erschossenen neben der Todesnachricht auch eine Rechnung für die verwendete Munition sowie für das Herrichten der „Grabstätten“ zugestellt. Weiter ging es dann hinauf auf den „Mont Louise“ zum Arbeitslager in der Nähe eines Steinbruchs. 

                                                                                                                                                                       

Zurück im eigentlichen Lager teilte man uns mit, dass die ursprüngliche Kapazität für 3000 Inhaftierte auf viereinhalb Hektar Fläche später auf 6000 Menschen erhöht wurde, wodurch für jede einzelne Person unglaublich wenig Platz übrig blieb. Die Führung im Inneren verschlug etlichen Schülern die Sprache. Von den vielen Gebäuden, die damals hochgezogen wurden, stehen heute noch vier. Einige Erzählungen über Fluchtversuche der Häftlinge waren auf eine erschreckende Weise wachrüttelnd und ließen uns Schauer den Rücken herablaufen. Es war brutal, abartig und unmenschlich, was mit den Häftlingen geschah und wie man sie behandelte. So befand sich beispielsweise auf dem Appellplatz ein Galgen, an dem unter schrecklichen Begleitumständen Menschen erhängt wurden, zuweilen sogar als "Opfergabe" im Zuge eines Feiertages. Mehrere Gedenkstätten und in Stein gemeißelte Inschriften sind im ganzen Lager verteilt, der Nachwelt zur Mahnung.

               

Im Gefängnis erfuhren wir, mit welchen Methoden die Häftlinge manchmal zu Tode gequält wurden. Prügelbock, Senfgas-Versuche und Bestrafungen für jede Kleinigkeit waren bei Weitem nicht alles an sadistischen Maßnahmen der Peiniger. Fluchtversuche gab es trotz schwerer Strafen genug. In spektakulärer Weise gelang aber nur einer davon! Ein Häftling eignete sich erfolgreich die Uniform eines Lagerkommandanten an, mit welcher er unerkannt aus dem Lager entkam und später, nach Entledigung der Verkleidung, weiter nach Algerien fliehen konnte, wo die SS keinen Zugriff mehr auf ihn hatte.

Mit dem tröstlichen Gedanken, dass wenigstens eine der vielen armen Seelen sich retten konnte, führte uns die Besichtigungstour weiter zum Krematorium des Lagers. Auch hier mussten die Schüler erfahren, mit welcher entsetzlichen Grausamkeit das Naziregime unschuldige Gefangene behandelte, von denen einige sogar bei lebendigem Leib verbrannt wurden.

Danach besuchten die Schüler das Museum, in welchem Aushänge und Informationstafeln über die Hierarchie der SS zu finden waren. Außerhalb des Lagers liegt die frühere Gaskammer. Jedem von uns war es freigestellt, diesen Ort des Entsetzens zu besichtigen. Einige Schüler fassten den Mut, sich im Innern des kleinen Gebäudes ein weiteres Bild von den Gräueln der Zeit zu machen. Warum Derartiges damals geschah, kann niemand nachvollziehen, der rational denkt. Grundlos war der als Genozid bezeichnete Völkermord an anderen Rassen allemal. Völlig sinnlos, brutal, grausam und abscheulich erscheinen die Absichten und Taten des damaligen Regimes. So etwas kann und soll niemals wieder geschehen – dafür sollten sich alle nachfolgenden Generationen einsetzen.

Nach unserem Besuch in Struthof wünsche ich mir persönlich, dass die Menschen bewusster nachdenken, dass sie einträchtig zusammenleben und sich nicht gegenseitig bekämpfen. Wichtig ist, dass wir uns gegenüber jedem Ansatz von Unrecht, Diskriminierung, Terror und Diktatur zur Wehr setzen. Jeder Mensch ist gleich, das sollte jedem von uns deutlich vor Augen stehen.

Bericht: Benjamin Klasen (Klasse 9a) und Jasmin Kaffka

Fotos:   Christine Rings und Sarah Hofer

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August 2017

Großer Bahnhof für die neuen Fünftklässler -
Feierliche Aufnahme in der Aula

Rund 30 neue Fünftklässler hatten sich in der Aula versammelt, um mit ihren Eltern, Großeltern oder auch guten Bekannten den Beginn des ersten Arbeitstages als frisch gebackene Alex-Deutsch-Schüler angemessen zu feiern. In das Empfangskomitee mit Klassenlehrern und der kompletten Schulleitung hatten sich auch Doris Deutsch und Arno Schley als Vorsitzender des Schulfördervereins eingereiht.

Einmal mehr sorgte Musik-Fachleiter Hans-Jürgen Geiger gemeinsam mit dem Chor der Klasse 6a, einigen Schülern aus der 7b sowie dem Gesangsduo Alisa Spieß & Monia Bock aus Klassenstufe 6 mit einem schwungvollen Begrüßungslied nach der Melodie „Oh when you sing go marching on“ bzw. mit dem Evergreen „99 Luftballons“ für ein stimmungsvolles Rahmenprogramm. Spannend wurde es, als den Kindern aus mehreren verschiedenen Grundschulen ihre zuständigen Klassenbetreuer vorgestellt wurden. Andrea Moll, Erik Hoffritz und Martha Langner heißen die erfahrenen Lehrkräfte, welche die jüngsten Mitglieder der Wellesweiler Schule zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenschweißen wollen. Schulleiterin Stephanie Urschel beschränkte sich nicht nur auf herzliche Worte der Begrüßung, sondern stellte gleichzeitig die Vielfalt an möglichen Bildungsabschlüssen bis hin zum Mittleren Abschluss und dem Abitur in Aussicht. Im Besonderen ging die Schulleiterin in ihrer Ansprache aber auf die Prinzipien und Leitmotive von Alex Deutsch ein: „Lasst euch nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, lernt miteinander leben und nicht gegeneinander“. Ermutigende Worte für Eltern und Kinder fand auch Stephanie Urschels Amtsvorgänger Arno Schley, der in seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Schulfördervereins gerne auch die Vorteile und den hohen Nutzen einer Mitgliedschaft in dem gemeinnützigen Zusammenschluss des Fördervereins betonte. Im gleichen Zusammenhang bedankte er sich bei Doris Deutsch, deren Spendenaufruf anlässlich ihres 80. Geburtstages „stolze“ 1000 Euro für schulische Unterstützungsmaßnahmen in die Kasse des Fördervereins spülte. Eine weitere Freude bescherte Doris Deutsch am Tag der Begrüßung nicht nur den neuen Fünftklässlern. Für ausnahmslos alle Schüler und Mitarbeiter des Hauses hatte die großherzige Witwe des schulischen Namensgebers als Dank für die Aufmerksamkeiten zu ihrem Geburtstagsjubiläum eine leckere Brezel im Gepäck. Während den frisch gestärkten Fünftklässlern der Weg zu ihren künftigen Arbeits- und Lernplätzen nach Verzehr des leckeren Backwerks doch sichtlich erleichtert wurde und ein gewisser Bammel vor dem Neuen und Fremden wie weggeblasen schien, bot sich den erwachsenen Begleitern im Rahmen einer kleinen Hausbegehung noch die Möglichkeit zu einem regen Meinungsaustausch mit Doris Deutsch und den Vertretern der Schule.

                                              

 

Bericht und Fotos:  Erich Hoffmann

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Juni 2017

 

Folklore und Heavy Metal würzten die Abschlussfeier
54 Schüler haben die Prüfung bestanden

Nicht alle von den 54 Prüflingen verabschiedeten sich wirklich im Rahmen der würdigen und gleichzeitig fröhlichen Entlassfeier im Katholischen Pfarrzentrum Wellesweiler. Einige Mädchen und Jungen mit dem qualifizierten Hauptschulzeugnis streben jetzt auch den Mittleren Bildungsabschluss an und bleiben damit der Alex-Deutsch-Schule noch eine Weile erhalten.

Schulleiterin Stephanie Urschel begrüßte neben den drei neunten und zwei zehnten Klassen mitsamt Familienanhang und Freunden zahlreiche weitere Gäste im stimmungsvoll geschmückten Pfarrzentrum, darunter Doris Deutsch, Ortsvorsteher Dieter Steinmaier, die Rektorin Petra Peifer von der benachbarten Grundschule mit Stellvertreterin Claudia Thommes, der Fördervereins-Vorsitzende Arno Schley und die Vertreter der unterschiedlichen Kooperationspartner ihrer Schule.

An die Schüler gewandt, bedankte sich Stephanie Urschel für ein insgesamt gedeihliches Miteinander über all die Jahre hinweg und wies am Ende ihrer Ansprache darauf hin, dass die Zeit an der Alex-Deutsch-Schule lediglich ein wichtiges Zwischenereignis auf dem weiteren Lebensweg darstelle. „Das Leben bedeutet Veränderung“, so die Schulleiterin, weiter gehe es jetzt zunächst nochmals mit Lernen an der gymnasialen Oberstufe, an diversen Fachoberschulen, an Berufsschulen bzw. Berufsfachschulen, im Rahmen einer Berufsausbildung, eines freiwilligen sozialen Jahres, eines Berufsvorbereitungspraktikums oder, wie bereits erwähnt, an der Alex-Deutsch-Schule im Mittleren Bildu

                                                                                                           

Grußworte entrichtete auch die engagierte Elternsprecherin Anne Kolling, bevor Schülersprecher Ali Sadeghi und seine Vertreterin Melanie Rauch die Zeit in der Schule, das Lernen selbst, aber auch das meist freudbetonte Miteinander in vielen Situationen außerhalb des Unterrichtsgeschehens nochmals Revue passieren ließen.

Den unbestreitbaren Höhepunkt der Feier stellte traditionsgemäß die Zeugnisausgabe dar, verbunden mit den Auszeichnungen für besondere Leistungen. Neben der Schulleitung und den Klassenlehrern gratulierten dabei auch Doris Deutsch und Arno Schley als Vorsitzender des Schulfördervereins.

                                                                                       

Für ein ansprechendes Begleitprogramm sorgte wie gewohnt die Fachabteilung Musik mit Hans-Jürgen Geiger und seinen beiden Mitstreitern Felix Holzhauser und Anna Hergesell.  Als Solistinnen leisteten Lena-Marie Streithoff, Theano Kantzios und Alessia Lodato gekonnte Beiträge. Theano Kantzios und Angela Hirsch überraschten ihre Klassen- und Französischlehrerin Barbara Fiedler mit einem Lied in der Sprache des direkten Nachbarn, während sich das Duett Felix de Freese und Katharina Lovi beim Abschiedsauftritt aller Schüler zu persönlichen Höchstleistungen steigerte.

            

Für die absolute Überraschung hatte zuvor „Hardrocker“ und Motörhead-Fan Kim Maurice Klemm aus der Klasse 10a gesorgt. Mit zwei Bandmitgliedern im Gefolge und Heavy-Metal-Klängen aus einer professionellen Anlage ließ er das Pfarrzentrum in seinen Grundfesten erbeben. „Musik meiner Jugend“, outete sich ein freudig überraschter Alt-Rektor Arno Schley hinterher als früherer Anhänger des fetzigen Hardrock-Genres.                     

Große Begeisterung erweckte aber auch ein spontan initiierter syrischer Folkloretanz im Stile des griechischen Sirtakis, wobei es den jugendlichen Vortänzerinnen und Vortänzer schnell gelang, weitere Besucher aus dem Publikum zum Mitmachen zu animieren.

Überblick

34 Schüler der beiden zehnten Klassen (Klassenleitung Dagmar Andres und Barbara Fiedler) erreichten den Mittleren Bildungsabschluss, davon 10 Schüler mit Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe. 20 Schüler aus den Klassen 9abc (Klassenleitung Olaf Schley, Jasmin Kaffka, Erik Hoffritz und Martha Langner) haben den Hauptschulabschluss erreicht, davon 8 den qualifizierten Abschluss.

Klassenbeste in den zehnten Klassen wurden Fabienne-Sophie Fuhr (10a) und Raphael Sopalla (10b). Die beiden erfolgreichsten Absolventen des Schuljahrganges 9 heißen Chiara Kühner und Jean-Pierre Bach.

Preise des Fördervereins für sozial vorbildliches Verhalten erhielten: Jean-Pierre Bach (9a), Chiara Kühner und Ashtar Mohammad (beide 9c), Irina Koval, Silas Schweitzer und Ali Sadeghi (alle 10a) sowie Lena Streithoff (10b).

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann      

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80 Jahre und kein bisschen müde

Doris Deutsch verwaltet das Vermächtnis ihres Mannes

Sie ist eine gebürtige Wiebelskircherin, die ihre Heimat lediglich als Kind unter Kriegszwang und später nur noch zu ganz besonderen Anlässen verlassen hat. Doris Deutsch, die bodenständige Saarländerin, Zeitzeugin und Witwe des Auschwitz-Überlebenden und späteren Friedensbotschafters Alex Deutsch, vollendet am 29. Juni ihr
80. Lebensjahr.

Als Doris Deutsch, geborene Kurz, 1937 mitten in der Aufrüstphase des nationalsozialistisch geprägten Deutschlands das Licht der Welt erblickte, hatten ihre späteren Ehemänner Karl Löb und Alex Deutsch, beide jüdischen Glaubens und im Verlauf ihrer KZ-Haft zu befreundeten Schicksalsgefährten geworden, den bodenlosen Hass, die Ausgrenzung und Barbarei der Nazi-Behörden schon in voller Bandbreite zu spüren bekommen. Während Doris als Sechsjährige vom Vater im Frühsommer 1944 aus Gründen einer höheren Sicherheit ins ländliche Esslingen nahe Stuttgart zu den Großeltern geschickt wurde, waren die deutlich älteren Karl Löb und Alex Deutsch im Vernichtungslager Auschwitz schon längst dem Holocaust ausgesetzt, der für sie persönlich mit der Ermordung ihrer Ehefrauen und des zweijährigen Sohnes von Alex Deutsch einen unfassbar grausamen Höhepunkt erreicht hatte.

                                                                                                                   

Aber auch die kleine Doris musste inmitten der schwäbischen Idylle die Schrecken des Krieges erfahren. Der Anblick von vier toten Spielfreunden, die bei einem Fliegerangriff auf Esslingen starben, bereitete ihr noch viele Jahre Albträume. Besonders schlimm wurde die Siebenjährige jedoch vom Tod des geliebten Vaters Ernst getroffen, der am 10. Oktober 1944 als Wehrmachtsangehöriger unter dramatischen Umständen an der Scheldemündung in den Niederlanden gefallen war.

Die Rückkehr nach Wiebelskirchen erfolgte erst nach Kriegsende, wo Doris ihre weitere Kindheit und Jugend als Halbwaise unter den ohnehin schwierigen Bedingungen der Nachkriegszeit verbrachte. Gleich nach der Schule arbeitete sie in einer Neunkircher Nähschule, während ihre alleinerziehende Mutter Hilde, eine gelernte Hutmacherin, die Haushaltskasse durch einen Nebenjob im Wiebelskircher Kino aufbesserte. Dort führte der Zufall die junge Doris Kurz mit dem Holocaustüberlebenden Karl Löb aus Quierschied zusammen, der unter den physischen und psychischen Verletzungen des frühen Naziterrors im Saarland und unter mehreren KZ-Inhaftierungen von 1938 an zeitlebens zu leiden hatte. 1958 heirateten die beiden. Karl Löb, der über seine traumatischen Erfahrungen in den verschiedenen Konzentrationslagern nie zu reden vermochte, starb 1971 und wurde auf dem jüdischen Friedhof Neunkirchen beigesetzt, dort, wo auch Alex Deutsch seine letzte Ruhestätte gefunden hat.  

1977 trat Alex Deutsch, der zu jenem Zeitpunkt bereits über 30 Jahre als Geschäftsmann in St. Louis/Missouri gelebt und die amerikanische Staatsbürgerschaft erworben hatte, in Briefkontakt zu seiner späteren Frau Doris. Als Zeuge des Leidensweges von Karl Löb war seine Hilfe bei der Berechnung der Witwenrente erbeten worden. Bei einer ersten persönlichen Begegnung mit Doris Löb im Jahre 1978 sollte es nicht bleiben. Noch im selben Jahr sorgten zunächst Sympathie und dann Liebe dafür, dass der gebürtige Berliner Alex Deutsch seinen Lebensmittelpunkt aus Amerika nach Wiebelskirchen verlegte. Die Hochzeit erfolgte 1983. Die ungewöhnliche Ehe der evangelischen Doris mit Alex Deutsch, der ebenso wie Karl Löb dem jüdischen Glauben angehörte, gestaltete sich einzigartig. 1985 begann die viel beachtete Aufklärungsarbeit von Alex Deutsch in den Schulen und währte bis 2011, dem Todesjahr des hochbetagten Ehegatten. Bei allen 565 Vorträgen begleitete und unterstützte Doris Deutsch ihren Mann. Dabei und im Verlauf unzähliger Zwiegespräche verinnerlichte sie die Lebensgeschichte des Ehepartners in einer so erschöpfenden Weise, als sei es ihre eigene.

                                                                                                                                           

Somit war die unprätentiöse und aufgeschlossene Wiebelskircherin in die Lage versetzt, ein feierliches Versprechen am Totenbett ihres verstorbenen Mann einzulösen und seine Botschaft von Toleranz, Versöhnung und gewaltfreiem Miteinander in Kooperation mit dem früheren Lehrer Reinhold Strobel all den vielen Schulklassen und Erwachsenengruppen in so authentischer Weise zu vermitteln, dass ihr schon nach kurzer Zeit der seltene Status einer noch lebenden Zeitzeugin zuteil wurde.

Das aufklärerische Wirken und die Forschungsarbeit von Doris Deutsch, die ihren Ehemann dauerhaft an das Saarland band, ihm als Triebfeder für seine eigene missionarische Arbeit mit und an jungen Menschen diente, die ihn von den Resten eines lebenslangen Traumas weitgehend zu befreien vermochte und trotz manchen Rückschlags immer wieder zu seinen beeindruckenden Auftritten inspirieren konnte, blieb offiziellen Stellen nicht verborgen. Am 22. Februar 2017 wurde Doris Deutsch in der Saarbrücker Staatskanzlei der Saarländische Verdienstorden im Namen der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer verliehen.

                                                                                                                                                      

Ihren Geburtstag wird die Jubilarin mit vielen Gästen in einer Einrichtung feiern, die im Jahre 2001 nach ihrem zweiten Mann benannt wurde. Die Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler ist Doris Deutsch mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden. Hier, im kreiseigenen Raum der Begegnung, ist die „Urgroßcousine“ des Hausherrn und Landrates Sören Meng immer dann zugegen, wenn offizielle Schulveranstaltungen bzw. Vorträge vor Schulklassen oder den unterschiedlichsten Gruppierungen des öffentlichen Lebens angesagt sind. Außerdem ist sie in den Vorständen der Alex-Deutsch-Stiftung und des Schulfördervereins vertreten und arbeitet eng mit Einrichtungen wie dem Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel oder der Kriegsgräberfürsorge Saarland zusammen. Eine ganz besondere Beziehung besteht noch immer zum Saarpfalz-Gymnasium Homburg. Posthum und in enger Zusammenarbeit mit der Witwe veröffentlichte die dortige Arbeitsgemeinschaft „Geschichte“ u.a. ein beeindruckendes Gesamtwerk mit vielen Erinnerungen und Gedichten zum 100. Geburtstag von Alex Deutsch.      

Die hohen Sympathiewerte für die unermüdliche Doris Deutsch basieren neben dem Einsatz in all den genannten Belangen aber auch auf einer großzügigen Spendentätigkeit und nicht zuletzt auf der Tatsache, dass sie vorzugsweise bei ihren Besuchen in der Schule neben Kaffee, Zucker und Milch häufig auch köstliche Backerzeugnisse mit sich führt. Ganz gewiss ein weiterer Bestandteil im Vermächtnis des gelernten Bäckers Alex Deutsch, der die zahlreichen Besucher, die sich früher schon im gastfreundlichen Haus des Ehepaares in der Wiebelskircher Römerstraße einfanden, oft genug mit leckerem Kuchen aus eigener Herstellung überrascht hatte.

Im Grunde möchte Doris Deutsch nicht viel Aufhebens um ihre Person, aber die jung gebliebene Zeitzeugin, passionierte Erzählerin und weibliche Entsprechung des sprichwörtlichen „Hans Dampf in allen Gassen“ wird anlässlich ihres Ehrentages am 29. Juni mit vielen Gratulanten und einer großen Flut von Glückwünschen aus allen Teilen des Landes rechnen müssen.

Bericht: Erich Hoffmann          Fotos: Schule und privat             

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März 2017

Alufolie ist das neue Bubblegum
Alex-Deutsch-Schüler räumten picobello auf

Ein rostiger Grill in Einzelteilen, eine gebrauchte Zahnbürste und zwei linke Schuhe, das sind nur einige der spektakulären Fundstücke, die von den jungen Sammlerinnen und Sammlern zweier Fünferklassen der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler während des Picobello-Tages 2017 aus Gebüschen, Gräben und dunklen Ecken ans Tageslicht befördert wurden.

Keine Frage: Auch bei der diesjährigen Picobello - Aktion machte die Alex-Deutsch-Schule mit. Die Vorgabe dabei war ebenso klar wie einfach: All das aufsammeln, was andere achtlos weggeworfen haben. „Für uns ist diese Aktion ein wichtiger Teil gelebter Umwelterziehung", erläuterte Jan P. Grüntjes, einer von zwei Klassenlehrern der 5b. Wer einmal erlebt habe, wie mühsam das Wiedereinsammeln des Abfalls ist, der sich binnen kurzer Zeit dank vieler fleißiger Hände zu wahren Bergen auftürmte, der denke um, schlussfolgerte Lehrer Grüntjes nach getaner Arbeit.                                                                                                        

Gemäß der Devise „Ordentlich entsorgen statt einfach fallenlassen“, freuten sich am Ende auch die rührigen Fünftklässler, dass der Müll, sauber und sicher in 17 blauen Schwerlastsäcken verpackt, die Gärten, Wiesen oder das Unterholz rund um die schmucke Gemeinschaftsschule an der Blies jetzt nicht weiter verschandelt. 

                                                  

Was den Schreiber dieser Zeilen wohl persönlich am meisten beeindruckt haben mag?  Die Antwort kommt schnell: Früher seien es Kaugummis gewesen, die Fleck um Fleck die Wege und Straßen gleichermaßen verunzierten. Heute meist ersetzt durch unzählige Reste kugelförmig zusammengeballter Alufolien, die einst Kebab, Schokolade oder Pausenbrote schützend umhüllten. Angesichts des silbrigen Metalls, das jetzt eine ebenso unlösbare wie unappetitlich anmutende Verbindung mit dem dunklen Asphalt eingegangen ist, stellt sich schon die berechtigte Frage: Böte eine „hippe“ Brotdose mit coolem Aufdruck nicht vielleicht doch die bessere Lösung?

Hintergründe:

Bei der landesweit ausgeschriebenen und zum 14. Mal in Folge durchgeführten Müllsammelaktion „Saarland picobello“ ging es auch diesmal darum,  Landschaft und Natur von unschönem Abfall zu befreien. Die Helfer, die sich aus Schulen, Kindergärten, Vereinen, Verbänden sowie aus anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen rekrutieren, gehen bei den Aktionen mit gutem Beispiel voran und tragen mit ihrem Einsatz zu einem nachhaltigen Umweltbewusstsein bei. Initiator von "Saarland picobello" ist das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr.

Von der Alex-Deutsch-Schule nahmen in diesem Jahr die Klasse 5b (Lehrkräfte Eva Wabnitz-Hartmann und Jan P. Grüntjes) sowie die Klasse 6c (Marion Greiner und Dan Billes) teil.

Bericht und Fotos: Jan P.Grüntjes, Marion Greiner, Schule

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Februar 2017

Ein außergewöhnliches Projekt zur Brauchtumspflege

Die Alex-Deutsch-Schule im Faschingsfieber

„Alleh hopp“ schallte der närrische Gruß unablässig und stimmgewaltig durch die sonst relativ ruhigen Flure der Gemeinschaftsschule. Punktgenau zu Weiberfasching krachte es gewaltig an der altehrwürdigen Wissensschmiede in der Wellesweiler Pestalozzistraße. Ein quicklebendiger Lindwurm von 300 ausgelassen feiernden Schülern und Lehrern wälzte sich unter Trommelwirbeln, dem Schmettern bekannter Karnevalsweisen und schwungvollen Gutzjes-Würfen durch das Gebäude und über die Höfe, wo sich zuvor weitere 50 Kinder aus der benachbarten Grundschule eingereiht hatten.

                                               

Im Mittelpunkt der wohl einmaligen Veranstaltung stand allerdings eine zentrale Faschingsfeier in der proppenvollen Aula mit Tanz- und Gesangsdarbietungen, Büttenreden und sogar dem Auftritt einer geheimnisvollen Robotergruppe. Alles Ergebnis mehrwöchiger Planungen und Vorbereitungen, die an zwei abschließenden Projekttagen zum höchstmöglichen Reifegrad geführt worden waren. Wer von den insgesamt 17 klassenübergreifenden Neigungsgruppen keine Gelegenheit besaß, die sehen- und hörenswerten Ergebnisse ihrer zweitägigen Projektarbeit unter dem erklärten Lernziel „Brauchtumspflege“ direkt auf der Bühne zu präsentieren, konnte dies über den gesamten Projektzeitraum im jeweiligen Arbeitsraum oder in der Peripherie von Umzug und „Kappensitzung“ tun. Auf großen Anklang trafen beispielsweise die fastnächtlich dekorierten Muffins aus der hauseigenen „Fastnachtsbäckerei“ und die selbst gestalteten Faschingsorden für alle, während eine schön kostümierte Faschings-Turngruppe unter dem Motto „Wir ziehen alle am gleichen Strang“ mannschaftliche Geschlossenheit am Tau demonstrierte. Aufmerksamkeit war jedoch auch den weniger spektakulären und dennoch sehr anspruchsvollen Aktivitäten gewiss. Beispielhaft seien genannt: Artverwandte Verkleidungs- oder Tattoo-Riten anderer Kulturen, Hintergründe der westlichen Faschingstraditionen, Rollentausch oder Verwandlung im Sinne spiritueller „Transformation“, Elfen und Oger als Fabelwesen, Masken- und Kostümherstellung oder der Bau von Mini-Robotern aus Pappe. Als sehr pragmatisch und wichtig erwies sich aber auch die Arbeit einer Gruppe, die sich mit der Organisation der Faschingsveranstaltung, mit der Herstellung von Dekorationsmaterial, der Gestaltung von Hinweisplakaten oder von Einladungskarten für  Teilnehmer und Gäste befasste.

                                                                   

Zurück zur zentralen Veranstaltung in der Aula, dort wo echte Nachwuchstalente als Büttenrednerinnen und Büttenredner, als begabte Tänzer, Sänger, Mimen oder als silbrig glänzende Roboter zu Disco-Light und maschinell erzeugten Nebelschwaden brillierten. Viele Lehrerinnen und Lehrer, pflichtgemäß bereits im schulischen Alltag beispielgebend, präsentierten sich auch im karnevalistischen Ausnahmezustand als echte Vorbilder, der überwiegende Teil unter ihnen originell kostümiert. Allen voran der schulische Kulturobere, Gladbach-Anhänger und „King of Rock`n`Roll“ Hans-Jürgen Geiger, dessen bundesligareife Jubelpose in Richtung kreischender Fangemeinde Schulleiterin „Stephanie die Erste“ sicherlich auch ganz kurz an den Vertretungsplan kommender Tage denken ließ. Jede mögliche Sorge um die orthopädische Unversehrtheit des Musiklehrers erwies sich jedoch als unbegründet, denn schon wenig später begeisterte Hans-Jürgen Geiger alias John Travolta im Duett mit Junglehrerin Anna Hergesell, die sich in ihrer Rolle als Olivia Newton-John auch und besonders für die musikalische Fachabteilung der Alex-Deutsch-Schule wärmstens empfahl, Gänsehaut-Feeling mit einbegriffen. Gleiches gilt für Referendar Felix Holzhauser, der gemeinsam mit seinem Fachleiter Geiger den „Hähnsche-Song“ als Parodie auf den Stones-Ohrwurm „Angie“ hervorragend interpretierte und das Publikum zu (Lach-) Tränen rührte.

Wie man als Tanzleaderin auf hochhackigen Absätzen die Darbietung eines vielköpfigen Ensembles unfallfrei und unter besten Haltungsnoten zu Ende bringt, stellte die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Rothermel nachdrücklich unter Beweis.

                                                           

„Another brick in the wall“ von Pink Floyd hieß schließlich die musikalische Darbietung eines Teacher-Chors, der zusätzlich zum Hörgenuss auch so manche Unart seiner „Schülerklientel“ wirkungsvoll in Szene setzte. Lehrer Jan Grüntjes, der zu den legendären Klängen von Pink Floyd ausdrucksstark mit seiner E-Gitarre posierte und den Geist der damaligen Popkultur ins kollektive Gedächtnis zurückbeförderte, brachte gleichzeitig seine gesamte Bühnenerfahrung in die Moderation und Aussteuerungstechnik ein. Was dem Fachleiter für evangelische Religion in seinem authentischen Robin-Hood-Kostüm als wichtigstes Utensil jedoch eindeutig fehlte, waren „Pfeil und Bogen“. Ein Schönheitsfehler, dem allerdings ein einvernehmlicher Konferenzbeschluss zugrunde lag: Waffenähnliche Attrappen sowie pyrotechnische Knallkörper aller Art hatte man bereits im Vorfeld kurzerhand auf die Verbotsliste unerwünschter Mitbringsel verbannt. Martialische Requisiten also, wie sie für Lehrerin Stephanie Roth ohnehin nicht in Frage kamen. Die verwandlungsfreudige Leiterin einer sechsten Klasse, gewandet in das Outfit eines Blumenkindes aus der Friedensbewegung der siebziger Jahre, zog nämlich lediglich ein harmloses Motivwägelchen hinter sich her. Jedoch lieferten weder das farbenfrohe Kostüm noch der liebevoll umgestaltete Bollerwagen aus eigenem Bestand den Grund zu einer besonderen Auszeichnung für Stephanie Roth. „US-Jetpilotin“ und Personalrätin Christine Rings hob  „coram publico“ vielmehr die Tatsache hervor, dass die junge Westpfälzerin die Idee zu der Veranstaltung geliefert und das Experiment als unerschrockene Projektleiterin unter manchmal widrigen Bedingungen höchstpersönlich einem tollen Erfolg entgegengeführt hatte. Einer Einschätzung, der sich Schulleiterin Stephanie Urschel ohne „Wenn und Aber“ anschloss.

Hocherfreut war die Rektorin aber auch über die begeisterten Reaktionen von Kindern aus vielen unterschiedlichen Kulturkreisen, denen die Faschingstraditionen bis dahin noch völlig fremd gewesen sind. „Anrührend zu sehen, wie gerade bei den vielen leidgeprüften Flüchtlingskindern ein unbeschwertes und befreiendes Lachen an die Stelle posttraumatischer Kriegs- und Fluchterinnerungen getreten ist“, so die Schulleiterin hinterher, die sich im Übrigen an allen Ecken und Enden selbst in das Projekt mit einbrachte. 

                                                                                     

„Eine tolle Veranstaltung und ein weiteres Kapitel gelungener Integrationsbemühungen, wofür sich der große Aufwand gelohnt hat“, zeigten sich ebenso alle anderen Beteiligten mit den Projekttagen mehr als zufrieden.

Text und Bilder: Erich Hoffmann

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Eine unvergessliche Berlinreise der Anti-Rassismus-AG
Ehrenvolle Auszeichnung für Alex-Deutsch-Schüler

„Erinnerungen an Alex Deutsch“ heißt ein Projekt, für das die Arbeitsgruppe „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ anlässlich des alljährlich stattfindenden Berliner Bundesjugendwettbewerbes „Denkt@g“ in Trägerschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung einen Anerkennungspreis erhielt.

Begleitet wurden die fünf jungen Leute von ihrer AG-Betreuerin Ulrike Rothermel sowie von Doris Deutsch, der Witwe des 2011 verstorbenen Namengebers der Schule. Für 13 Preisträger galt die Einladung insgesamt, von denen die ersten sechs eine mit Geld- und Sachpreisen dotierte Auszeichnung erhielten und die sieben weiteren Teilnehmergruppen mit einem besonderen Anerkennungspreis geehrt wurden. Da die führenden Preisträger sich vornehmlich aus Kleingruppen und Einzelpersonen rekrutierten und somit sehr aufwändig recherchieren konnten, waren der Wellesweiler Schulsprecher Ali Sadeghi, seine Stellvertreterin Melanie Rauch, Daria Salemi, Ömer Demirci und Yusef Simou keineswegs traurig über einen verpassten Platz auf dem Siegerpodest. Vielmehr freuten sie sich riesig über die hohe Anerkennung, die ihrer monatelang betriebenen Arbeit aus berufenem Mund gezollt wurde. Besonders hoben die Juroren in der Berliner Festveranstaltung hervor, dass die Wellesweiler Jugendlichen bei einem Altersdurchschnitt von 16,6 Jahren die jüngste Teilnehmergruppe verkörperten und zudem in einer „erfreulich internationalen Besetzung“ zur Preisverleihung erschienen. Beeindruckt zeigte sich das Wertungsteam zudem durch die Tatsache, dass sich gerade junge Menschen verschiedener Herkunftsländer derart engagiert mit einem speziellen Kapitel deutscher und europäischer Geschichte befassen, zu dem sie weder hinsichtlich ihrer Altersstruktur noch vor dem Hintergrund der kulturellen Identität ihrer Ahnen einen besonderen Bezug aufzuzeigen haben.

Mit der Preisverleihung, die u.a. unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert stand, war das Programm der dreitägigen Berlinreise jedoch noch lange nicht erschöpft. Eindrucksvoll gestaltete sich auch der Besuch einer Gedenkstunde im Deutschen Bundestag zur Erinnerung an die Opfer der Euthanasie oder der Besuch der viel beachteten Ausstellungseröffnung „schuhe.steine.ich“ in der Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes. Ermöglicht hatte diesen Besuch Doris Deutsch, die damit den Schülern der Alex-Deutsch-Schule gleichzeitig die Möglichkeit eröffnete, vermutlich das einzige Mal in ihrem Leben in solch bevorzugter Weise an geschichtsträchtiger Stätte als Ehrengäste begrüßt zu werden und mit so renommierten Persönlichkeiten wie dem SPD-Vorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel oder dem berühmten tschechischen Physiker und Holocaustüberlebenden Professor Felix Kolmer ganz persönliche Worte zu wechseln. Als zentrales Anliegen bei allen besuchten Veranstaltungen wurde immer wieder veranschaulicht: „Es ist euer aller Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich so schreckliche Dinge wie in der Zeit des Nationalsozialismus nie mehr wiederholen.“ Keine Frage, dass sich Ali, Ömer, Melanie, Daria und Yusuf als Schüler der Alex-Deutsch-Schule mit eben jener Thematik aufgrund vieler Vorträge im Raum der Begegnung, vieler schulischer Projekte und vieler Fahrten zu Gedenkstätten wie dem KZ Natzweiler-Struthof sehr gut auskennen und in Berlin selbst für den Gedankenaustausch mit staatlichen Würdenträgern oder renommierten Wissenschaftlern und Zeitzeugen bestens gewappnet waren. Ulrike Rothermel, die zuständige AG-Leiterin und Stellvertretende Schulleiterin, brachte am Ende einer denkwürdigen Reise in die Bundeshauptstadt die emotionale Stimmungslage aller Teilnehmer in einigen wenigen Worten auf den Punkt: „Berlin war ein einschneidendes und bewegendes Ereignis, das wir niemals vergessen werden.“

                                                                 

 

                                                                                                                      

 

                                                                                                                                                     

 

Bericht: Ulrike Rothermel und Erich Hoffmann
Fotos:    Ulrike Rothermel und Konrad-Adenauer-Stiftung

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Nach dem Schülerbetriebspraktikum  wurde gefeiert

Alex-Deutsch-Schule setzt auf Vielfalt in der Berufsförderung

Berufliche Potenzialanalyse in Klassenstufe 7, Berufsorientierungspraktikum „BOP“ und jetzt als vorläufiger Abschluss in der Triade der berufsfördernden Maßnahmen das klassische Schülerbetriebspraktikum in den beiden achten Klassen. Ein wahrhaft guter Grund zum Feiern.

Musik, Praktikumsberichte einzelner Schüler und liebevoll gestaltete Plakate zu den vielfältigen Tätigkeiten in den einzelnen Firmen und Betrieben umrahmten die rund einstündige Ausstellungseröffnung, zu der trotz eines ungemütlichen Winterabends viele Besucher in die Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler gekommen waren. Schulleiterin Stephanie Urschel begrüßte neben den Klassen 8a und 8b mit den Klassenlehrerinnen Ursula Müller und Christine Rings auch zahlreiche Eltern, das gesamte Kollegium, ihren Amtsvorgänger Arno Schley,  den einen oder anderen Vertreter aus den Betrieben sowie das an der Alex-Deutsch-Schule regelmäßig anwesende Beratungsteam der Berufseinstiegsbegleitung. Stephanie Urschel betonte in ihrer Eröffnungsrede die erstmalige und sehr erfolgreiche Teilnahme am Berufsorientierungsprojekt in den Räumen des „Überbetrieblichen Ausbildungszentrums“ der ESH Püttlingen vor wenigen Wochen. Hier wurden die jungen Menschen gezielt und ganz praxisnah mit den Arbeitsschwerpunkten der Holz-, Maler-, Metall- und Elektrowerkstätten vertraut gemacht sowie in die spannende Welt der digitalen IT-Branche eingeführt.  Floristik, Friseurhandwerk und die Vielfalt des gastronomischen Gewerbes rundeten das  Angebot des Püttlinger Ausbildungszentrums ab.

                                   

„Ein übergeordnetes Ziel dieses kurz mit „BOP“ betitelten Berufsorientierungsprogrammes in Trägerschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist die Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, ergänzten die beiden Klassenlehrerinnen Ursula Müller und Christine Rings. „Zusammen mit der bereits in Klassenstufe 7 erfolgten Potenzialanalyse, bei der die individuellen Stärken sorgfältig ausgelotet werden, und gemeinsam mit den jetzt gerade abgeschlossenen schulmethodischen Betriebspraktika in einer bunten Vielzahl von Firmen, Geschäften und Einrichtungen innerhalb und jenseits des Neunkircher Stadtterritoriums ergibt sich einfach ein stimmiges Ganzes“, wertete auch Lehrer und Praktikumskoordinator Jan Grüntjes das diesmal besonders umfangreiche Paket berufsvorbereitender Maßnahmen als eine Erfolgsgeschichte, deren Fortsetzung schon jetzt beschlossene Sache ist.

                                           

Jan Grüntjes, Conférencier, musikbegeisterter Religionslehrer und Fachleiter, ließ es sich dann nicht nehmen, seiner Begeisterung auch noch in Form eines selbst getexteten Rap-Gesangs Ausdruck zu verleihen. Für ein hörenswertes Rahmenprogramm sorgte Musik-Fachleiter Hans Jürgen Geiger mit seinen beiden Karaoke-Talenten Alessia Lodato und Theano Kantzios. Beifallsstürme ernteten mit Maik Kraus, Anwar Rashid, Ilaria Lodato, Niklas Thull, Leon Seifert und Colin Walch aber auch fünf couragierte Achtklässler, die mit gut vorbereiteten Vorträgen zu ihren eigenen Praktikumserfahrungen Selbstsicherheit, Witz und rhetorisches Geschick gleichermaßen unter Beweis stellten. Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete ein Besuch der angrenzenden Plakatausstellung, in der sehr beachtliche Exponate von Schülerinnen und Schülern beider Praktikumsklassen bewundert werden konnten.

                                                      

                                                                                         

Bericht und Bilder: Erich Hoffmann

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Januar 2017

Will-Kommen-Tag 2017 an der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler

Eine heitere und unbeschwerte Stimmung prägte auch die diesjährige Auflage des traditionellen Kennenlern-Tages mit zahlreichen Orientierungshilfen für die kommenden Fünftklässler, ihre Eltern und Verwandten, Geschwister, Freunde und Freundinnen. Die Alex-Deutsch-Schule sieht sich als eine offene Einrichtung. Willkommen sind alle zu jeder Zeit, auch ehemalige Schüler und Schülerinnen.

Doch nicht alleine von der guten Atmosphäre und einem friedlichen Zusammenleben unter einem Dach wollte man an diesem sonnigen Wintermorgen die Besucher überzeugen, sondern auch von der Leistungsfähigkeit und Motivation der Schüler querbeet durch alle Altersklassen. Elf spannende Mitmachstationen  in verschiedenen Sälen wurden zu diesem Zweck eingerichtet. Kontaktfreudige Schüler mit Plakaten und Exponaten sollten im Stil amerikanische Bildungsmessen schon in den Fluren für die Aktivitäten im Inneren der jeweiligen Säle werben und vorhandene Hemmschwellen verringern. Das neue Konzept griff und nach einer musikalischen Begrüßung durch Lehrer Jan Grüntjes und Schüler aller Klassen kamen viele Besucher den Empfehlungen bereitwillig nach, verfolgten interessiert die Rollen- und Sprachspiele in Französisch und Englisch oder beteiligten sich etwa in Geographie an der Herstellung von Erdkugeln als verkleinerten Abbildern unserer Mutter Erde. Wie man das Fach Geschichte anschaulich vermitteln kann, war in der Ägypten-Kreativwerkstatt eindrucksvoll zu erfahren. Kreativ und farbenfroh ging es gleichsam in der griechischen Töpferei her, wobei die Tongefäße zum krönenden Abschluss mit schmucken altgriechischen Symbolen verziert werden durften. Unter den vielen Phänomenen des Alltags, die im Physiksaal verständlich für alle nachgestellt wurden, erfreuten sich besonders die mithilfe einer Vakuumpumpe vergrößerten Schaumküsse einer besonderen Beliebtheit. Sie durften nämlich hinterher verzehrt werden. Das adäquate Highlight im engeren Sinn des Begriffes stellten im Chemiesaal neben vielen anderen Versuchen die explodierenden Gummibärchen dar, deren rotglühender Feuerzauber mit den Augen der Kinder um die Wette leuchtete und zudem noch dicke weiße Rauchschwaden durch den Raum wabern ließ. Ein Meer von Holzspänen im Werkraum zeugte von emsigem Gestalten, diesmal mit einer Griffelschale aus Lindenholz als Zielobjekt. Unterwegs anzutreffen immer wieder Jugendliche mit lukullischem Angebot: Leckere Fingerfood-Snacks, zubereitet in der neuen Schulküche von einer engagierten Koch-Crew. Passend zu den Leitmotiven von Alex Deutsch erweckte eine gut recherchierte Ausstellung zu Widerstandsaktivitäten während der NS-Zeit das Interesse der Besucher. Keine Frage, dass auch Doris Deutsch, die Witwe des schulischen Namensgebers, wie in den Vorjahren vor Ort weilte. Mächtig krachen ließ es die Karaoke-AG von Musik-Fachleiter Hans-Jürgen Geiger am „Verkehrsknotenpunkt“ der weitläufigen Schule, einer Kreuzung vieler Flure. Deutsche, türkische, italienische und sogar litauische Gesangsvorträge lockten Jung und Alt an den Ort der leichten Muse. Gleich in der Nachbarschaft lud eine Cafeteria bei Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein.  Zwischendrin anzutreffen immer wieder einzelne Gäste, die „stolz wie Oskar“ kleine engelsgleiche Figürchen wie eine Trophäe vor sich hertrugen, selbst gebastelt, bemalt und gestylt in der „Feenwerkstatt“ im Obergeschoss des Hauses. Eine Art Diashow mit über 500 fotografischen Aufnahmen der letzten 10 Jahre lockerte auf, erregte Heiterkeit, schürte hier und da auch ein wenig Wehmut. Viele weitere Infostände komplettierten den Eindruck einer rührigen Schule. Das Sekretariat, die Schülervertretung, die Freiwillige Ganztagsbetreuung und auch die Schoolworkerin eröffneten Einblicke in die breiten Paletten ihrer Tätigkeiten. Nicht zu vergessen im zentral gelegenen Musiksaal die Informationen der Schulleiterin Stephanie Urschel zu dem Fächerkanon, der Fremdsprachenfolge und den Abschlussmöglichkeiten bis  hin zum Erwerb des Abiturs, ergänzt durch den Verweis auf viele weitere Besonderheiten und Vorzüge, die eine Gemeinschaftsschule zu bieten hat.

                                                               

                                                  

                                                             

                                       

          

Der Wellesweiler Will-Kommen-Tag, eine bewusst suggerierende Wortschöpfung, konnte auch in diesem Jahr den Eindruck untermauern, dass die weltoffene Einrichtung im Grünen, unmittelbar an der geplanten innerörtlichen Bliespromenade gelegen, den vielfältigen Ansprüchen einer modernen Gemeinschaftsschule voll gerecht wird und damit bei der anstehenden Schulwahl Eltern und Kindern ruhigen Gewissens anempfohlen werden darf.

Anmeldungen werden von
Mittwoch, dem 8. Februar 2017, bis zum Dienstag, 14. Februar,
jeweils von 8 bis 13 Uhr entgegengenommen.
Am Samstag, 11.2., ist das Sekretariat zwischen 8 und 12 Uhr besetzt.
Ansonsten sind Anmeldungen nach Vereinbarung möglich (06821 – 94090).
 

Bericht und Bilder: Erich Hoffmann                                                           

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„Es ist feige sich abzuwenden ….“
Zehntklässler der Alex-Deutsch-Schule auf Spurensuche in Blieskastel

Die Judenverfolgung im Ort und der Besuch einer Dauerausstellung zum Schicksal der jugendlichen Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl  in der nach ihnen benannten Geschwister-Scholl-Schule Blieskastel bildeten zwei Schwerpunkte, denen sich die zwei Zehnerklassen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule im Rahmen einer Lehrfahrt widmeten. Begleitet wurden die Schüler und ihre Lehrer durch eine Abordnung  der Alex-Deutsch-Stiftung.

Frostig und bitterkalt war es, aber ansonsten bot der herrliche Wintertag bei makellos blauem Himmel einen deutlichen Kontrast zu einem beklemmenden Stück Blieskasteler Stadtgeschichte im Verlauf der Nazi-Diktatur. Martin Dauber, ein einheimischer Feinkosthändler und profunder Kenner des traditionsreichen innerstädtischen Judentums, begann seine Führung an einem Ort, der normalerweise das Ende eines Menschenlebens markiert. Der heute sorgsam gepflegte jüdische Friedhof Blieskastels, dessen rund 450 Jahre umfassende Geschichtsschreibung die letzte Beisetzung im Jahre 1968 vermerkt, erlebte 1939 mit der Verwüstung durch die Nazis einen traurigen Tiefpunkt. Verschiedene, kunstvoll gefertigte Grabsteine, versehen mit den Namen jüdischer Dynastien wie Oppenheimer, Joseph, Isaac, Levy oder Wolf, überstanden die Zerstörungswut offenkundig schadlos.

                                                                        

Sie dienen Martin Dauber heute als Aufhänger für hochinteressante Erläuterungen und bilden üblicherweise den Ausgangspunkt für seine Stadtführungen, vorbei an den Wohnhäusern der auf den Grabmonumenten verewigten jüdischen Familien, die während der NS-Zeit von den Nazi-Schergen bedroht, ausgegrenzt, beraubt, gedemütigt und schikaniert, enteignet, vertrieben oder in verschiedene KZ deportiert wurden, wo ihnen in aller Regel ein grausamer Tod bevorstand. Die Authentizität der Orte und die lebendige Sprechweise von Martin Dauber während der Führung ließ die Besucher aus Wellesweiler die Kälte vergessen und versetzte sie mental einige Jahrzehnte zurück in das geschilderte Szenario bodenlosen Entsetzens. Das Bersten von Holz, das Splittern von Glas, das entfesselte Grölen der marodierenden Banden, die verzweifelten Rufe der Opfer und die ängstlichen Schreie der Kinder drangen dabei ebenso ins imaginäre Bewusstsein der Besuchergruppe wie das furchtsame Schweigen der eingeschüchterten Nachbarn noch heute greifbar nahe scheint. Bewunderung weckte Dauber freilich auch für das gelegentlich couragierte Eintreten einiger weniger, die nicht einfach nur peinlich berührt wegsehen wollten. „Es ist feige, sich abzuwenden ….“, dieses Zitat stand passender Weise im Mittelpunkt des zweiten Teiles der Wellesweiler Erkundungsfahrt in die Geschwister-Scholl-Schule Blieskastel.

                                                                              

Der mutige Aufruf zum Widerstand gegen die Entstehung und systemische Festigung diktatorischer Unrechtssysteme mit Willkür, Hass, Gewalt und Menschenverachtung in ihrem weiteren Gefolge prangt unübersehbar in großen Lettern über dem Abbild der jungen Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die 1943 als Mitglieder der studentischen Organisation „Weiße Rose“ in München verhaftet, in einem Schauprozess abgeurteilt und nur einen Tag später durch die Guillotine hingerichtet wurden. Das überlebensgroße Gemälde des mutigen Geschwisterpaares ist Teil der neu gestalteten Geschwister Scholl-Gedenkwand im Blieskasteler Schulgebäude, die vom Adolf-Bender-Zentrum in Kooperation mit der Geschichts-AG der Schule konzipiert und erarbeitet wurde. Ergänzt wird das einzigartige Mahnmal durch eine fast drei Meter hohe Skulptur des in Wiebelskirchen lebenden Künstlers Seiji Kimoto, der damit dem Themenkomplex Macht und Ohnmacht in kreativ eindrucksvoller Weise Gestalt verleiht.

                                                                                         

Zur Deckung einer Finanzierungslücke der erst kürzlich fertiggestellten Gedenkstätte trugen bereits im Vorfeld des Besuches sowohl das Kuratorium der Alex-Deutsch-Stiftung wie auch Doris Deutsch tatkräftig durch jeweils eine Spende bei. Jetzt wurde die Anerkennung für die großartige Leistung aller an der innerschulischen Gedenkstätte Beteiligten durch Präsentation eines symbolischen Schecks auch öffentlich bekundet. Begrüßen konnte die Blieskasteler Schulleiterin Sylvia Behet neben den beiden Wellesweiler Klassen und weiteren Gästen auch Doris Deutsch, Willi Portz und Hartmut Seibert vom Kuratorium der Alex-Deutsch-Stiftung sowie ihre Amtskollegin Stephanie Urschel aus der Alex-Deutsch-Schule, der man bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Gegenbesuch im Alex-Deutsch-Raum der Begegnung in Aussicht stellte. Aufschlussreiche Gespräche im gut beheizten Versammlungsraum der Geschwister-Scholl-Schule bei kleinen Speisen und Getränken weckten am Ende des Tages Hoffnung auf ein in jeglicher Hinsicht lehrreiches Zusammenwirken zweier Einrichtungen, die sich beide durch ähnliche Profilierungen gleichermaßen befähigt sehen, Unrecht, Hass und Gewalt jedweder Form auch jenseits  ihres eigenen schulischen Terrains erfolgreich entgegenzutreten.

Bericht und Bilder: Erich Hoffmann

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November 2016

Der Kinder-Fußballtag feierte Jubiläum
Wellesweiler Schüler lieben das Spiel mit dem runden Leder

Ein kleines Kicker-Jubiläum anlässlich des Kinder-Fußballtages bildete gleichzeitig den sportlichen Auftakt zu den schulischen Werbewochen um die Gunst der künftigen Fünftklässler. Die Veranstaltung der Stuttgarter Firma „FutureSport“ an der Wellesweiler Einrichtung fand zum fünften Mal statt und ist bei den Kindern nach wie vor sehr beliebt. Eine tolle Bestätigung für die beteiligten Fußballschulen, aber auch ein guter Anreiz für manch einen Nachwuchskicker des näheren Umkreises, seine künftige Lernheimat in die Alex-Deutsch-Schule zu verlegen.  

„Die Trikots der Werbepartner überstreifen und sich wie die berühmten Vorbilder namhafter Fußballclubs dem Fotografen stellen“, lautete die erste Anweisung bei der Wellesweiler Jubiläumsauflage. Ohne Sponsoren läuft einfach nichts, das leuchtete selbst den Fünftklässlern ein. Dann, nach dem obligatorischen „Fotoshooting“, ging es auch schon ohne weiteren Zeitverzug los. Kurzweilige Aufwärmspielchen standen auf dem Programm, bevor Übungsleiter Günter Rommel aus dem schwäbisch gemünzten Teil des Stuttgarter Raumes die muntere Schar der Fünftklässler über den Weg kindgemäßer Übungsformen in die große weite Welt des erfolgreichen Fußballsportes hinein schnuppern ließ. Keine leichte Aufgabe angesichts der multikulturellen Gruppen und einer bunten Vielfalt von mehr als fünf unterschiedlichen Sprachen.

     

Für den ausgebildeten Sport- und Gymnasiallehrer Günter Rommel freilich kein echtes Hindernis, denn als erfolgreicher Trainer teils international besetzter Mannschaften ist dem Begründer der Fußballschule GOAL eine lebhafte Körper- und Gestensprache zu eigen, die auch in der Wellesweiler Sporthalle eigentlich jedes Kind hinreichend verstand. Rommels augenzwinkernde Ankündigung, neben dem saarländischen Dialekt und der landespolitisch angestrebten Zweitsprache Französisch auch noch die schwäbische Mundart einzuführen, musste letztlich nicht umgesetzt werden. Auch so gestaltete sich der Vormittag zu einem echten Event, der selbst den weniger sportlich begabten Kinder aus beiden Fünferklassen das Spiel mit dem runden Leder ein großes Stück näher brachte. Ein Erfolg freilich, der sich durch die Vergabe schön gestalteter Urkunden und kleiner Geschenke zusätzlich begünstigt sah. Am Ende war allen Beteiligten klar: Solche Schultage müsste es öfter geben!

                                               

FOTO 1        Die Klasse 5a, umrahmt von Besuchern des achten Schuljahrganges, dem Trainer Günter Rommel (rechts), 
                     Klassenlehrerin Nicole  Karthein sowie Sportlehrer Erik Hoffritz (links)

FOTO 2        Viel „Action“, kleine Geschenke und schöne Urkunden dank einiger Sponsoren mit Herz für Kinder.

                                                                       

FOTO 3        Alles Wissenswerte und einiges mehr zum Sport kann beim WILL-KOMMEN-TAG der Alex-Deutsch- Schule
                     in Erfahrung  gebracht werden.

 

Hintergrund

Die Kinderfußballtage gehen zurück auf eine Initiative der Stuttgarter Firma „FutureSport“. Das Training obliegt lizenzierten Übungsleitern aus Vereinen bzw. professionellen Fußballschulen. Schirmherr im Saarland ist der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic.

Die Veranstaltung in Wellesweiler wurde gesponsert von folgenden regionalen Unternehmen:

Werbeagentur SatzDesign Werner Möhn („Es Heftche“), Immobilien Michael Voltmer, Bäckerei Gebr. Borsdorff, Mohren Apotheke, Blumengeschäft Rebel, Physiotherapie Barbara Dahlem, Vensys-Windenergieanlagen Neunkirchen. Hinzu treten mit  „Vereinsausstattung24“, der Fußballschule „Goal“ und „FutureSport“ drei überregional ansässige Betriebe.

Mehr zu den sportlichen und allen weiteren Angeboten der Alex-Deutsch-Einrichtung erfahren Besucher am Samstag, dem 21. Januar 2017, wenn die Schule anlässlich des WILL-KOMMEN-TAGES im Rahmen eines unterhaltsamen Programms zwischen 9 und 12.30  Uhr Einblicke in alle Klassensäle und Funktionsräume ermöglicht.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Oktober 2016

Ein gut bestelltes Feld hinterlassen
Reinhold Strobel prägte den Schul-Förderverein maßgeblich

Nach fast 10 Jahren Vorsitz im Schul-Förderverein der Alex-Deutsch-Schule gab Reinhold Strobel die Leitung an seinen bisherigen Stellvertreter Arno Schley ab. Unter der Ägide Strobel hatten sich zahlreiche inhaltliche Veränderungen in der insgesamt rund 30-jährigen Geschichte des Vereins ergeben.

Die kürzlich stattgefundene Generalversammlung mit Neuorientierung des Vorstandes nahm der scheidende Vorsitzende zum Anlass, die Vereinshistorie noch einmal Revue passieren zu lassen.

                                                                               

Die Gründung des „Vereins der Freunde der Realschule Neunkirchen-Wellesweiler“ fand vor rund dreißig Jahren statt. Als erster Vorsitzender sorgte Marian Siciarz für die Weichenstellung. Ihm folgte der Finanzbeamte Christian Grzega, der die Eintragung ins Vereinsregister veranlasste.

Im Jahre 2003, kurz nach Beginn der Ära Alex Deutsch, ging der Vorsitz erstmals in Frauenhände über. Rita Sartorius, die einige neue Strukturen schuf, begründete im Übrigen auch die beliebte Tradition, an jeweils zwei verdiente Schüler einer Abschlussklasse Präsente zu vergeben.

2007 übergab Sartorius den Staffelstab an Reinhold Strobel, der sich bei der Neuausrichtung des Fördervereins stark an der Persönlichkeit Alex Deutsch orientierte. Der pensionierte Lehrer, der zu aktiven Zeiten selbst an der Wellesweiler Schule unterrichtete, rückte gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen und dem schulischen Namensgeber Alex Deutsch spezielle Unterrichtsprojekte in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit. Ab 2008 wurden beispielsweise die Fahrten der Abschlussklassen zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof bezuschusst. Die Idee von einem „Raum der Begegnung“, die in gemeinsamen Überlegungen von Reinhold Strobel und Willi Portz vom Adolf-Bender-Zentrum wurzelte, nahm unter Trägerschaft des Landkreises schließlich Gestalt an und entwickelte sich zu einem Erfolgsmodell.

Neben zahlreichen Schulklassen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz und neben unterschiedlichen Organisationen und Berufsgruppierungen haben bis heute zahlreiche prominente Menschen auf Anregung des Fördervereins die beeindruckende Einrichtung im Wellesweiler Schulgebäude besucht. So etwa der NS-Zeitzeuge Menachem Kallus aus Israel, ein Schwager der bekannten saarländischen Schauspielerin Alice Hoffmann, sowie Alice Hoffmann in ihrer Eigenschaft als Projektpatin selbst. Unvergessen bleibt der Besuch von  Buddy Elias, damals der einzige noch lebende Verwandte von Anne Frank („Das Tagebuch der Anne Frank“). Einladungen wurden auch von Zeitzeuge Aleksander Laaks aus Rio de Janeiro sowie von einigen Regierungsmitgliedern des Saarlandes angenommen, darunter die Minister Ulrich Commerçon und Heiko Maas. Als häufiger Gast kann immer wieder Professor Herbert Jochum, ein profunder Kenner des Judentums und Mittler zwischen den Religionen, im Raum der Begegnung begrüßt werden.

Auf Initiativen des örtlichen Schul-Fördervereins, dem seit dem Tod von Alex Deutsch im Jahre 2011 auch dessen Witwe Doris Deutsch angehört, gehen unter anderem das markante Sitzforum auf dem Schulhof sowie die unter Regie des Landkreises gepflanzte „Linde für Alex Deutsch“ zurück.

Mit der einstimmig beschlossenen Übertragung des Vorsitzes anlässlich der Mitgliederversammlung vom 25. Oktober 2016 an den früheren Schulleiter Arno Schley ist nunmehr ein neues Kapitel Vereinsgeschichte aufgeschlagen. Reinhold Strobel, der nicht mehr kandidierte, hat ein gut bestelltes Feld hinterlassen. Dem Förderverein bleibt der 72-Jährige als Kassenprüfer erhalten, ebenso wie er das Vermächtnis von Alex Deutsch in anderen Funktionen weiterhin tatkräftig unterstützen wird. Die Personalien Arno Schley und Anne Kolling, amtierende Schulelternsprecherin und jetzt auch neu gewählte Stellvertreterin von Schley, versprechen überdies hohe Kontinuität in der Arbeit eines Vorstandes, der sein Augenmerk schon lange auf die Förderung ideeller Inhalte richtet, ohne dabei die finanzielle Bezuschussung bedürftiger Familien bzw. die unbürokratische Unterstützung von Familien in plötzlichen Notlagen aus dem Blick zu verlieren.

                                                                                  

Ergänzend zu diesen originären Aufgaben sieht die Vereinssatzung vor, Projekte im Sinne der Leitziele von Alex Deutsch zu fördern und darüber hinaus dringliche Ausstattungslücken der Schule zu schließen, sofern die öffentliche Hand keinen finanziellen Spielraum mehr dafür sieht.

„Gebraucht werden deshalb möglichst viele Mitglieder“, lautet deshalb eine Botschaft von hohem Dringlichkeitscharakter, welche Schulleiterin Stephanie Urschel jetzt mit Nachdruck an die gesamte Schulgemeinschaft weiterleiten möchte. Jede finanzielle Hilfe sei ebenso vonnöten wie kreative Ideen, was beides zusammengenommen auch Anerkennung und damit eine moralische Rückenstärkung des ehrenamtlich arbeitenden Vorstandes bedeute.

Besondere Worte der Anerkennung fand der scheidende Vorsitzende Reinhold Strobel in seinem abschließenden Bericht für die Vorstandsmitglieder Frank Schneller und Winfried Gerstner. Obwohl deren Kinder die Einrichtung in der Pestalozzistraße schon längst verlassen haben, sind beide vom Konzept der Alex-Deutsch-Schule und ihres Umfeldes nach wie vor überzeugt, so dass sie sich auch weiterhin in die Förderarbeit zugunsten aller einbringen möchten
 

Der neu gewählte Vorstand im Überblick:

Arno Schley (1. Vorsitzender), Anne Kolling (2. Vorsitzende und Stellvertreterin), Frank Schneller (Schatzmeister), Winfried Gerstner (Schriftführer), Doris Deutsch, Ulrike Rothermel, Stephanie Urschel und Ursula Michels (Beisitzerinnen), Barbara Fiedler und Reinhold Strobel (Kassenprüfer)

 

Fotos und Bericht: Erich Hoffmann

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Auf der Suche nach dem Warum
Alex-Deutsch-Schüler besuchten das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

 Jahr für Jahr besuchen die Abschlussklassen der Alex-Deutsch-Schule das frühere Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Was hier und anderswo in Europa viel tausendfach geschehen ist, darf sich nach allgemeiner Überzeugung „nie mehr wiederholen“. Erinnerung an die Nazi-Gräuel und eine eindringliche Mahnung an die Nachwelt sind die wichtigsten Ziele der „Struthof-Fahrten“, wie an der Alex-Deutsch-Schule die Exkursionen zur Gedenkstätte im nahen Frankreich kurz bezeichnet werden. Stellvertretend für die fünf Klassen des neunten und zehnten Schuljahrganges, die diesmal in zwei Etappen teilnahmen, eröffnet die 15-jährige Melanie Rauch Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Menschen, schildert Eindrücke und Emotionen.

Melanie: „Während der Anfahrt mit dem Bus war die Situation noch ganz locker. Uns war nicht so richtig bewusst, wie sehr uns das Ganze mitnehmen würde. Als wir ankamen, stieg in manchen schon ein flaues Gefühl auf, denn zuerst schauten wir uns etwas abseits des Lagers die Stelle an, an der zu diesen Zeiten Menschen willkürlich erschossen wurden. Als wir das große Lagertor passierten, spürte man förmlich selbst die Angst und Furcht derjenigen, die hier einmal gequält wurden. Uns wurde zunächst von vielen schlimmen Vorfällen im Lager berichtet, wobei sich das mulmige Gefühl immer mehr verstärkte. Dennoch gingen wir weiter in den Raum, in dem die Leichen verbrannt wurden. Dort konnte man den Tod so richtig spüren und einige von uns hatten Tränen in den Augen. Es war einfach sehr leicht, sich das Leid und die Qualen vorzustellen, die in diesem Raum stattgefunden haben müssen. Spätestens jetzt wurde auch dem letzten Schüler klar, wie grausam es hier früher gewesen sein musste. Unser Begleiter berichtete, dass keineswegs nur tote und zumeist ermordete Menschen verbrannt wurden, was alleine schon schlimm genug gewesen wäre. Nein, auch Menschen, die noch bei Bewusstsein waren, wurden in den Ofen geschoben und bei lebendigem Leib verbrannt.

Im oberen Teil des Geländes, den man über einen steilen Berg erreichte, mussten die hungernden und völlig abgemagerten Gefangenen oft aus purer Schikane stundenlang mit schweren Steinen auf und ab laufen. Hier befindet sich heute ein kleines Museum, in dem wir uns unter anderem die Kleider der Häftlinge, aber auch ein Modell des ursprünglichen Lagers oder Bilder aus dieser Zeit ansehen konnten. Am Ende unserer Fahrt fand noch eine sehr beklemmende Besichtigung der Gaskammer unweit des eigentlichen Lagers statt. Danach traten wir die Rückfahrt an, auf der die Stimmung nicht mehr so locker war wie am Anfang des Tages. Viele fragten sich, wie Menschen anderen Menschen so etwas antun konnten. In unseren Köpfen blieb nur eine Frage zurück: Warum?“

In Kürze:

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war zwischen 1. Mai 1941 und 23. November 1944 ein sogenanntes Straf- und Arbeitslager des nationalsozialistischen Deutschlands nahe dem Ort Natzweiler im besetzten französischen Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg. Es liegt acht Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt am Nordhang eines Vogesengipfels auf etwa 700 Metern Höhe.

 

Teilnehmer 2016:

 Die Klassen 9a (Frau Gärtner), 9b (Frau Kaffka), 9c (Frau Marx), 10a (Frau Andres) und 10b (Frau Fiedler)

                                                           

 

Foto 1          Bizzarer Kontrast: Orte des Schreckens inmitten einer friedlichen Vogesenidylle

Foto 2          Eine Schülergruppe vor der Gaskammer gemeinsam mit dem Struthof-Experten  Axel  Brück (Dritter von links) und seinem französischen Kollegen

 

                                                                                            

Foto 3           Relikt unfassbarer Grausamkeit: Ofen im Krematorium der Anlage Struthof

Foto 4          Weithin sichtbar: Das Mahnmal gegen Deportation und Leid

 

Bericht und Fotos: Kaffka, Rauch, Gärtner  

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September 2016

Das Universum ins Klassenzimmer gebracht
Alex-Deutsch-Schule hilft Rohstoffe schützen

Gewalt, Rassismus und Diskriminierung tragen an der Alex-Deutsch-Schule einen ausdrücklichen „No-go-Stempel“. Aber auch die Verschandelung wichtiger Lebensräume, die Überfrachtung des Weltalls mit Satellitenschrott oder die Ausbeutung von Menschen in Schwellenländern mit dem Ziel der Rohstoffgewinnung entsprechen keineswegs den Leitlinien der Schule und ihres Namensgebers. Ein guter Grund für die Lehrer des Fachbereiches Naturwissenschaften, auch unter diesen besonderen Aspekten an der Aktion „Rohstoffexpedition“ teilzunehmen.

Michael Geisler heißt der Experte der Bochumer Firma Geoscopia, der neben live und direkt vor Ort aufgenommenen Satellitenaufnahmen aus dem Weltraum auch einen gehörigen Schuss feinsinnigen Ruhrpott-Humors in den Physiksaal der Wellesweiler Gemeinschaftsschule importierte. Sehr zur Erbauung der beiden Klassen des siebten Schuljahrganges, der Lehrer und nicht zuletzt von Gerd Luxenburger als Vertreter der Sparkasse Neunkirchen, welche die „Rohstoffexpedition“ als einen wichtigen Baustein des „Klimaprojektes Neunkirchen“ gemeinsam mit der Stadt Neunkirchen und dem regionalen Energieanbieter KEW unterstützt.

                                   

Richtig ernst werden konnte Referent Michael Geisler in seinem mitreißenden Vortrag freilich auch. Zum Beispiel dann, wenn die Rede auf die unkontrollierte Einleitung des Giftstoffes Arsen in Gesteinsmassen kam, um Gold als unverzichtbaren Bestandteil unzähliger Smartphones, Tablets oder Computer leichter gewinnen zu können. Oder wenn es um die lebensgefährliche Arbeit junger Frauen im Beisein ihrer am Körper fixierten Kleinkinder in nicht abgesicherten Goldminen ging. Hier wie da unter verheerenden Folgen für die Umwelt, die Gesundheit oder gar das Leben bettelarmer Bevölkerungsteile. Ebenso schwindelerregend hoch wie richtig beklemmend gelangten bei den Zuhörern diverse Zahlen im Zusammenhang mit der umweltbelastenden Gewinnung von Rohstoffen an, die zugunsten der Herstellung neuester Kommunikationsgeräte benötigt werden. „Die Marktführer kennen keine Hemmschwelle“, so Geisler. Die Haltbarkeit der Geräte werde sogar nachweislich herabgesetzt, um Produktionsmasse und Verkauf anzukurbeln. Immer wieder führte Michael Geisler in seinem Vortrag den jungen Menschen vor Augen, wie sie mit ihren eigenen Möglichkeiten dem zerstörerischen Teufelskreis entgegentreten können. Recycling, Ressourcenschutz oder Kreislaufwirtschaft heißen da die wichtigsten Schlüsselbegriffe.

                     

Hinzu gesellt sich die Forderung nach Bescheidenheit oder Selbstverzicht. Es muss halt nicht immer das neueste Gerät sein, lautete der Appell an die Kinder, denen der Referent die Abgabe ausgedienter Handys zwecks Rohstoff-Rückgewinnung ans Herz legte. Überhaupt stand das Smartphone als begehrtes Freizeitobjekt und Statussymbol von Jugendlichen und Kindern im Mittelpunkt des Vortrages von Michael Geisler. Aber auch andere Gewohnheiten zum Nachteil unseres Lebensraumes Erde wusste der eloquente Experte aus dem bevölkerungsreichen Ruhrgebiet mit Witz und Geschick ins ökologische Bewusstsein der aufmerksamen Schüler zu rücken. „Zum Strom und Wasser sparen beispielsweise könnt ihr Kinder manchmal auch noch eure Eltern erziehen“, gab er den jungen Zuhörern am Ende als eine von vielen Verhaltensregeln mit auf den Weg, deren Beachtung auch den kommenden Generationen eine lebenswerte Existenz auf unserem schönen Planeten Erde ermöglichen soll.

„Eine impulsgebende und damit sehr empfehlenswerte Veranstaltung“ zeigte sich am Ende  Physiklehrerin Carina Theobald sehr zufrieden und sprach damit für alle, die an der virtuellen Reise rund um den Globus teilgenommen haben.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Feierlicher Empfang für die Allerjüngsten
52 frischgebackene Fünftklässler haben sich nach sorgfältigem Abwägen für die Alex-Deutsch-Schule als neuen Lernort entschieden. Hier werden sie künftig in zwei Klassen  unterrichtet. Eine ebenso abwechslungsreiche wie schwungvolle Begrüßung stand im Mittelpunkt des ersten Schultages.

Zusammen mit den Neulingen waren viele Eltern, Großeltern, Geschwister und auch gute Bekannte in die Aula gekommen. Trotz der imposanten Unterstützung waren für aufmerksame Beobachter so manche Spuren banger Skepsis in den meisten Kinderaugen zu erkennen. „Angst vor dem Unbekannten nehmen“ hatte sich deshalb Schulleiterin Stephanie Urschel als oberstes Gebot der Begrüßungszeremonie auf die Fahne geschrieben. Ein unbedingtes Muss angesichts der vielen Kinder aus fernen Lebensräumen, die teils noch mit erheblichen Verständigungsproblemen oder mit diversen Angsterlebnissen behaftet sind. „Wir haben Lehrer, die euch beim Erlernen der deutschen Sprache helfen“, ermunterte und beruhigte Stephanie Urschel in ihrer Eröffnungsrede gleichermaßen und verwies dabei auch auf eine gängige Erfahrung, der zufolge schon viele Schüler und Schülerinnen mit ausländischen Wurzeln sowie mit Flucht- und Migrationshintergrund im sicheren Schoß der Alex-Deutsch-Schule eine neue Heimat und damit eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen höherer Bildungsabschlüsse bis hin zum Abitur vorgefunden haben.

                                       

Für den verhinderten Fördervereinsvorsitzenden Reinhold Strobel entbot der frühere Schulleiter Arno Schley gemeinsam mit Doris Deutsch, der engagierten Witwe des schulischen Namengebers, Willkommensgrüße an die neuen Fünftklässler, ihre Eltern und an alle übrigen Begleiter. Eine große Spannung unter den kleinen Hauptakteuren dieses Vormittags wurde bei der Zuweisung in die beiden Klassen förmlich greifbar. Per Handschlag begrüßten die Lehrerinnen Nicole Karthein (Klasse 5a) und Eva Wabnitz-Hartmann (5b) dabei jeden einzelnen ihrer künftigen Zöglinge, bevor die Klassenräume bezogen wurden.

                                                

Für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Begrüßungsfeier hatten zuvor Schüler und Schülerinnen des sechsten und siebten Schuljahrganges gesorgt. Den Auftakt gestaltete ein Chor der Klassenstufe 6 mit dem Beatles-Evergreen „All Together Now“, bevor Laura Kowalski (7b) mit „All of me“ (John Legend) einen weiteren Hit in der erdumspannenden Weltsprache Englisch zum Besten gab. Großen Beifall gab`s auch für Lisa Kolling (7a), die mit „Vois sur ton chemin“ (Les Choristes – Schau auf deinen Weg) viel französisches Flair ins weite Rund der gediegenen Schulaula zauberte. Eine „musikalische Rede“ im Stil des Rap-Sprechgesangs, vorgetragen von Moderator Jan Grüntjes, gleichzeitig Co-Klassenlehrer der 5b, zeigte wunderbar auf, wie völlig anders als noch vor drei, vier Jahrzehnten die Fünftklässler von heute „ticken“. Nachwuchstalent Alexander Dammer (7b)  war es, der mit einem gefühlvollen Vortrag von Rapper Sidos deutschsprachigem Chart-Erfolg „Astronaut“ den musikalischen Schlussakkord einer rundum gelungenen Veranstaltung setzte. Unbedingt erwähnenswert ist aber auch die Vorführung der schulischen Tanz-AG wenige Minuten zuvor. Zu orientalischen Klängen und schlangenähnlichen Bewegungen warfen die vier Tänzerinnen Aischa, Lara, Lea und Larissa inmitten des multikulturell angehauchten Fluidums unentwegt charmante Handküsse in das begeisterte Publikum, trefflich passend zur Begleitmusik „Kiss kiss“ der türkischen Sängergröße Tarkan.

                                                                   

Den Machern der Veranstaltung war es einmal mehr gelungen, den weltoffenen und von Toleranz geprägten Charakter der Alex-Deutsch-Bildungsstätte hervorzuheben. Inmitten einer grünen Oase Wellesweilers gelegen, erfreut sich die weiterführende Gemeinschaftsschule nach wie vor einer großen Beliebtheit unter Schülern, Eltern und Lehrern, was alleine schon die aktuellen Anmeldezahlen belegen. Mit Spannung wird bereits jetzt Ausschau in Richtung der nächstjährigen Schulneulinge gehalten. 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Juli 2016

Sportliche Vergleiche und rote Rosen zum Abschied  

49 Schulabgänger ins weitere Leben entlassen

Insgesamt an 49 Jungen und Mädchen aus den Klassen 9c, 10a und 10b konnte Schulleiterin Stephanie Urschel gemeinsam mit den Klassenlehrern im Rahmen einer würdigen Abschlussfeier im katholischen Pfarrzentrum ihr Zeugnis überreichen. Viele Sonderauszeichnungen gab es obendrein.

„Ich habe fertig“, mögen viele der Jungen und Mädchen gedacht haben, als sie ihre Diplome der Mittleren Reife bzw. des Hauptschulabschlusses in den Händen hielten. „Ich habe fertig“, aber nicht im Sinne der legendären Wutrede des früheren Bayerntrainers Giovanni Trapattoni, sondern neben der üblichen Abschiedstristesse einfach nur aus Freude darüber, jetzt in einen neuen und spannenden Lebensabschnitt eintauchen zu dürfen. Auch abseits der Erinnerung an den Startrainer Trapattoni stand die Verabschiedung ganz im Zeichen des unmittelbar bevorstehenden EM-Halbfinales Frankreich gegen Deutschland, was die fußballkundige Schulleiterin Stephanie Urschel treffsicher als Steilvorlage zu vielen Vergleichen aus der Welt des Fußballs zu nutzen wusste. Einen ausführlichen Dank für die begleitende Unterstützung über all die Jahre entbot sie dabei in Richtung „Ehrentribüne“ an ihren früheren Teamchef Arno Schley, an Doris Deutsch, den Fördervereinsvorsitzenden Reinhold Strobel, an Dieter Steinmaier als frisch gebackenen Ortsvorsteher von Wellesweiler, an Petra Peifer als Leiterin der befreundeten Grundschul-„Talentschmiede“ von nebenan und natürlich auch an die treuen Vertreter der regionalen Presse.   

                       

„Das Trainingslager an unserer Schule ist beendet, stürmt jetzt auf dem Spielfeld nach vorne, vermeidet Abseits und  beachtet vor allem das Gebot der Fairness. Dann wird der Erfolg trotz manchmal holpriger Platzverhältnisse euer sein“, so Stephanie Urschels Appell an die Abschlussschüler. Deren Vertreter Valerie Spies und Tobias Henning bedankten sich ihrerseits bei allen Lehrern, von denen sie auf ihrem Weg tatkräftig in allen Belangen unterstützt wurden. Mit musikalischen Beiträgen begeisterten einmal mehr die Gesangsikonen Sofia Macievskij aus der 10b mit einem Hit auf Russisch („Tak zhe“), Seline Dörr aus der 10a (Goodbye my Lover“) und ihre Klassenkameradin Hannah Thiel („Skyfall“).  Sie alle sind aufgewachsen in der Karaoke-AG von Musik-Coach Hans-Jürgen Geiger, der die Veranstaltung einmal mehr glänzend organisierte und wie so oft von Wehmut gepackt wurde, wenn Talente wie Sofia, Seline oder Hannah künftig nicht mehr in seiner Mannschaftsaufstellung erscheinen. Nicht nur dort, sondern auch im alltäglichen Schulleben spielten die drei eine ähnliche Rolle wie Jerôme Boateng, der sich in der Fußball-Nationalmannschaft als Vorbild und respektierter Anführer unentbehrlich gemacht hat. Sofia und Seline begeisterten schließlich auch beim gemeinsamen Vortrag des Hits „Je veux“, damit ganz der französischen Sprachenkampagne huldigend und den multikulturellen und toleranten Charakter der Alex-Deutsch-Schule betonend.

                                                             

„Wir sind groß“ von Mark Foster schallte es zum Abschluss der Feier durch die atmosphärisch schöne Veranstaltungshalle, von allen Schülern gemeinsam vorgetragen. Kernstück im Programm bildete naturgemäß die Zeugnisausgabe an die Klassen 9c (Leitung Eva Wabnitz-Hartmann und Jan Grüntjes), 10a (Nicole Karthein) und 10b (Ulrike Rothermel). Zeitgleich erfolgte die Ehrung der Notenbesten, der sozial besonders Engagierten und der individuell besonders engagierten Schüler (Namen siehe Info-Kasten) durch den Fördervereins-Vorstand Reinhold Strobel und Arno Schley sowie durch Doris Deutsch. Im Stile eines versierten Stadionsprechers führte Jan Grüntjes gewohnt wortgewandt durch das Programm. Nicht genug damit, mit einem munteren Rap nach dem Original „Berlin City Girl“ von Culcha Candela ließ der Gitarrist und Sänger einer bekannten Rockband die Eigenheiten jedes einzelnen Schülers der Klasse 9c zur Erheiterung all der vielen Besucher, Eltern, Erzieher, Geschwister, Großeltern, Freunde, und Lehrer noch einmal Revue passieren. 

 

Auf einen Blick  
 

Den Mittleren Bildungsabschluss haben 30 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 erreicht.                                 

Den Hauptschulabschluss erzielten 19 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 9.

Klassenbeste gemäß Notendurchschnitt

 9c :    Joudi Abdul Hanan (Durchschnitt 1,57)                                                                                                                                     

10a :  Kahled Rachid (1,85)

10b :  Lea Hauser (1,92)

 Vorbildliches Sozialverhalten

Seline Dörr (10a), Tobias Henning (10b) und Joudi Abdul Hanan (9c)

Preis des Fördervereins der Schule für besonderes individuelles Engagement          
(
Die genannten Schüler wurden von der Klassengemeinschaft in geheimer Wahl ermittelt):        

Berfin Akan und Lucas Meier (beide 9c), Roberto La Spina und Seline Dörr (beide 10a), Sofia Macievskij und Lea Hauser (beide 10b)

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Kopf, Herz und Hand halten sich die Waage
Wellesweiler Sechstklässler setzen auf die Wissenswerkstatt   

Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Die Klasse 6b der Alex-Deutsch-Schule in der Wellesweiler Pestalozzistraße hat sich - passend zu ihrer Postanschrift - Pestalozzis ganzheitlicher Lerntheorie angeschlossen und in der Wissenswerkstatt Saarbrücken den idealen Kooperationspartner dafür gefunden. Die Basiskurse rund um die Themen Wasser und Strom sind bereits absolviert. Zwei weitere Lehrfahrten im neuen Schuljahr sollen dafür sorgen,  dass die Phänomene des Faches Physik weiterhin eine spannende und buchstäblich begreifbare Angelegenheit für die Kinder bleiben.

Klassenleiterin Carina Theobald, Fachlehrerin für Physik und Mathematik und von früher Jugend auf bekennende Anhängerin fortschrittlicher Lego-Technologie, stieß durch Zufall auf das von namhaften Industriebetrieben der Region gesponserte Projekt im neu angelegten Saarbrücker Gewerbegebiet „Quartier Ostbahnhof“. Hier, im herrlich restaurierten historischen Busdepot, hatte vor exakt zwei Jahren der Verein „Wissenswerkstatt e.V.“ feierlichen Einzug gehalten und hält seitdem für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren ein reichhaltiges Angebot an kostenlosen Kursen in Metall- und Holzbearbeitung sowie in Elektro- und Steuerungstechnik parat, ergänzt durch die Möglichkeit eigenständigen Forschens in Laboren für Physik und Robotik.

                       

Auch die Kinder der Alex-Deutsch-Schule haben hier letzten März und jetzt nochmals in altersgemäßer Weise viel Wissenswertes über Strom und Wasser erfahren und durften in der Folge, sozusagen als Herzstück der ausgeschriebenen Basiskurse, das erweiterte Wissen unter strenger Beachtung der gängigen Sicherheitsbestimmungen auch in praktischer Handwerksarbeit an professionellen Arbeitsgeräten erproben. Dieses in klar strukturierten Schritten bei sachkundiger Anleitung und immer unter den wachen Augen der zuständigen Betreuer, auf deren handgeschriebenen Namensschildchen üblicherweise nur die Vornamen ersichtlich sind, zweifellos eine vertrauensbildende Maßnahme. Hinter der freundlichen Empfangsdame „Nicole“ verbirgt sich die promovierte Naturwissenschaftlerin Nicole Maas, gleichzeitig Leiterin der Einrichtung im noblen „Quartier Ostbahnhof“, während Elektrotechnikermeister „Sascha“ (Cattarius) die Aufgabe des Werkstattleiters mustergültig verwaltet.

                                             

Das gut harmonierende Duo verfügt über eine große Erfahrung im Umgang und in der Anleitung von jungen Menschen, das merkten die Besucher aus Wellesweiler sofort. Und beide, Maas wie Cattarius, sicherten sich durch ihre gewinnende Art im Handumdrehen auch das Vertrauen der fünf  Flüchtlingskinder in der Klasse. Die strahlenden Augen der vom Schicksal hart geprüften Kinder nach erfolgreicher Fertigstellung ihrer Werkobjekte sprachen Bände und bestätigen die Verantwortlichen obendrein in ihrem Konzept, welches einer perfekten Sprachbeherrschung und überbordenden Theorie  keine dominierende Rolle einräumt. Apropos eigenständig gefertigte Werkstücke!  Die „Kerzendampfer“ zur Demonstration der Wasserkraft und die Elektroventilatoren inklusive Glühlämpchen durften die Kinder mit in die Schule nehmen. Dort wurden hausintern Urkunden und kleine Preise für die sorgfältigsten Arbeiten und das ansprechendste Design ausgeteilt. Höchstnoten erhielten Justin Dolak für seinen Kerzendampfer und Laura Lindner für ihr Werkstück auf dem Gebiet der Basis-Elektronik.

Beeindruckt über die Leistungen aller Kinder zeigte sich auch die Schulleiterin Stephanie Urschel. Nicht zuletzt deshalb, weil der Schule nach einer bestimmten Anzahl erfolgreicher Besuche die Verleihung eines Zertifikates in Aussicht gestellt ist. Als noch bedeutsamer aber bewerten alle Beteiligten den Aspekt, dass der Forderung nach einer frühzeitigen Berufsorientierung der Heranwachsenden Rechnung getragen wird und die rührige Industrie den Ausbildungsnachwuchs erhält, den sie mit großzügigen Maßnahmen wie dieser umwirbt.  

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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April  2016

Eine individuelle Note für den Klassenraum
8b freut sich über gespendete Schultafel

Wie man sich in Zeiten klammer finanzieller Mittel selbst behelfen kann, stellte kürzlich die Klassengemeinschaft der 8b durch eigenhändige Renovierung ihres Saales unter Beweis. Der Schulförderverein sowie Kuratoriumsmitglied Doris Deutsch von der Alex-Deutsch-Stiftung spendierten obendrein eine fabrikneue Tafel im Wert von 1300 Euro und  würdigten damit das tolle Engagement der Schüler, Eltern und der Klassenlehrerin Tatjana Caspary.

„Nachdem der Schuletat durch andere unverzichtbare Ausgaben nahezu ausgereizt war und lediglich noch die Anschaffung eines neuen Schrankes und der Farben ermöglichte, entsannen wir uns des Mottos „Do it yourself“, blickt Caspary etwas nachdenklich, aber auch mit viel Stolz auf den gemeinschaftlichen Kraftakt zurück. Dann hebt die Fachlehrerin für Mathematik und Chemie,  durch und durch auch engagierte Pädagogin, noch den kreativ-erzieherischen Effekt der Unternehmung hervor. „Was die Jugendlichen selbst nach eigenen Wunschvorstellungen gestalten, werden sie im Alltag auch viel besser beachten und pfleglich behandeln“, lautet ihre These, die keineswegs nur einem Wunschdenken entspringt. Denn auch noch ein paar Wochen nach Fertigstellung strahlt der ehemals trostlose Klassensaal in frischen blau-weißen Farben, während die neuen, von einem Elternpaar gesponserten Vorhänge in den kommenden Sommermonaten für erträgliche Temperaturen am Lernort der 8b sorgen werden. Einige emsige Erwachsene um Klassenelternsprecherin Sandra Müller hatten zuvor an zwei Nachmittagen und einem Vormittag gemeinsam mit einem Großteil der Schüler sowie der Klassenlehrerin fleißig gewerkelt und gestrichen, bevor eine neue Tafel sozusagen als Sahnestückchen an der Frontseite platziert werden konnte. Für die Finanzierung des wichtigsten Utensils eines jeden Klassenraumes hatten hälftig eine Privatspende von Doris Deutsch sowie ein Zuschuss des Schulfördervereins unter dem Vorsitz von Reinhold Strobel gesorgt. Die Klasse bedankte sich dafür jetzt mit einer schön gestalteten Urkunde und vielen herzlichen Worten an die Adresse der Spender.

                                                           

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Ein multikulturelles Buffet zum vierten Gedenktag
Alex-Deutsch-Schule gedachte ihres Namensgebers

Am 9. Februar 2011 verstarb im hohen Alter von 97 Jahren Alex Deutsch. Zum vierten Mal ehrte jetzt die Schulgemeinschaft ihren Namensgeber durch Projektpräsentationen, die im Vorfeld der feierlichen Veranstaltung von allen Klassen erarbeitet und eingeübt wurden. Die Themen beinhalteten dabei einen engen Bezug zu  den besonderen Anliegen und Leitzielen von Alex Deutsch, der bis zu seinem Tode für Toleranz und ein friedliches Auskommen aller Menschen geworben hatte.

Kinderzeichnungen mit Frühlingsmotiven und bunt bemalte Ostereier an den Wänden der Aula erinnerten noch lebhaft an das farbenfrohe und gemeinsam mit der Grundschule gefeierte Frühlings-Begrüßungsfest wenige Tage zuvor. „Genau so hätte es Alex Deutsch gewollt, das Leben bejahend, keine Gleichgültigkeit gegenüber den Mitmenschen und schon gar kein Konkurrenzdenken, sondern ein Leben miteinander und ein Lernen voneinander“, brachte Schulleiterin Stephanie Urschel die Lebenseinstellung des verstorbenen Namensgebers auf den Punkt. Als Ehrengäste begrüßte Urschel ihren eigenen Amtsvorgänger Arno Schley, die Alex-Deutsch-Witwe Doris Deutsch, Ortsvorsteher Hans Kerth,  Grundschulrektorin Petra Peifer mit Kollegin Claudia Thommes, den Fördervereinsvorsitzenden Reinhold Strobel, Elternsprecherin Anne Kolling sowie als Vertreter des Landrates Karlheinz Müller, dem in treffenden Worten der schwierige Brückenschlag vom aktuell stattgefundenen Terroranschlag in Brüssel zum Alex-Deutsch-Gedenktag gelang.  

Dass sich an diesem Abend mehr als 20 unterschiedliche Nationalitäten, darunter viele Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten,  in harmonischer Eintracht unter dem Dach der Schule versammeln würden, hätte zu Lebzeiten des posthum Geehrten niemand erahnen können. Ein multikulturelles Buffet der Klassen 9a und 9b im Raum der Begegnung lieferte dabei einen sichtbaren und zugleich außerordentlich schmackhaften Beleg für die belebende Vielfalt an Nationen und Kulturen. Vieles, was die einzelnen Klassen diesmal unter der exzellenten Moderation von Religions-Fachleiter Jan Grüntjes und der ebenso erfolgreich gestemmten Gesamtregie seines Musikkollegen Hans-Jürgen Geiger präsentierten, hing mehr oder weniger mit der aktuellen Flüchtlingsthematik zusammen.

                                                   

So beschäftigten sich die Kinder der 5a mit der Frage, was Freundschaft und Zusammenhalt bedeuten, während die 5b einen genauen Blick auf die Probleme von Kindern aus bestimmten Regionen der Welt richtete. Dass man denen, die in Not sind, selbstverständlich hilft, demonstrierte die fantasievoll geschminkte Klasse 6a anhand eines Theaterstücks nach der Buchvorlage „Komm, sagte die Katze“. Den Film „Zuflucht gesucht“, in dem fünf ganz individuelle Flüchtlingsschicksale geschildert werden, machte die 8b zur Grundlage ihres Auftrittes, während die 9c eine selbst hergestellte Fotostory zum Thema Konflikt und Gewalt auf die Leinwand projizierte und dem staunenden Publikum ein Mobile zum gleichen Thema vorstellte. Wie mit Mobbing und Cybermobbing via Smartphone und WhatsApp umgegangen werden kann, zeigte die 6b im Rahmen einer Plakatvorführung, eines Gedichtes und eines selbst produzierten Videoclips. Mit dem Entstehen und den Folgen von Jugendalkoholismus hatte sich auch die Klasse 8a einer Problematik von hoher Brisanz angenommen. Rauschenden Beifall für ihre meisterhafte Zwei-Personen-Aufführung zum Thema Alkoholabhängigkeit erhielten dabei Daria Salemi und Lisa Benkert.  Als klassischer Programmpunkt der traditionellen Veranstaltung durfte eine klare Absage an alle Formen extremer Gewaltherrschaft nicht fehlen. Mit ihrer Analyse der Filme „Das Tagebuch der Anne Frank“ und „Der Junge im gestreiften Pyjama“ waren die beiden Siebener- bzw. Zehnerklassen in das beklemmende Milieu des Nationalsozialismus eingetaucht, um jetzt ihre Eindrücke über die schlimmen Einzelschicksale an andere Jugendliche weiterzugeben. Ein selbst getextetes Lied der Klassen 6a und 6b als Hommage für Alex Deutsch und gleichzeitig  Geschenk für seine Witwe ging vielen unter die Haut und ließ hier und da sogar Tränen der Rührung aufblitzen. „Wir haben Sie alle sehr gerne!“ Mit diesen emotionalen Worten an Doris Deutsch beschloss Schulleiterin Stephanie Urschel eine Veranstaltung, die in der Erinnerung noch lange nachhallen wird.      

Hintergrund

Alex Deutsch wuchs als deutscher Jude in Berlin auf. 1943 wurde er mit seiner jungen Familie ins KZ Auschwitz deportiert. Seine Frau Thea und der zweijährige Sohn Dennis wurden gleich nach ihrer Ankunft ermordet. Alex Deutsch überlebte den Holocaust. Seine anfänglichen Rachegedanken wandelte der spätere Wahl-Saarländer in die Lebensaufgabe um, als Zeitzeuge in Schulen aufzutreten und die Jugendlichen durch fesselnde Vorträge zu mehr Mitmenschlichkeit und Toleranz anzuhalten. Im Jahre 2001 wurde die Erweiterte Realschule Wellesweiler nach dem Wiebelskircher Friedensbotschafter und Aufklärer gegen den Nationalsozialismus benannt. Doris Deutsch setzt bis heute das Lebenswerk ihres 2011 verstorbenen Mannes fort.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Willkommen lieber Frühling
Gemeinsam mit der Grundschule den Lenz begrüßt

Drei Tage vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn gaben sich die Klassenstufen drei bis fünf der Grundschule und der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler ein ganz besonderes Stelldichein. Mit Instrumenten aller Art, Gesang, szenischem Spiel, Gedichten und selbst gezeichneten Frühlingsmotiven wurde dem nahenden Lenz eine ganze Palette an Willkommensgrüßen entboten.

                                     

Als Ehrengast hatte sich neben Wellesweilers Ortsvorsteher Hans Kerth und Doris Deutsch auch die wärmende Sonne als heiß ersehnte Vorbotin des Frühlings in der toll ausstaffierten Aula der Alex-Deutsch-Schule eingefunden, um die Szenerie durch eine mit rund 80 bunten Papphäschen behangene Fensterfront stimmungsvoll zu beleuchten. „Ein idealer Rahmen für die vielen Darbietungen, die von den Kindern in wochenlanger Vorbereitung eingeübt wurden“, freuten sich unisono die beiden Schulleiterinnen Petra Peifer und Stephanie Urschel in ihren Begleitansprachen. Reichlich Beifall gab es als Lohn der Mühe für die vielen Lieder, Gedichte, einen Oster-Sketch, ein Mini-Musical, einen Frühlings-Rap und das abschließende „Frühlingsgeräusche-ABC“. Hans-Jürgen Geiger, der gekonnt durch das Programm führte, lobte am Ende alle Kinder über den grünen Klee. „Ausnahmslos“, wie der landesweit tätige Fachleiter für Musik  betonte, um dann bei einem Schüler aber doch eine Ausnahme zu machen. Lukas Devcic aus der Klasse 3.1 war es nämlich, der nach seinem Akkordeon-Solovortrag „Puppentanz“ das begeisterte Publikum förmlich von den Sitzen riss. Sehr zufrieden äußerten sich am Ende beide Schulleiterinnen über den Erfolg der jüngsten gemeinsamen Veranstaltung mit den erfüllten Zielvorgaben einer weiterhin guten Nachbarschaft und gedeihlichen Zusammenarbeit.

 

 

Alle Programmbeiträge im Überblick:

Klassen 5a und 5b (Lehrkräfte Stephanie Roth und Dan Billes):
Frühlingslied zur  Begrüßung, Frühlings-Rap und Gedicht „Frühlingsgeräusche ABC“ zum Ausklang

Klasse 3.1 (Christine Pfeifer):
Lied „Ich lieb den Frühling“, Akkordeon-Vortrag, „Puppentanz“ von Lukas Devcic, Blockflötenvortrag „Ein Hase saß im grünen Tal“ von Laura Spaniol

Klasse 3.2 (Ellen Minke): Sketch „Oster-Talk“

Klasse 4.1 (Kathrin Jung): Mini-Musical „Auf der Suche nach dem Frühling“

Klasse 4.2  (Susanne Hippchen): Lied „Im Land der Blaukarierten“, Gedicht von James Krüss „Der Sperling und die Schulhofkinder“

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Januar 2016

Der Duft der großen weiten Berufswelt
Achtklässler stellten Ergebnisse ihrer Praktika vor

Über die Dauer von drei Wochen absolvierten 51 Achtklässler unserer Schule ihr Betriebspraktikum in Neunkirchen und Umgebung. Am 2. Februar informierten die beiden Klassen 8a und 8b im Rahmen einer musikalisch untermalten Abendveranstaltung Eltern, Lehrer, Mitschüler sowie eine Vielzahl weiterer Gäste über die ersten Gehversuche in der bunten Welt der Berufe. Ihre Erfahrungen an den einzelnen Praktikumsstellen präsentierten die Schüler und Schülerinnen dabei auf schön dekorierten Plakaten. Sehr zufrieden äußerte sich Schulleiterin Stephanie Urschel über den Praktikumsverlauf und das Durchhaltevermögen der jungen Leute. Weiter richtete Urschel Worte des Lobes und des Dankes an alle beteiligten Firmen und Betriebe sowie an die betreuenden Lehrkräfte Andrea Moll, Erik Hoffritz, Tatjana Caspary und Jan Grüntjes.

                           

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Englisch und Französisch halten sich bald die Waage
Will-Kommen-Tag mit vielen Aktionen und Attraktionen

Viel Mühe hatten sie sich zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern gegeben, die insgesamt 13 Klassen der Alex-Deutsch-Schule. Am Samstag, dem 30. Januar 2016, standen alle Türen für eine ungehinderte Einsichtnahme in verschiedene Unterrichtsaktivitäten offen.

Von den ansprechenden Darbietungen und Mitmachaktionen in den Klassensälen und Funktionsräumen der Schule zeigten sich insbesondere die ganz jungen unter den  interessierten Besucher angetan. Spektakuläres gab es wie gewohnt im Physik- und Chemiesaal zu erleben, Handfertigkeit und Kreativität in Arbeitslehre oder Bildender Kunst, digitale Bearbeitungstechniken im PC-Saal, Schmackhaftes in der Schulküche, Treffsicherheit und Gewandtheit in der schön ausstaffierten Sportarena, die Faszination der Natur im Raum der Biologie oder andächtige Stille beim so genannten individuellen Lernen ganz zu Beginn der Unterrichtsdarbietungen.

                                         
 

                     

Dass auch meist klassensaalgebundener Unterricht spannend sein kann, bewiesen beispielsweise Lernspiele in der Fremdsprache, ein Bibelquiz in der Religionsstunde, Kommunikationstraining in Sozialkunde oder eine eingängige Studie zu „Kindern dieser Welt“ im Fach Gesellschaftswissenschaften.  Eine Sonderrolle fiel auch in diesem Jahr der musikalischen Umrahmung des Willkommen-Tages zu. Im proppenvollen  Musiksaal, „Heiligtum“ des Fachlehrers Hans-Jürgen Geiger, wohnten die Besucher, darunter Doris Deutsch, der Wellesweiler Ortsvorsteher Hans Kerth oder Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann, dem gekonnten „Klassenmusizieren“ der beiden Sechserklassen und den Karaoke-Beiträgen der versierten Sängerinnen aus den oberen Schuljahrgängen bei.

                                                   

Ein idealer Rahmen schließlich für die kurzweiligen und bildgestützten Ausführungen der Schulleiterin Stephanie Urschel zu einer stetigen Aufwärtsentwicklung der Alex-Deutsch-Schule, zu allgemeinen Abschlussmöglichkeiten in der Schulform und zu speziellen wie allgemeinen Fakten des schulischen Alltags und Zusammenlebens inmitten einer Zeit rasant schneller gesellschaftlicher Veränderungen. Als kleine Sensation dürften aufmerksame Zuhörer dabei eine Neuerung in der traditionell verankerten Sprachenfolge  aufgenommen haben. Ab dem kommenden Schuljahr werden Französisch und Englisch in der Klassenstufe fünf und sechs gleichberechtigt im Rahmen des Pflichtunterrichts erteilt. Ab Klassenstufe sieben dürfen die Schüler dann frei entscheiden, welcher Sprache sie bis zur Abschlussprüfung den Vorzug geben wollen. Dies geschehe im Zuge eines Modellversuches, für den sich die Alex-Deutsch-Schule als eine von drei saarländischen Einrichtungen erfolgreich beworben habe, so die Schulleiterin.

Anmeldungen für den Eintritt in die Klassenstufe fünf der Alex-Deutsch-Schule werden zu folgenden Zeiten entgegengenommen:

Mittwoch, 17. Februar 2016 bis Dienstag, 23. Februar 2016 (jeweils von 8 bis 13 Uhr).

Am Samstag, dem 20. Februar, ist das Sekretariat zwischen 8 und 12 Uhr geöffnet. Andere Zeiten sind nach vorheriger Vereinbarung möglich. Erforderlich bei der Neuanmeldung sind das Halbjahreszeugnis sowie der Entwicklungsbericht der Grundschule.
 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann     

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November 2015

Ein Martinstreffen der besonderen Art
Wellesweiler Schulen wollen auf Tuchfühlung gehen

Das heimelige Fluidum des St. Martin-Patronatsfestes haben die Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule und die angrenzende Grundschule zum Anlass genommen, ihre gutnachbarschaftlichen Beziehungen einen großen Schritt nach vorne zu bringen. Ein erstes Zusammentreffen beider Kollegien, die künftig in vielerlei Hinsicht voneinander partizipieren möchten, fand im Raum der Begegnung statt.

Die beiden Schulleiterinnen Stephanie Urschel  und Petra Peifer  haben unübersehbare Gemeinsamkeiten. Beide übernahmen sie vor kurzer Zeit die Regentschaft in der Gemeinschaftsschule beziehungsweise der Grundschule und beide hegen sie seitdem den Wunsch, ihre beiden Kollegien einander anzunähern. „Das Alex-Deutsch-Kollegium stimmte dem Plan unverzüglich zu, ohne dabei die eigenen Motive in den Vordergrund zu stellen“, betont Stephanie Urschel im Nachhinein mit Seitenblick auf den harten Konkurrenzkampf der weiterführenden Schulen. „Die vielfältigen Projekte und kreativen Aktivitäten der Nachbarkinder im Bereich der Kultur sind unserer Aufmerksamkeit keineswegs entgangen und wir würden unsere Heranwachsenden durch gemeinsame Veranstaltungen gerne nochmals mit der kindlichen Begeisterung und Unbefangenheit aus ihrer eigenen Grundschulzeit konfrontieren“, so die Leiterin der Gemeinschaftsschule weiter. Ein Kompliment, das Grundschulchefin Petra Peifer postwendend zurückgibt. Auch sie hat schon einige Veranstaltungen der Nachbarn besucht und ist neben dem vielfältigen Talent der Schüler von dem „dauerhaft friedfertigen Geist“ angetan, mit dem Namensgeber Alex Deutsch seinerzeit seine Schule beseelte. „Miteinander leben lernen“ war stets ein ganz zentrales Anliegen des 2011 verstorbenen Holocaust-Überlebenden, das Urschel und Peifer auch künftig im Bewusstsein ihrer Kinder und Jugendlichen ganz weit nach vorn rücken wollen. Konkrete Pläne liegen bereits auf dem Tisch. Während sich am 21. Januar die  Viert- und Fünftklässler gemeinsam mit ihren vielen neuen Freunden aus den unterschiedlichen Krisen- und Kriegsgebieten Europas bzw. des nahen Ostens zu „Spielen ohne Grenzen“ in der Sporthalle einfinden, wollen beide Schulen am 18. März unter dem Motto „Willkommen lieber Frühling“ einen bunten Querschnitt ihres Repertoires in Bildender Kunst, Musik und szenischer Darstellung zum Besten geben. Aufbruchsstimmung also bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die sich jetzt zum besseren Kennenlernen im symbolträchtigen Raum der Begegnung einfanden, um in ungezwungener Weise die ersten zarten Banden einer neuen Freundschaft zu knüpfen. „Alex Deutsch hätte die Veranstaltung mit Sicherheit gut gefallen“, darüber waren sich am Ende alle einig. 

                                                                             

 

 

Foto 1    Nachbarschaftstreffen zweier Kollegien: Grundschule und Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler wollen künftig kooperieren.
Foto 2    Beim Austausch der Geschenke: Ulrike Rothermel, Steffen Brachetti und die Schulleiterinnen Stephanie Urschel und Petra Peifer (von links)
Foto 3    Angeregte Gespräche im herbstlich dekorierten Raum der Begegnung

 Text und Fotos: Erich Hoffmann         

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Zooelefant Kirsty half bei der Integration
Die Aktion „Helping Friends“ der Alex-Deutsch-Schule hat Fahrt aufgenommen

„Helping Friends – Schüler helfen Schülern“ hat sich eine Arbeitsgemeinschaft der Alex-Deutsch-Schule auf ihre Fahnen geschrieben. Anhand einer ganzen Palette an Maßnahmen soll neu eingetroffenen Mitschülern aus verschiedenen Ländern die Eingewöhnung in der neuen Heimat leichter gemacht werden. Ein Besuch im Neunkircher Zoo bildete dabei den Auftakt.

 Insgesamt 17 Schüler hatten sich einen Tag vor dem Martinsfest auf den Weg in den städtischen Tierpark gemacht. Eine gute Mischung aus betreuenden „Paten“ sowie aus Kindern und Jugendlichen, die von Neunkirchen bisher nur wenig gesehen haben und die deutsche Sprache noch gar nicht oder nur sehr schlecht beherrschen. Keine Frage, dass dabei solche selbstverständlich scheinende Dinge wie Bushaltestelle suchen, Fahrplan lesen oder sich via Hinweisschilder überall orientieren, ganz oben im Katalog der Lernziele angesiedelt sind. Während das Füttern von Tieren weltweit nach gleichen Ritualen abläuft, stellt das Postulat „Spaß haben“ für viele der zugereisten und teils traumatisierten Kinder aber schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr dar. Ergreifend deshalb zu sehen, welch seliges Lächeln die Neunkircher Zootiere  in die Gesichter von Rashedeh, Ali, Sajedeh, Darius, Roudi, Jin, Abdulmalek oder Juan zauberten. Keineswegs eine einseitige Freude, denn die gewichtige Elefantendame Kirsty dürfte schon lange nicht mehr in den Genuss so vieler Karotten und Streicheleinheiten  gekommen sein wie an diesem Morgen. Aber auch die Schafe, die Paviane, die wieselflinken Hasen oder die zutraulichen Wellensittiche scheuten nicht den engen Kontakt, den die Wellesweiler „Helping-Friends“ und ihre Schützlinge schon längst untereinander pflegen. Auf die beliebte Seehundfütterung musste am Ende aus Zeitgründen leider verzichtet werden, zugunsten einer zügigen Verpflegung der jungen Leute am Zoo-Imbiss. Und Zeit blieb auch noch für das obligatorische Gruppenfoto, auf dem eine Gemeinsamkeit aller Teilnehmer für die Ewigkeit festgehalten ist: Herrlich blaue Zungen, eine Folge der freundlichen Lutscher-Spende vom Pommes-Stand.

                                           

Die betreuende Lehrerin und AG-Leiterin Ulrike Rothermel sieht in der Vielfalt der Schüler aus den unterschiedlichen Herkunftsländern eine Herausforderung und eine Chance für die Gesellschaft zugleich. „Die meisten der jungen Zuwanderer saugen die Hilfsangebote zur Bewältigung des Alltags ebenso wie die vielen schulischen Lernangebote förmlich in sich auf und werden aller Voraussicht nach für eine Bereicherung des Arbeitsmarktes sorgen, der ja ständig auf der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften ist“, so Rothermel, die als gebürtige Wienerin und außerdem enge Mitarbeiterin in der Schulleitung dem Thema Migrantenbetreuung schon immer ein besonderes Augenmerk gewidmet hat. Insgesamt 27 junge Mitstreiter konnten sie und ihre AG „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ im Zuge des Projekts „Helping-Friends“ bereits gewinnen, die den vielen zugewanderten Jungen und Mädchen aus den verschiedenen Krisenregionen jetzt wertvolle Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags, beim Sprachenerwerb oder beim Zurechtfinden im sozialen Umfeld anbieten können. Vertrautheit schafft dabei unter anderem auch ein regelmäßiges, gemeinsam eingenommenes Frühstück. Und jetzt, nach dem tollen Zoobesuch, freuen sich alle schon riesig auf das nächste große Event, ein gemeinsames Backen von Plätzchen und anderem leckeren Gebäck in der neuen Lehrküche der Alex-Deutsch-Schule.

Hintergrund: Die Alex-Deutsch-Schule beherbergt eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, teils noch ganz ohne deutsche Sprachkenntnisse. Auf die jüngste Zuwanderungswelle hat die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ mit dem selbst betitelten Projekt „Helping-Friends“ reagiert. Kostenintensive Maßnahmen werden ermöglicht durch finanzielle Zuschüsse der Initiative „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Neunkirchen in Verbindung mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Foto 1    Vertrauensbildende Maßnahmen: Darius mit Wellensittich
Foto 2    Reichlich Karotten für die Elefantendame Kirsty
Foto 3    Gruppenbild mit blauen Zungen

 Bericht: Schule      Fotos: Ulrike Rothermel                                                                                                                                                                                                                        

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September 2015

Frieden und Freiheit sind keine Selbstläufer -
Wellesweiler Abschlussklassen besuchten KZ-Gedenkstätte

Auch in diesem Herbst machten sich drei Abschlussklassen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule auf die traditionelle Reise zur KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof unweit der Vogesenmetropole Straßburg. Ein ganz enger und trauriger Bezug der Maßnahme zum aktuellen Weltgeschehen stand auch diesmal im Hintergrund. Der anhaltende Massenexodus aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien oder Afghanistan vornehmlich in die Länder der Bundesrepublik zeigt im ganz engen Sinn des Begriffes „hautnahe“ auf, wie schnell und flächenbrandartig Hass, Unwissen und Intoleranz die gleichen mörderischen Strukturen zerstörerischer Macht und Gewalt wie zu Zeiten des Naziterrors hervorbringen können. Im trügerischen Gefühl eines ungewöhnlich langen Zeitraums von Frieden und Wohlstand verschließen die Menschen hierzulande trotzdem immer häufiger Augen und Ohren gegenüber den Fakten der Geschichte und wollen etwa die längst vergangene Geschichte „nicht schon wieder“ aufgewärmt haben. Die Wellesweiler Zehntklässlerin Sofia Macievskij hingegen ist sich sicher, dass Frieden und Freiheit, dauerhaftes Glück, Sicherheit und Geborgenheit langfristig nur durch Aufklärung und permanente Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gewährleistet werden können. Ein unabdingbarer Baustein für Sofia ist dabei das „mentale Eintauchen“ in die albtraumhafte Atmosphäre eines Konzentrationslagers, wie sie von allen Abschlussschülern in Natzweiler-Struthof erlebt werden kann. Ihre ganz persönlichen Eindrücke und Empfindungen schildert die fünfzehnjährige Schülerin im folgenden Bericht zur jüngsten
Expedition in die traumhaft schön gelegene Gedenkstätte im Gebirgs- und Waldmassiv der nördlichen Vogesen:

Am Dienstag, dem 29.09.2015, besuchten wir, die Abschlussklassen 9c, 10a und 10b das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof in Frankreich. Schon am Tag zuvor konnten wir uns innerlich auf das Ereignis einstellen, als uns ein Zeitzeuge des „Dritten Reiches“ besuchte und neben den Einzelheiten zu der geplanten Fahrt auch die Lebensgeschichte seiner Familie schilderte, die aufgrund der jüdischen Abstammung des Vaters verfolgt wurde (Anm.: Der erwähnte Zeitzeuge ist Horst Bernhard von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Gemeinsam mit dem Struthof-Experten Axel Brück bereitet er die Lagerbesichtigungen vor und führt sie durch). Auf der Busfahrt zum KZ wurde uns ein Dokumentarfilm über das Lager in Natzweiler-Struthof sowie über die geschichtlichen Zusammenhänge gezeigt, wobei uns an einigen Stellen eine Gänsehaut überzog. Immer wieder stellten wir uns die Frage, wie ein Mensch nur zu derart unmenschlichen Taten im Stande sein kann. Als wir unser Ziel im Elsass erreichten, wurde uns zunächst der Bahnhof gezeigt, an dem die Häftlinge wie Vieh „angeliefert“ wurden. Danach befuhren wir mit dem Bus den steilen Anstieg hoch zum Lager. Der Fußweg sei damals für die Häftlinge bereits so mörderisch gewesen, dass einige bereits hier ihr Leben ließen bzw. erschossen oder von Hunden tot gebissen wurden, erfuhren wir von der Reiseleitung. Die Stimmung im Bus war sehr angespannt, als wir uns dem Ort des Geschehens, dem Konzentrationslager Natzweiler-Struthof, näherten. Man sah viele Gebäude, hatte zunächst jedoch keinerlei Vorstellung davon, was sich darin befand. Uns wurden auch Orte außerhalb der Barackenanlagen gezeigt, an denen die Häftlinge schwere Arbeiten verrichten mussten. Die eigentliche Führung begann vor einem Tor, über dem in überdimensional großen Druckbuchstaben der Schriftzug "Konzentrationslager Natzweiler-Struthof" prangt. Noch nie erlebte ich unsere Klassengemeinschaft so still und in Gedanken vertieft als an diesem Schrecken erregenden Ort. Jeder versuchte, sich in die verzweifelte Situation der damaligen Häftlinge hineinzuversetzen. Wir können bis heute nicht begreifen, weshalb solche schreckliche Dinge ausgerechnet inmitten einer so herrlichen Umgebung passierten. Wieso Menschen die befohlenen Verbrechen als Opfer oder auch als Täter so lange ertragen konnten, ohne selbst wahnsinnig zu werden.

                                                                                            

Gleich nach dem Betreten des Lagers kamen wir zu einem haushohen Denkmal, welches einer Flamme ähnelt. Unter dem Beton liegt ein Häftling begraben, von dem weder Alter, Name noch Herkunft bekannt sind. Er gilt als stellvertretend für alle unschuldigen Menschen, die tapfer für die Freiheit gekämpft haben und gestorben sind. Weiter gingen wir zum Friedhof der damaligen Insassen. Gemeinsam begraben sind hier Christen, Juden, Muslime und Angehörige anderer Religionen. An solch einem Ort herrscht Ruhe und wieder schweiften die Gedanken zu den unvorstellbaren Taten zurück, die von normalen Menschen aus Zwang und Furcht, aber auch von unnormalen Menschen aus krankhafter Lust am Quälen und Töten begangen wurden. Von hier aus begaben wir uns zum Appellplatz.  Dieser wird beherrscht von einem weithin sichtbaren Galgen, welcher uns unglaublich verschreckte. Was muss ein Mensch getan haben, um aufgehängt zu werden? Die Antwort darauf erfuhren wir von einem Mann, der im KZ arbeitet und solche Rundgänge öfter macht. Er berichtete, dass die SS bestimmte Gefangene z.B. als „Geschenk“ an den Führer anlässlich verschiedener Feiern aufhängen ließ. Ihnen wurde ihr Leben vor der Versammlung für nichts genommen. Wie mussten sich die anderen Häftlinge dabei fühlen? 

                                                                      

Weiter ging es zum Krematorium. Als ich die Anlage betrat, überfiel mich ein schreckliches Gefühl. Ich konnte zunächst nicht zuhören und auch nicht hinsehen. Ich konnte nicht an einem Ort stehen, an dem sinnlos ermordete Menschen verbrannt wurden, manche womöglich noch bei lebendigem Leib. Aber dann tat ich es doch aus einem gewissen Respekt heraus, weil Augen und Ohren verschließen auch nicht die richtige Reaktion sein kann. Die Stimmung schien langsam jeden gepackt zu haben. Als unsere Begleiter uns von unglaublich grausamen Taten erzählten, wurde uns nach und nach bewusst, in welch einer schönen, sicheren und glücklichen Zeit wir momentan leben und wie wenig wir es im Grunde genommen zu schätzen wissen... 

                                                                                     

Dann wurden uns die anderen Räume im Krematorium gezeigt, wie zum Beispiel das Versuchslabor, in dem unschuldige Menschen zum Zwecke fragwürdiger anatomischer Experimente aufgeschnitten wurden, einige wiederum bei lebendigem Leibe und bei vollem Bewusstsein. Zuletzt durften wir auf dem Hof noch einen der nachgebauten Wohnblöcke besuchen, der heute als Museum dient. Darin fanden wir Betten, ein nachgebautes KZ als Kunstwerk, Bilder, Statistiken und einiges mehr. Die Bilder und Texte schockierten uns sehr. In einem Raum sahen wir die typischen gestreiften Anzüge, welche die unglücklichen Menschen tragen mussten. Ich konnte mir schlecht vorstellen, wie man den Winter mit solch einem dünnen Stoff überhaupt überleben konnte. 

Letzte Besichtigungsstation war dann die Gaskammer. Schon auf den ersten Blick sah man, was für ein schrecklicher Ort es war. Die "Gasduschen" waren erschreckend. In anderen Räumen sah man eine Art Waschbecken und Badewannen, welche tief in den Boden hinein reichten. An den Türen hingen Zettel über die Interviews mit dem berüchtigten Lagerleiter Josef Kramer, dem Mann, der ohne Bedenken einige Male eigenhändig Menschen vergast hat. Man weiß, dass darunter Kinder und Jugendliche in meinem Alter waren! 

Es sind so viele unverständliche Dinge passiert, welche ich so schwer nachvollziehen kann. Dennoch weiß ich, dass es auch heute noch Vergleichbares an anderen Orten der Erde gibt. Krieg und menschliches Leid sind keine Einzelfälle, nehmen sogar noch zu. Millionen Menschen sind unschuldig gestorben und auch ihren Familien wurde dadurch unsägliches Leid zugefügt. Deshalb müssen wir in Deutschland unaufhörlich daran arbeiten, das hart errungene Resultat eines langen Friedens zu verteidigen. Wir müssen uns auch noch mehr als 70 Jahren nach dem Nationalsozialismus in aller Intensität mit den schrecklichen Verbrechen der Verantwortlichen auseinandersetzen, damit sich so etwas nie mehr wiederholt. Ich persönlich hoffe, dass die Menschen durch ihre Erfahrungen klüger werden und sich gegen jede Art von Krieg, Terror und Ungerechtigkeit in unserem Land und anderen Ländern der Erde zur Wehr setzen, bevor es zu spät ist. 

Bericht: Schule und Sofia Macievskij  (Klasse 10b), Fotos von Ulrike Rothermel

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Juli 2015

Ein echter Ginkgo gibt niemals auf
Zerstörter Baum wurde feierlich ersetzt

Für Cornelia Hoffmann-Bethscheidter war es nicht einfach nur eine der letzten Amtshandlungen, sondern unübersehbar auch Ehrensache und ein ganz persönliches Anliegen. Trotz Terminfülle wohnte die scheidende Landrätin zwei Tage vor Ferienbeginn der Neuanpflanzung eines Ginkgobaumes auf dem Schulhof der Alex-Deutsch-Schule bei. Diesen hatte Hoffmann-Bethscheidter als Schulträgerin gestiftet, nachdem der Vorgängerbaum im Frühjahr von Unbekannten mutwillig zerstört worden war.

Neben der Chefin des Landkreises Neunkirchen und einem Vertreter des Kreistags waren viele weitere Gäste anwesend, um den symbolischen Wert der Pflanzaktion zu unterstreichen. Gekommen waren neben Doris Deutsch auch Willi Portz vom Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel, Reinhold Strobel als Vorsitzender des Schulfördervereins, Rektor a.D. Arno Schley, Professor Herbert Jochum, wie die fünf Vorgenannten dem Kuratorium der Alex-Deutsch-Stiftung angehörig, sowie Gerhard Keßler von der Bau- und Schulverwaltung.  Den äußeren Rahmen der Veranstaltung bei wunderschönem Sommerwetter bot die komplette Schulgemeinschaft, wobei die kommissarische Schulleiterin Stephanie Urschel Worte der Begrüßung und des Dankes an alle Beteiligten richtete und es dabei als Deutschlehrerin keineswegs versäumte, mit einem Goethe-Gedicht den deutschen Dichterfürsten auch als bekennenden Verehrer des Ginkgobaumes hervorzuheben.

Lehrer und Rockmusiker Jan Grüntjes führte nicht nur mit Können und Routine durch das Programm, sondern schlug als Religionspädagoge auch den Bogen zu den „verschiedenartigen und im Kern doch so ähnlichen“ Gottheiten dieser Erde, die für alle Schulkinder in der Begegnung mit der schönen und jetzt durch den Ginkgo bereicherten Natur auf dem Wellesweiler Schulhof greif- und erlebbar werden. Alle Redner und Rednerinnen bedauerten den kürzlich verübten Baumfrevel und betonten die hohe Symbolkraft des „Ginkgo biloba“, der zum Jahrtausendwechsel vom „Kuratorium Baum des Jahres“ zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends erklärt wurde.

Der Ginkgobaum verkörpert in der Tat Eigenschaften wie Kraft und Widerstandsfähigkeit, symbolisiert gleichzeitig Ruhe, Hoffnung und Freude an der Begegnung. Ein Baum, der übrigens in größerer Anzahl auch in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu Ehren von Alex Deutsch angesiedelt wurde. „Dem Vandalismus werden wir uns nicht beugen und werden notfalls immer wieder einen neuen Baum setzen.“, sagte Reinhold Strobel vom Schulförderverein, der 2004 auf Initiative der Alex-Deutsch-Stiftung das erste Exemplar gestiftet und auf dem Schulhof gepflanzt habe. „Jetzt, im zweiten Anlauf, möge doch eine Schulklasse die Patenschaft für die neue Pflanze übernehmen“, regte der Vorsitzende des Schulfördervereins abschließend an.

Die Jugend war es dann auch, die den letzten Akzent der morgendlichen Feierstunde setzte. Nachdem zuvor schon die Karaoke-Talente Sofia Macievskij, Lea Hauser und Seline Dörr sowie Gitarren-Neuentdeckung Alessandro Lipper passende Beiträge geliefert hatten, sorgten am Ende alle Kinder und Jugendliche mit einem Flashmob-Tanz zu den „Happy“-Klängen von Pharrell Williams für geradezu folkloristische Stimmung im weiten Rund des sonnenüberfluteten Schulhofgeländes.

                                                        

 

                                

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann   

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Nur beim Abschied weinte der Himmel
Gelungenes Sommerfest mit großer Abschlussfeier

Den ganz großen Schlussakkord des Schuljahres setzte das Sommerfest auf dem Pausenhof der Schule. Wie zuletzt im Jahre 2012 auch jetzt mit vielen Aktivitäten und der feierlichen Entlassung von insgesamt 48 Schulabgängern im Mittelpunkt des Geschehens. Der Wettergott spielte mit. Über weite Strecken drückte die Sonne der wunderschönen Veranstaltung den passenden Stempel auf.

Erst als die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Urschel das letzte Zeugnis an die 10a vergeben hatte, öffnete der Himmel für kurze Zeit seine Schleusen und vergoss dicke Tränen. Tränen sah man auch bei einigen Schülerinnen, die auf diese Weise ihrer Traurigkeit über den Abschied von Mitschülern, Lehrern und Betreuern sowie der lieb gewonnenen Alex-Deutsch-Schule freie Bahn verschafften.

Insgesamt aber überwog am Ende die Freude über die Abschlusszeugnisse, die überwiegend ausgezeichnete Erfolge attestierten. Die Prüfung hatten schlussendlich alle bestanden. Von den 28 Absolventen der Hauptschulklassen 9c (Isabell Riehm) und 9d (Erich Hoffmann) schafften 13 Jugendliche die besondere Qualifikation für berufliche Fachschulen. Alle 20 Jungen und Mädchen der Klasse 10a (Anna Katharina Baßler und Dan Billes) erreichten den mittleren Bildungsabschluss, davon vier mit der Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe. Schulsprecherin Julia Mast und ihr Stellvertreter Ömer Demirci bedankten sich in einer bewegenden Ansprache bei all jenen, die ihnen an der Alex-Deutsch-Schule Bildung und gleichzeitig Geborgenheit, Stärke und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vermittelt haben.

                                                           

Dann, pünktlich zu den Worten des Fördervereins-Vorsitzenden Reinhold Strobel, beschien wieder die Sonne das friedliche und von reichlich Grün umsäumte Szenarium des Schulhofes mitsamt den vielen feiernden Kindern, Eltern und Gäste. Für die musikalische Umrahmung sorgte einmal mehr mit viel Witz und Können der Musiklehrer, Moderator und Organisationschef Hans-Jürgen Geiger zusammen mit seinem Kollegen Jan Grüntjes, der Musikreferendarin Agnieszka Czura sowie den vielen bewährten Karaoke-Formationen der musikalischen Arbeitsgemeinschaften.

Sport, Tanz, Theater und eine „Doku“ der Anti-Rassismus-AG gab es überdies auf der Bühne zu bestaunen. Beginnend mit einem erfrischenden „Eis-Rap“ der ganz jungen Schüler aus den beiden Fünferklassen über eine amüsante Sketchdarbietung der 8b bis hin zu dem bejubelten Auftritt der Bauchtanz-AG unter Lehrerin Alexandra Decker-Jack war die leichte Muse sehr gut vertreten.

                                                                                  

Im Rahmen einer Seilsprungvorführung gelang dann der 12-jährigen Sajedeh Sayedi ein sensationeller Schulrekord für den Bereich der Klassenstufe 5, wobei das sportliche Mädchen afghanischer Herkunft den alten Bestwert von 120 Umdrehungen pro Minute um 20 Einheiten auf 140 steigerte.

Ein Vortrag der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durfte trotz ernsthaftem Hintergrund nicht fehlen. In einer Wechselrede berichteten fünf Jungen und Mädchen über den kürzlich stattgefundenen Ausflug zum feierlichen Jahrgedächtnis der Befreiung ins frühere KZ Natzweiler-Struthof. Eigens zu diesem Vortrag musste AG-Leiterin Ulrike Rothermel, an diesem Tag als Grillmeisterin tätig, ihre Rostwürste und Schwenkbraten für kurze Zeit verlassen. Die gebürtige Wienerin, maßgebliche Mitgestalterin des Festes, trug bei ihrer spontanen Moderation auf der Wellesweiler Bühne noch eine zünftige Grillkluft, unverzichtbares Accessoire saarländischer Schwenkkultur. „Ein Musterbeispiel für die perfekte Integration“, wie man der schwenkenden Allrounderin aus der Alpenrepublik hinterher augenzwinkernd versicherte.

                                                                                            

Neben reichlich Grillgut wurden an zahlreichen Ständen weitere kulinarische Kostbarkeiten offeriert, während im Schulhaus eine Kuchenfee (Nicole Karthein) samt Team ein naschhaftes Publikum anlockte. Wiederum im Freien betörten erfrischende Getränkeklassiker, exotisch-fruchtige Cocktails und sogar leckeres Früchteeis Herz, Auge und ganz besonders den Gaumen.

Dafür, dass an diesem angenehmen Samstagnachmittag keine Langeweile auftrat, sorgten außerdem eine umfangreiche Spiele-Olympiade, eine Tombola, ein Wissensquiz, Kinderschminken oder der Verkauf origineller Bastelarbeiten, ganz im Sinne umweltschonenden Recyclings. Den außergewöhnlichen Abschluss des offiziellen Teils hatten übrigens Schüler und Schülerinnen der Klassen 6b, 7a, 9a und 9b gestaltet, die unter den Klängen des weltumspannenden Ohrwurms „Happy“ von Pharrell Williams alle Festgäste zu einem sogenannten „Flashmob“ animierten.                 

                                                   

   

Am späten Nachmittag ging eine Veranstaltung zu Ende, deren Vorbereitung in die ganz heiße Phase brütender Sommerhitze gefallen war und die dennoch inmitten einer Zeit von Abschlussprüfungen und einer Vielzahl weiterer Anforderungen der schleichenden Ermattung keine Chance ließ. Umso herzlicher bedankte sich Stephanie Urschel hinterher bei allen Beteiligten, wobei sie auch die vielen Auf- und Abbauhelfer, die Projektleiter, Kuchen-, Sach- und Geldspender, Flaschen- und Gläsersammler, Spüldienste, Bon-Verkäufer, Zeltverleiher, Ansager und all die anderen guten Geister – Eltern, Lehrer, Schulbedienstete, Schüler und Schulverwaltung - in ihr Lob mit einschloss. „Es hat sich am Ende gelohnt und wir können dem nächsten Ereignis dieser Art mit Zuversicht entgegensehen“, so das Fazit der kommissarischen Schulleiterin zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

Bericht: Erich Hoffmann                Fotos: Erich Hoffmann und Charlotte Prick    

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Ein Hauch von Tausend und einer Nacht
Bauchtanzprojekt an der Alex-Deutsch-Schule

Mit einem Hobby, das sie selbst seit 12 Jahren betreibt, hat Lehrerin Alexandra Decker-Jack vor einiger Zeit eine quirlige Schar von sieben Mädchen des fünften und sechsten Schuljahres infiziert. Orientalischer Bauchtanz heißt das exotische Angebot, mit dem die stets um Toleranz und Globalität bemühte Alex-Deutsch-Schule jetzt auch den Schülerblick für fernöstliches Kulturgut weiten möchte.

Alexandra Decker-Jack, die sportlich agile Lehrerin für Deutsch und evangelische Religion, kam zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres an die Alex-Deutsch-Schule, wo ihre erlernte russische Muttersprache unter anderem der Sprachförderung von Migrantenkindern zugute kommt. Als ganz spektakuläres Importgut, das die Wahlpfälzerin aus Kaiserslautern mitbrachte, wird an der hiesigen Schule neuerdings aber die Kunst des „Bauchtanzes“ gehandelt. Eine keineswegs unbekannte Wortkombination, die im Lehrerzimmer wie in den Klassensälen zunächst allgemeines Schmunzeln entlockte, dann aber bei vielen Kindern auf große Neugierde stieß. „Vorwiegend bei den Mädchen natürlich“, sagt Decker-Jack und fügt lächelnd hinzu, dass auch von einigen Buben Interesse an der orientalischen Tanzkunst geäußert wurde. Doch in diesem Punkt geriet die Gleichstellungsoffensive der Geschlechter wohl an ihre Grenze, so dass es vorläufig bei den sieben erwähnten Mädchen blieb, die seit Mitte April hinter verschlossenen Türen, in authentischen Gewändern und zu orientalischen Klängen den Anweisungen ihrer Bauchtanzlehrerin folgen. Mit tollem Erfolg, wie sich kürzlich beim zweiten saarländischen Schulsportwettbewerb in der Kategorie Tanzsport in der St. Ingberter Stadthalle herausstellte.  Nach kaum mehr als dreimonatiger Übungszeit schrammte das Wellesweiler Team dort nur hauchdünn am Einzug in die Finalrunde vorbei.

                                       

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Juni 2015

Schnupperkurs im Zeitungslesen
Drei Wochen waren schnell vorbei

 Auf die Pflichtlektüre in Deutsch folgte die SZ-Lesekür. Unmittelbar im Anschluss an die schriftlichen Abschlussprüfungen an der Alex-Deutsch-Schule bildete die dreiwöchige Aktion „Zeitung macht Schule“ einen angenehmen Kontrast zu der stressbeladenen Zeit. Die Kommentare der teilnehmenden Klassen 9c und 9d nach Projektende waren von überwiegender Begeisterung geprägt und führten zu dem überraschenden Schluss, dass die Papierausgaben der Saarbrücker Zeitung dem Hightech von Smartphone und Co. problemlos Paroli bieten können.

 Wie ist die SZ aufgebaut, welche journalistischen Darstellungsformen - Nachrichten, Kommentare, Interviews, Glossen oder auch Karikaturen - werden eingesetzt, welche wirtschaftliche Rolle spielt die Anzeigenabteilung? Viel Wert legten die Deutschlehrerinnen Isabell Riehm und Ursula Müller auf solche und andere Fragen, die sich rund um das spannende Thema moderner Zeitungsgestaltung ranken.

Zeitung lesen ist in gewisser Weise Arbeit und will gelernt sein. Dazu hatten die Jugendlichen drei Wochen Zeit. Bereits frühmorgens warteten die Nachrichten aus aller Welt und aus der regionalen Nachbarschaft fein verschnürt vor dem Lehrerzimmer, bereit, den großen Wissensdrang der erwartungsvollen Jungen und Mädchen zu stillen. Den Lehrkräften fielen beim Beobachten der lesenden Schüler altbekannte Strategien ins Auge: „Erst Schlagzeilen und Fotos der Titelseite registrieren, dann die Zeitung durchblättern, Fotos, Überschriften und Fettgedrucktes studieren und sich hinterher ganz nach individueller Interessenlage in ausgewählte Artikel vertiefen!“ Halt so, wie es auch von vielen Erwachsenen Morgen für Morgen als „lebenslanges“ Ritual gepflegt wird. „Vorzugsweise bei Butterhörnchen und Kaffee“, fügen die beiden rührigen Deutschpädagoginnen noch schmunzelnd hinzu, bevor sie auf die individuellen Interessen ihrer Schüler zu sprechen kommen.

Alltagspolitik und Wirtschaft seien bei Jugendlichen dieser Altersstufe nicht die ganz großen Renner, räumen Müller und Riehm ein, während spannende Artikel über Ereignisse aus dem eigenen Lebensumfeld in Neunkirchen oder Wellesweiler auf ein wesentlich breiteres Interesse stießen. Auch den hohen Unterhaltungswert des kultigen Hägars, die regelmäßigen Kreuzworträtsel oder Nachrichten aus europäischen Königshäusern wussten viele Jugendliche zu schätzen. „Fußballfreaks“ wie Kai Dulok oder Max Koval arbeiteten sich in aller Regel schnell zum Sportteil mit News zu Spielerstars, Vereinswechseln und Transfergerüchten vor, während Theano Kantzios, eine Schülerin mit griechischen Wurzeln, kaum einen Bericht zum bewegenden Schuldendrama auf der hellenischen Halbinsel auslassen wollte. Für den passionierten Hobbyfotografen Paul Werner aus Klasse 9c wird die Ausgabe vom 23. Juni unvergesslich bleiben. Da nämlich zierte das preisgekrönte Motiv eines am Nest arbeitenden Spechtes die Titelseite der SZ und erregte Pauls ungeteilte Aufmerksamkeit.

Dass die anspruchsvolle Arbeit eines Journalisten vielfältige Fähigkeiten und ein feines Gespür für den Publikumsgeschmack erfordert, versuchten Isabell Riehm und Ursula Müller ihren scheidenden Neuntklässlern am Ende des Projekts mit einem Schreibauftrag deutlich zu machen. Unter der Schlagzeile „Roboter, Rattenpfote und ein nackter Mann waren die Burner“ durften alle Jugendlichen unabhängig voneinander einen Zeitungsbericht über das gerade erlebte medienpädagogische SZ-Projekt an ihrer Schule verfassen. „Einige gute Ergebnisse nähren die Hoffnung, dass in Vereinen und Redaktionen auch in Zukunft kein Mangel an talentiertem Schreibnachwuchs herrschen wird“, hielten die beiden Deutschlehrerinnen im Schlusswort zu einer überaus erfolgreichen Maßnahme fest.

 

 

Bericht und Foto: Erich Hoffmann

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Mit Seiji Kimoto nach Struthof
Alex-Deutsch-Schüler beim Gedenktag der Befreiung dabei

Nach offizieller Geschichtsschreibung wurde das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof vor etwas mehr als 70 Jahren am 23. November 1944 durch die Westalliierten befreit. Als Gedenktag einigte man sich auf den 20. Juni 2015. Auch eine kleine Abordnung der Alex-Deutsch-Schule reiste gemeinsam mit Doris Deutsch und Seiji Kimoto in das frühere Konzentrationslager unweit Straßburgs, um an der feierlichen „Cérémonie commémorative“ mit großem Fackelzug teilzunehmen.

Die Schüler und Schülerinnen Ali Sadeghi, Florentina Sallihi, Hannah Thiel, Ömer Demirci und Sofia Macievskij, begleitet und betreut von Lehrerin und AG-Leiterin Ulrike Rothermel sowie ihrer Vorgängerin Ursula Michels, waren ebenfalls mit dabei und schilderten unter dem Titel „Bewegende Momente“ ihre ganz persönlichen Eindrücke.

„Am 20. Juni des Jahres 2015 besuchten wir, die Schüler und Schülerinnen Ali, Florentina, Hannah, Ömer und Sofia als Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ’’Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ das frühere Konzentrationslager im elsässischen Natzweiler-Struthof.  Der Neunkircher Künstler Seiji Kimoto hatte uns eingeladen, einen Beitrag zu seiner Ausstellungseröffnung „Macht und Ohnmacht - Menschenschatten“ zu gestalten, sozusagen als Verbindung der Vergangenheit zur Gegenwart. Zu diesem Zweck hatten wir im Vorfeld das hölzerne Modell einer Brücke gebastelt und nach Struthof mitgebracht: Eine Brücke als Symbol der Begegnung und Verständigung, der Toleranz und Freundschaft, des Mutes und Respekts. Wir hoffen, dadurch einen kleinen Beitrag geliefert zu haben mit dem Ziel, dass sich die schrecklichen Geschehnisse jener Zeit nicht wiederholen.  Die Eröffnung fand an einem ganz besonderen Tag statt. Bereits einige Monate vor dem 20. Juni 1945 hatten die unmenschlichen Gräueltaten im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof ihr endgültiges Ende gefunden. An diesem Tag aber treffen sich jedes Jahr die ehemaligen Insassen und deren Familien zur „Cérémonie commémorative“ (Feierliches Gedenken) im ehemaligen Konzentrationslager, und wir, wir durften dabei sein. Für uns junge Menschen war das ein sehr bewegender Moment. Die Präsentationen und Beiträge schufen eine ins Herz durchdringende Atmosphäre, die von Herrn Kimotos Exponaten noch verstärkt wurde. Dieser Tag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben."

Am Gedenktag wurde übrigens die Exposition „70 ans / 70 oeuvres“ eröffnet. Zu sehen sind die Beiträge „RUE DES DÉPORTÉS“ - Fotografien von Angélique Bègue und Annick Monnier, „Schattenmenschen“ - Skulpturen von Seiji Kimoto und „Hear Struthof“- Grafiken von Roger Dale und seinen Studenten.

                               

Fotos von links nach rechts

Foto 1
Von links: Doris Deutsch, Ali Sadeghi, Florentina Sallihi, Ömer Demirci, Hannah Thiel, Sofia Macievskij und Seiji Komoto

Foto 2
Die Wellesweiler Gruppe (Mitte) vor dem abendlichen Fackelzug

Foto 3
Im Fokus: Hannah Thiel und Sofia Macievskij sprechen mit einem früheren Häftling und Zeitzeugen in der originalen Gefangenenkluft des Lagers Struthof.

Fotos Ulrike Rothermel, Bericht Schule   

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Mai 2015

Die Schulsprecherin mit den fliegenden Fäusten
Bronzemedaille  im Boxen für Julia Mast

Obwohl Schulsprecherin Julia Mast öfter mal auch die Fäuste sprechen lässt, bleiben ihre Lehrer ganz gelassen. Denn linke und rechte Haken verteilt die Sechzehnjährige nur im Ring. Die beim SSV Wellesweiler boxende Sportlerin empfindet zudem hohen Respekt vor dem Lebenswerk des schulischen Namensgebers Alex Deutsch und legt besonderen Wert auf ein friedliches Auskommen aller Mitschüler.

Der größte sportliche Erfolg der blondhaarigen Faustkämpferin liegt noch nicht lange zurück. Mit einer Bronzemedaille, wie sie übrigens an gleicher Stätte auch von Julias älterer Teamgefährtin Corinna Wendt in der Frauenklasse erkämpft wurde, kehrte die Jungboxerin erst kürzlich von den deutschen Jugendmeisterschaften in Saarbrücken zurück. Endstation war dort erst im Jugend-Halbfinale, das Gegnerin Aylin Gezer aus Nordrhein-Westfalen nur knapp für sich entscheiden konnte.

Schon im Alter von 10 Jahren fand Julia im Sog ihres älteren Bruders Dennis, ebenfalls ein Absolvent der Alex-Deutsch-Schule, den Weg in den Boxring. Drei Jahre später bestritt sie erste Wettkämpfe, wurde 2014 Saarlandmeisterin bei der Jugend und darf sich aktuell amtierende Vizemeisterin nennen. „Höher zu bewerten ist aber die Vizemeisterschaft bei den kürzlich ausgetragenen südwestdeutschen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung“, sagt die Schülerin der zehnten Realschulklasse mit ein wenig Stolz in der Stimme. Apropos Schule: Ein erfolgreicher Abschluss in diesem Jahr sei so gut wie in trockenen Tüchern. Danach will Julia die gymnasiale Oberstufe durchlaufen und ein Studium beginnen. Welche Richtung, das weiß sie momentan selbst noch nicht.

                                                           

Die mittelfristigen sportlichen Ziele sind dagegen klar abgesteckt: Möglichst viele Kämpfe absolvieren und Erfahrungen sammeln, um somit 2016, also im letzten Jahr der Jugend-Altersklasse, den Griff zum deutschen Meistertitel Realität werden zu lassen. Ein „ganz toller“ Motivator, sportliches Vorbild und kompetenter Garant zum Erreichen dieses ehrgeizigen Zieles ist für Julia ihr zuständiger Vereinstrainer Sandro Krüger. Aus einem weiteren Frageimpuls wird deutlich: Kritiker, die den Boxsport schlecht reden wollen, treffen bei der schlagfertigen Blonden mit der harten Rechten auf Widerstand. So führt sie das unwiderlegbare Vorzeigeprojekt von Wellesweilers Box-Chef Karl-Heinz Neu zu Felde, der schon vielen jugendlichen Straftätern der JVA Ottweiler „heilsame“ Boxeinheiten zum Abbau überschüssiger Aggressionen, zur Stärkung des Selbstwertgefühls und zum Aufbau eines regelkonformen Sozialverhaltens verordnet habe. „Frauen und die ursprüngliche Männerdomäne des Boxens schließen sich heute nicht mehr gegenseitig aus“, tritt die redegewandte Schulsprecherin einem weiteren Vorurteil  entschieden entgegen. Freundinnen, die selbst sportlich aktiv sind, fänden boxende Frauen „cool“, während andere sich eher neutral verhielten, weiß Julia zu berichten.  

Die junge Leistungssportlerin muss ihren Tagesablauf akribisch genau planen, um zeitlich „über die Runden“ zu kommen. Dreimal in der Woche ist Training, an 30 Wochenenden im Jahr finden Wettkämpfe statt. An erster Stelle stehe natürlich noch immer die Schule und so ganz nebenbei werde zur Aufbesserung des Taschengeldes fleißig gejobbt. Trotzdem bleibt noch genug Zeit für den Freundeskreis. Auch die üblichen Gewohnheiten junger Menschen wie der Umgang mit Smartphone und Co. seien ihr nicht fremd, erzählt Julia Mast. Große Unterstützung beim sportlichen Hobby erfahre sie durch ihre Eltern, die 1991, also rund sieben Jahre vor Tochters Geburt, aus Kirgisien nach Deutschland übergesiedelt sind. „Die sind wirklich sehr froh, dass ich in der Freizeit was Sinnvolles tue und nicht nur rumhänge“, bringt Julia die nachahmenswerte Einstellung von Papa und Mama auf den berühmten Punkt.

Bericht und Fotos:  Erich Hoffmann

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„Ein Gefühl wie am Muttertag“

Alex-Deutsch-Schüler dankten Lehrern und Betreuern ganz spontan

Das Lehrer- und Betreuerteam der Alex-Deutsch-Schule war überrascht und  überwältigt zugleich. Im Namen aller 268 Mädchen und Jungen bedankte sich die Schülervertretung „einfach mal so“ und ganz spontan für den fürsorglichen und respektvollen Umgang sowie für die viele Arbeit, die Lehrer und Funktionskräfte des Hauses täglich in die Ausbildung und Zukunft der Schüler investieren.

In einem eigens einberufenen Pausentreffen der kompletten Schulgemeinschaft gab es neben herzlichen Worten des Dankes eine rote Rose und selbstgebackenen Kuchen für jeden Erwachsenen.

Die Idee zu der ungewöhnlichen und hierzulande sicherlich einmaligen Veranstaltung stammt von zwei afghanischen Mitschülern, die sich an den Brauch eines „Lehrertags“ in ihrer alten Heimat erinnert hatten. „In der allgemeinen Achtung und Wertschätzung stehen dort Eltern und Lehrer auf fast der gleichen Stufe“, so die Neuntklässler Ali und Wased Sadeghi, die sich nach eineinhalb Jahren Zugehörigkeit rundum wohl an der Alex-Deutsch-Schule fühlen. Im Lehrerkollegium fand der Vorstoß von Ali und Wased großes Gefallen.

„An diesem Ereignis wird deutlich, wie vorteilhaft in einer multikulturell geprägten Gemeinschaft der Austausch unterschiedlicher Traditionen sein kann“, zeigte sich auch die stellvertretende  Schulleiterin Stephanie Urschel von der Aktion sehr beeindruckt.

 

Überrascht und gerührt: Lehrerkollegium und Betreuer der Alex-Deutsch-Schule zusammen mit den Schülervertretern

Schulsprecherin Julia Mast, ihr Stellvertreter Ömer Demirci und die „Ideengeber“ Ali und Wased Sadeghi (von rechts) überreichen Rosen zum spontan ausgerufenen „Lehrertag“.

 

Die Dankesrede im Wortlaut (Julia Mast, Ömer Demirci und Ali Sadeghi):

Wir bedanken uns bei Ihnen,

-          dass Sie uns so viel Fachwissen vermitteln und immer für uns da sind.

-          dass Sie für uns stets ein offenes Ohr haben.

-          dass Sie sich Zeit für uns nehmen.

-          dass Sie sich Sorgen um uns machen.

-          dass Sie Interesse zeigen.

-          dass Sie uns mit viel Geduld etwas beibringen.

-          dass Sie respektvoll mit uns umgehen.

-          dass Sie hinter uns stehen wie ein Elternteil oder ein guter Freund.

-          dass Sie uns unterstützen. 

All das zeigt, dass Sie wie ein dritter Elternteil hinter uns stehen.

Im Wesentlichen tun Sie ja fast dasselbe wie unsere Eltern.

Sie wollen, dass wir erfolgreich sind, wie es unsere Eltern auch erwarten.

Aus all diesen Gründen möchten wir Sie ehren. Sie verdienen einen eigenen Lehrertag. Dazu herzliche Glückwünsche und ein großes Dankeschön!


Bericht und Fotos:  Erich Hoffmann

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März 2015

Bergmannsnostalgie und WM-Feeling 54 im hohen Norden

Alex-Deutsch-Schüler auf Abschlussfahrt nach Hamburg

Noch einmal so richtig Energie tanken vor den anstrengenden Abschlussprüfungen im Mai, so lautete die Zielvorgabe für die drei Entlassklassen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule. Vier Tage vor Beginn der Osterferien starteten 41 Jungen und Mädchen gemeinsam mit vier Betreuern ihre Abschlussfahrt in die Lüneburger Heide. Genauer gesagt in den Ferienpark Bispinger Heide, etwa 60 Kilometer südlich der Hansestadt Hamburg gelegen.

Die Hafenmetropole an Elbe und Alster bot letztlich auch den „ultimativen Kick“ einer denkwürdigen Abschlussfahrt. Gleich an zwei Tagen steuerte Chauffeur und Busunternehmer Jörg Mader seinen üppig dimensionierten Luxusliner mit sicherer Hand durch das quirlige Verkehrsgewühl Hamburgs, um den Wellesweiler Schülern die bekannten Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der gepflegt und freundlich wirkenden Zweimillionenstadt  näher zu bringen, am ersten Tag noch von einer einheimischen Reiseführerin sachkundig unterstützt. „Augen zu“, hieß dabei in Sankt Pauli die nicht ganz ernst gemeinte Aufforderung der waschechten Hamburgerin und HSV-Anhängerin an die Jugendlichen beim Befahren der Reeperbahn, weltberühmt und viel besungen als „sündige Flaniermeile“, die sich allerdings bei Tageslicht und ohne die schrille Neonbeleuchtung „nachts um halb eins“ entgegen allen gängigen Klischeevorstellungen ganz unauffällig präsentierte.

Viel interessanter gestaltete sich dahingehend eine abenteuerliche Barkassenfahrt durch die unendlich scheinenden Weiten des Containerhafens, durch riesige Schleusen, vorbei an Werftanlagen, gigantisch großen Ozeanriesen und immer in Sichtweite der lange umstrittenen Elbphilharmonie, eines architektonisch beeindruckenden Konzerthauses, das jetzt endlich seiner Fertigstellung entgegensieht. Doch auch dieses tolle Erlebnis sollte noch eine Steigerung erfahren. Im umfangreichen Reiseprogramm war nämlich der Besuch eines Musicals im neu erbauten „Theater an der Elbe“, direkt gegenüber den historisch bedeutungsvollen Landungsbrücken für Fahrgastschiffe, vorgesehen.

                                           

Dass der ursprünglich avisierte „König der Löwen“ aus Gründen der Organisation dem „Wunder von Bern“ weichen musste, interessierte hinterher keinen mehr. Zu sehr waren die staunenden Jugendlichen von der hoch motivierten Darstellertruppe, dem raschen Wechsel der imposanten Kulissen, dem faszinierenden Mix aus Althergebrachtem und modernster Bühnentechnik, letztlich auch von der ergreifenden Handlung im Nachkriegsdeutschland der fünfziger Jahre in den Bann gezogen. Das alles beherrschende Zechen- und Bergmannszenario des Ruhrpotts in der Rahmenhandlung konnte man dabei leicht auch auf saarländische Verhältnisse jener Zeit übertragen. Und da außerdem viele der 54er Fußballhelden von Bern, wie der Kaiserslauterner Fritz Walter, dem Südwesten der Republik entstammten, ließ die sehenswerte Aufführung vornehmlich bei den älteren Semestern der Reisegruppe nostalgische Erinnerungen an die eigene Kindheit aufleben.

                                                           

Begleitet wurden die drei Klassen 10a, 9d und 9c im Übrigen von den Klassenlehrern Dan Billes und Erich Hoffmann, von Klassenlehrerin Isabell Riehm und von Rektor i.R. Arno Schley, der noch bis vor kurzem die mitgereiste Realschulklasse und, wie verraten wurde, rund drei Jahrzehnte davor auch den versierten Busfahrer und Reisebegleiter Jörg Mader erfolgreich in den Künsten der Mathematik unterwiesen hatte.  Der verschwörerische „Geist der Helden von Bern“ schien sich für den Rest des Aufenthaltes gleichmäßig über alle Teilnehmer der Wellesweiler Gruppe gelegt zu haben. Einträchtig wurde in den wohnlichen Bungalows des Bispinger „Center Parcs“ gekocht, gespeist, gespielt, die vielen Sportmöglichkeiten im Gelände erkundet, im subtropischen Wasserparadies „Aqua-Mundo“ den Badefreuden gefrönt, Schafe, Ziegen oder Hängebauchschweine in ihren Streichelgehegen aufgesucht, alte Freundschaften untereinander gefestigt, neue geschlossen. Dies alles gestaltete sich unter dem geforderten Verzicht auf vermeintliche „Stimmungsunterstützer“ erfreulich positiv, und auch der kaum minder gemeinschaftsschädliche Permanentblick aufs Smartphone-Display wurde zum Vorteil vieler geschundener Nackenwirbel auf das Nötigste eingeschränkt. Nach vier schönen und lehrreichen Tagen endete die letzte gemeinsame Fahrt der drei Abschlussklassen sicher im Hafen der Alex-Deutsch-Schule.

 Bericht und Fotos:  Erich Hoffmann

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Umweltpflege statt Mathe büffeln

Alex-Deutsch-Schule beim Picobello-Tag mit dabei

 „Freitag der 13.“ wird vom Volksglauben gerne mit mystisch-unheilvollen Geschehnissen in Verbindung gebracht. Dagegen hat sich in diesem Jahr der wenig geliebte Tag als Glücksfall für Umwelt und Natur, für Fauna und Flora und damit auch für die Spezies Mensch erwiesen. Zur Mithilfe beim Auftakt der landesweiten Müll-Sammelaktion „Saarland picobello“ am Freitag, dem 13. März, stand wie im Vorjahr die Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler mit ihren Klassen 5a, 5b, 6a und 6b bereit.  

Gemeinsam mit den Lehrerinnen Eva Röhrig, Carina Theobald, Ursula Müller und Christine Rings bliesen insgesamt 68 mit Handschuhen und Zangen ausgestattete Kinder zum Halali auf den wilden Müll. Während die 5er Klassen schwerpunktmäßig im Umfeld der Schule unterwegs waren und in Richtung Tennishalle und Weiher für ein sauberes Umfeld sorgten, führten die Sechstklässler im Bereich der Bliesbrücke und in weiter entfernten Ortsteilen einschließlich der Zuwege eine gründliche Reinigungsprozedur durch.

Was dabei alles gefunden wurde, überraschte selbst die ganz Hartgesottenen. Von einer großen blauen Sandkastenmuschel über einen kompletten Satz Autoreifen einschließlich Felgen, über weiteres Auto-Zubehör, Sportgeräte, Kleidungsstücke, Blumentöpfe, Metallabfälle, Bilderrahmen bis hin zu Feuerwerksresten, CD-Scheiben, Spielzeugfragmenten und Feuerzeugen war alles Mögliche vertreten. Schön, aber auch frostig kühl präsentierte sich besagter Morgen, worauf unter anderem ein „tiefgefrorener“ Pullover deutete, von der Sechstklässlerin Celina Schweitzer als solcher sorgfältig in einer speziellen Liste vermerkt. Gemeinsam dokumentiert mit vielen weiteren Gegenständen, die oftmals achtlos, zum Teil aber auch in voller Absicht weggeworfen oder „einfach mal so“ in der Umwelt entsorgt wurden.

Höchst erstaunt zeigten sich am Ende alle Beteiligten über die Müllmenge. Nicht weniger als 24 mit Abfall gefüllte Säcke konnten als Ergebnis der erfolgreichen Suche an den Sammelstellen registriert werden. Für ihren freiwilligen Arbeitseinsatz wurden die fleißigen Sammler und Sammlerinnen am Ende der Aktion mit Weck, Würstchen und einem erfrischenden Getränk belohnt. Bedacht wurden alle teilnehmenden Kinder aber auch reichlich mit Lob und Worten des Dankes von Seiten ihrer Klassenlehrerinnen und der Schulleitung. Viele Stellen in Wellesweiler präsentieren sich jetzt wieder „picobello“ sauber. „Und dies soll noch lange Zeit so bleiben“, hoffen alle fleißigen Helfer an der Alex-Deutsch-Schule und andernorts jetzt insgeheim.

Hintergrund: Bei der landesweit ausgeschriebenen und zum 12. Mal in Folge durchgeführten Müllsammelaktion „Saarland picobello“ ging es auch diesmal darum,  Landschaft und Natur von unschönem Abfall zu befreien. Die Helfer, die sich aus Schulen, Kindergärten, Vereinen, Verbänden sowie aus anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen rekrutieren, gehen bei den Aktionen mit gutem Beispiel voran und tragen mit ihrem Einsatz zu einem nachhaltigen Umweltbewusstsein bei. Initiator von "Saarland picobello" ist das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkeh           

                                                             

 

 

Bericht und Fotos: Ursula Müller und Carina Theobald 

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Februar 2015

Ein munterer Rap zur Praktikumsausstellung

Wellesweiler Achtklässler erprobten sich in der Arbeitswelt  

48 Jugendliche der Alex-Deutsch-Schule hatten sich für drei Wochen in das Abenteuer der bunten und breit gefächerten Berufswelt gestürzt. Ihre vielfältigen Erfahrungen präsentierten sie hinterher im Rahmen einer Praktikumsausstellung in Wort, Bild und sogar im rhythmischen Sprechgesang zeitgemäßer Rap-Kultur.

 „Vorher war`s BK, Physik, jetzt gibt Schneeschaufeln dir den Kick. Aufräumen für den Augenblick, Regale werden wieder chic. Arbeit gab`s statt Pausenbrot. Mittags war man fast schon tot. Doch hört: Der Lohn der ganzen Not – ein super Stellenangebot!“  

Vielleicht noch nie da gewesen und womöglich sogar eine Welt-Uraufführung: Ein „Praktikumsrap“ nach musikalischem Vorbild der Reggae-Gruppe Culcha Candela, getextet von Lehrer Jan Grüntjes, Fachleiter für evangelische Religion, Praktikumskoordinator der hiesigen Schule, Co-Klassenlehrer der Praktikumsklasse 8b und so ganz nebenher versierter Bassist der weithin bekannten Coverband „The Beavers“. „Eine prima Idee, die überwiegend positiven Erfahrungen aus dem Praktikum durch emotional ansprechende Kultmusik im Bewusstsein der Heranwachsenden noch fester zu verankern“, lautete die Meinung vieler erwachsener Besucher, die sich, vom eingängigen Takt des Raps angesteckt, zu rhythmisch wippenden Ganzkörperbewegungen hinreißen ließen. „Wir war`n im Praktikum, und das war gar nicht dumm. Wir war`n im Praktikum, und das war 1a-Premium“, schmetterte der aus allen Praktikumsschülern geformte Background-Chor im Refrain dann immer wieder in das weite Rund der zentralen Versammlungsstätte im geräumigen Flur-Knotenpunkt der Alex-Deutsch-Schule. „Freust du dich auf den Unterricht? Schluss mit Entbehrungen und Verzicht. Hier macht man dich zum hellen Licht, denn ohne Abschluss geht es nicht.“ So lautete eine weitere Passage aus Strophe zwei, die der Schule in bivalenter Weise huldigt: Als einem Ort der Geborgenheit einerseits und als  Sprungbrett zum manchmal erfolgreichen „Griff nach den Sternen“ andererseits.

Praktikumsausstellung, das bedeutete an diesem besonderen Tag aber auch die Begrüßung anwesender Mentoren aus den Betrieben und die Eröffnung einer umfangreichen Plakatausstellung, deren sorgfältig gestaltete Exponate einen ausgezeichneten Einblick in typische Tätigkeiten der gewählten Berufsfelder gewährten. Die kommissarische Schulleiterin Stephanie Urschel bedankte sich im Namen der Schulgemeinschaft bei all den Betrieben, die den Schülern die Angst vor dem Übergang aus der Schule in eine außerordentlich komplex gewordene Berufslandschaft genommen und einigen sogar schon einen Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt haben. Sie zeigte sich hocherfreut, dass auch in diesem Jahr kein einziges gravierendes Problem offenkundig wurde, was unter anderem auch auf eine umfassende Betreuung durch die Lehrkräfte Dagmar Andres, Barbara Fiedler, Eva Wabnitz-Hartmann und Jan Grüntjes zurückzuführen sei. Detailliertes vom Verlauf einiger Praktika erfuhren die Besucher aus erster Hand. Die Achtklässler Raphael Sopalla, Erduan Podujeva, Michelle Wahl und Emilio Vullo griffen couragiert zum Mikrofon und berichteten von überwiegend guten Erfahrungen, aber auch von der einen oder anderen Hürde bei ihrem ersten Ausflug in die Welt der Berufe.

 Auf einen Blick: Insgesamt 48 Achtklässler der Alex-Deutsch-Schule waren für drei Wochen in Kaufhäusern, Fachmärkten, Geschäften, Handwerksunternehmen aller Art,  Betreuungseinrichtungen für Kinder und Senioren, in Arztpraxen, Krankenhäusern, im zoologischen Garten, im Restaurantgewerbe, bei der Sparkasse, in der kommunalen Verwaltung und vielen weiteren Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Art eingesetzt. Das Schülerbetriebspraktikum in weiterführenden Schulen ist eine bewährte Maßnahme, die sich unter allen Beteiligten landesweit seit rund 40 Jahren steigender Beliebtheit erfreut.

                                               

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Januar 2015

Wieder lockte die Alex-Deutsch-Schule

Will-Kommen-Werbetag mit großem Zuspruch

Die Alex-Deutsch-Schule lud am letzten Samstagmorgen des ersten Monats im neuen Jahr traditionsgemäß zum Tag der offenen Tür ein und viele kamen. Trotz winterlicher Witterung fand am Ende doch eine stattliche Zahl von Viertklässlern und ihrer Eltern den Weg in die Wellesweiler Pestalozzistraße, um sich von der Schule und ihrem reichhaltigen Bildungsangebot ein genaueres Bild zu machen.

 „Neben dem normalen und qualifizierten Hauptschulabschluss sowie dem mittleren Bildungsabschluss  führen bestimmte Bildungsgänge der Alex-Deutsch-Schule bis hin zum Abitur“, konnten interessierte Besucher bei der zentralen Infoveranstaltung von der stellvertretenden Schulleiterin Stephanie Urschel erfahren. „Miteinander leben lernen, miteinander lernen, miteinander leben“, so lautet das Motto der Einrichtung, in der auch am Tag der offenen Tür den Gästen die unverwechselbare Handschrift des Namensgebers und Friedensmissionars Alex Deutsch an allen Ecken und Enden deutlich vor Augen geführt wurde. Eine bunte Mischung von Präsentationen und Mitmachaktionen in den unterschiedlichen Fachbereichen überzeugte die Besucher von einer quirligen Lebensfreude in den Räumen der Schule einerseits und einem beachtlichen Leistungsniveau zum anderen. Ein Schlagzeugwettbewerb und Karaoke-Beiträge im Musiksaal, Schülerexperimente und „Showtime“ in Physik und Chemie, Sprachkurs-Demos und Rollenspiele in Englisch und Französisch, Mikroskopieren in Biologie, spielerisches Erlernen der Mathematik, Soccer-Arena und menschlicher Pyramidenbau in Sport, leckere Partybrote in der Küche, Basteln mittelalterlicher Burganlagen, Plastisches Gestalten und Fertigen von Collagen in Bildender Kunst, ein kurzweiliges Bibelstellen-Quiz in Religion, Stundenplangestaltung in PC und das „Ausstemmen“ von Griffelschalen im Werkunterricht. Kurzum, es war von allem etwas dabei, was an diesem Will-Kommen-Tag auf das rege Interesse von Jung und Alt traf. Viele Gesichter ehemaliger Schüler gab es übrigens auch zu sehen. „Ein gutes Zeichen dafür, dass wir eine freundliche und weltoffene Schule sind, zu der die Menschen immer wieder gerne zurückfinden“, freute sich die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Urschel in ihrer Schlussbeurteilung zu einem überaus erfolgreichen Vormittag.

 

Anmeldezeiten und Näheres zur Schule unter www.alex-deutsch-schule.de

 

                                                          

 

   

 

 Bericht und Fotos: Erich Hoffmann und Hannah Hartl 

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Rektor der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule tritt in den Ruhestand

Nach 41 ereignisreichen Dienstjahren, davon allein siebzehn als Schulleiter in St. Ingbert und Wellesweiler, tritt Realschulrektor Arno Schley in den Ruhestand. Am 5. Februar 2015 wird der 64-jährige Lehrer und Pädagoge im Rahmen einer Feier aus dem offiziellen Dienst in den Ruhestand verabschiedet.

„Als wir 1969 am Neunkircher Krebsberggymnasium das Abitur ablegten, war das respektive zweier Kurzschuljahre schon ein Vorläufer von G8“, scherzte Arno Schley zu Beginn eines Gespräches über seine berufliche Laufbahn. Es folgten acht Semester Studium der Mathematik und Chemie für das Lehramt an Realschulen an der Universität des Saarlandes sowie ein sechzehnmonatiges Referendariat an den Kreisrealschulen St. Wendel und Neunkirchen. Trotz eines sehr guten Abschlusses lag es an der damaligen „Lehrerschwemme“, dass sich Arno Schley zu Beginn des Jahres 1975 unversehens in der Arbeitslosigkeit wiederfand.

Dem ambitionierten Leistungssportler – Schley war zu jener Zeit Bundesligaspieler in der Badmintonabteilung der TuS Wiebelskirchen und überdies Mitglied der Nationalmannschaft -  kam dieser Sachverhalt zunächst nicht ungelegen, denn die freie Zeit sollte eigentlich der Pflege seiner sportlichen Karriere gewidmet werden. Aber nur eigentlich, denn schon nach kurzer Zeit fielen die ehrgeizigen Pläne dem niederschmetternden Ergebnis einer eingehenden orthopädischen Untersuchung zum Opfer: „Sofortiges Einschränken leistungssportlicher Aktivitäten“, lautete die strenge ärztliche Order aufgrund einer nicht unerheblichen Beeinträchtigung des Bewegungsapparates. Im Gegenzug sollte es kurze Zeit später wenigstens mit der Einstellung in den saarländischen Schuldienst klappen. Nach den Osterferien 1975 wurde Schley der Kreisrealschule Homburg zugewiesen, wo er am 7. Juni 1978 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt wurde. 1982 folgte der Wechsel zur Kreisrealschule Neunkirchen 1 und nach weiteren 12 Jahren zur Kreisrealschule St. Ingbert, wo Schley erstmals eine Schulleitungsfunktion als Stellvertreter des Schulleiters übernahm. „Mach du das!“, sagte der zur Pension anstehende Rektor Herbert Reich zu seinem ehemaligen Mathematikreferendar, als 1997 der Umbau der Realschule zur Erweiterten Realschule bevorstand.

                                                                                   

Arno Schley wurde zunächst mit der kommissarischen Leitung der 600 Köpfe umfassenden Schule betraut. „Einen Stellvertreter gab es viele Jahre nicht“, erinnert er sich im Rückblick an erschwerte Bedingungen inmitten einer radikalen Umbauphase der bisherigen Schulstrukturen mit dem anspruchsvollen Ziel, Haupt- und Realschulen unter einem Dach zusammenzuführen. Die schwierige Aufgabe, fast schon eine „Mission Impossible“,  konnte Arno Schley mit Geschick und Geduld letztlich doch einer befriedigenden Lösung entgegenführen. 1999 wurde der Wiebelskircher zum Schulleiter der ERS Schmelzerwald St. Ingbert ernannt und zeitversetzt zwei Jahre später in den Rang eines Realschulrektors erhoben. Am 30. August 2004 folgte in Ablösung des zur Pension anstehenden Schulleiters Max Rosar der Wechsel zur Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler.

Auf die Frage nach bewegenden Momenten seines Lehrerdaseins fallen Arno Schley auf Anhieb drei Ereignisse ein. Da war zunächst „das Glück des Zusammentreffens“ mit dem schulischen Namensgeber Alex Deutsch, eines „prägenden und mehr als bemerkenswerten Menschen, dessen Tod im Jahre 2011 in mir wie bei uns allen eine heftige emotionale Reaktion auslöste“. Zweitens die schmerzhafte Erinnerung, als im Zuge der berühmten Schulrochade 1989 das damalige Kollegium in der Neunkircher Haspelstraße aus der Zeitung von seiner baldigen Auslagerung erfahren musste. „Ein Gefühl wie bei der Vertreibung aus dem eigenen Haus, und das in Friedenszeiten“, so der scheidende Rektor, der sein verbrieftes Recht auf freie Meinungsäußerung immer wieder zum Nutzen seiner Schule, im Interesse der umgebenden Schullandschaft und nicht immer zur Freude der politisch Federführenden wahrgenommen hat. „Guten Morgen“ oder „Hallo Herr Schley“, dieses ebenso schlichte wie herzliche Begrüßungsritual der Kinder in den Fluren der Schule hat der pragmatisch orientierte und mit Ecken und Kanten ausgestattete Schulmann Schley jeden Tag aufs Neue als etwas ganz Besonderes und Bewegendes empfunden.

                                                                               

„Es ist neben seiner fachlichen Kompetenz und einer humanistischen Grundorientierung aber insbesondere die gebotene Distanz und ein feines Gespür für Gerechtigkeit und Objektivität, was ihm den bleibenden Respekt der Schüler und des Kollegiums eingebracht hat“, begründet Christine Rings, Lehrerin und langjährige Personalratsvorsitzende, die sehr gute „Haltungsnote“ der Schulgemeinschaft für den scheidenden Chef, der überdies bis November letzten Jahres über eine ganze Dekade hinweg als Hauptvertrauensperson für schwerbehinderte Lehrkräfte an den Erweiterten Realschulen des Saarlandes fungierte. Insofern war er automatisch auch Mitglied im Hauptpersonalrat, was ihm viele gute Kontakte und damit wertvolle Hilfen bei der Bewältigung einer „immer komplizierter werdenden Alltagsarbeit“ bescherte. Neben der alltäglichen Verwaltungstätigkeit, der eigenen Unterrichtsverpflichtung und vielen pädagogischen Maßnahmen galt es eine kunterbunte Vielzahl weiterer Aufgaben zu stemmen, von der Vorortbetreuung des Raumes der Begegnung über das Zusammenwirken mit dem Schulförderverein, die Einrichtung der Ganztagsschule in Kooperation mit dem Diakonischen Werk, die Zusammenarbeit mit dem LPM im Hause, die Initiierung räumlicher und baulicher Änderungen bezüglich Lehrerzimmer, Lehrküche und Lehrerbücherei bis hin zur Einrichtung von Schließfächern oder der digitalen Umstellung des Vertretungsplanes.

Eine ganz wichtige und vornehme Aufgabe bedeutete ihm jedoch die Umsetzung des Leitmotivs des unvergessenen Alex Deutsch („Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt – Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander!“) durch die Initiierung und Begleitung einer Vielzahl von Projekten, Veranstaltungen und anderer Maßnahmen unter Einbeziehung von Politik, Verbänden, Vereinen und Einzelreferenten. Der Erfolg, das berufliche Know-How und die gesamte Vita von Arno Schley sind aber auch untrennbar mit dem Sport verbunden, wobei sich Sport und Beruf wechselseitig gewinnbringend beeinflussten. Schon seit 1956 ist der waschechte Wiebelskircher „Bub“ Mitglied in der traditionsreichen Turn- und Sportvereinigung seiner Heimatgemeinde. 1969 schrieb das jugendliche Badmintontalent Schley sowohl im Verein als auch im saarländischen Dachverband mit dem Gewinn des ersten deutschen Meistertitels überregionale Sportgeschichte und machte in der Folgezeit durch Bundesliga- und Länderspieleinsätze auf sich aufmerksam. Seit 1978 ist Arno Schley Leiter der Abteilung Badminton und zweiter Vorsitzender der TuS, seit 1998 Vorsitzender des Bundesligaausschusses im Deutschen Badmintonverband. Im Landesverband übt er seit 1971 verschiedene Funktionen aus, aktuell die des Sportwartes. Aufgaben, die für sich alleine genommen schon fast ein ganzes Berufsleben füllen. Jetzt, nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand, hofft  der passionierte Loriot-Fan, Ehemann und Vater eines erwachsenen Sohnes (ebenfalls Lehrer), wieder mehr Zeit in seine weiteren Hobbys Wandern, Ski- und Radfahren sowie das Schwimmen investieren zu können. „Wohl gelingt`s“ und „Danke für alles Geleistete“ kann man Arno Schley da nur zurufen. So ganz wird der Tausendsassa in Sachen Bildung und Sport der Wellesweiler Wissensschmiede allerdings nicht verloren gehen. Dafür sorgte in kluger Voraussicht vor nicht ganz zwei Monaten die Jahreshauptversammlung des Schulfördervereins, als sie den Ruheständler in spe kurzerhand mit dem Amt des zweiten Vorsitzenden betraute.     

 

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann  (Sportaufnahmen "SZ")

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Dezember 2014

Eine literarische Trilogie zur Adventsfeier
André Noltus las in der Alex-Deutsch-Schule

 Eine Adventsfeier – mal etwas anders gestaltet. Unter diesem Motto gelangte eine zweistündige Veranstaltung für die beiden sechsten Klassen der Alex-Deutsch-Schule zur Durchführung. Im Mittelpunkt stand der Neunkircher Schriftsteller André Noltus mit Lesebeiträgen aus drei nur scheinbar verschiedenartigen Themenkomplexen.

Noltus startete mit Auszügen aus seinem Buch über das Neunkircher Original „Sense Eduard“, geburtsurkundlich korrekt als „Franz Carl Eduard Senz“ geführt. 1877 in Wiebelskirchen zur Welt gekommen, wurde der um 1920 psychisch erkrankte Senz von den Nazis nach langem Krankenhausaufenthalt als „ lebensunwerter und unnützer Esser“ eingestuft und 1941 in der berüchtigten Psychiatrieanstalt Hadamar ermordet. Die Düsternis der Tragödie um den gewitzten Dienstmann am Neunkircher Hauptbahnhof ließ Noltus aus Rücksicht auf das sehr jungen Publikum nur kurz anklingen und rückte mehr die menschlich humorvollen, von Schlagfertigkeit und Schalk dominierten Seiten des mit einem Sprachfehler behafteten Senz in den Vordergrund seiner Erzählung. So funktionierte die Überleitung zu dem zweiten, ausschließlich heiteren Werk von André Noltus reibungslos. „Von Ölsardinen und Jagdhörnern“ ist eine Sammlung vieler amüsanter Kurzgeschichten, deren „philosophisch-tiefgründiger Humor“ auch in der Wellesweiler Schule viele Zuhörer zum Schmunzeln veranlasste. Nicht fehlen durfte eine gute Portion Neunkircher Lokalkolorit. Und so gab der gebürtige Niederländer, Wahlsaarländer und frühere Lehrer Noltus auch Passagen aus dem Stadtteilmagazin „Gugg emol do, Neinkeje“ zum Besten. Langeweile blieb bei den Sechstklässlern allemal Fehlanzeige. Trotz manchmal schwieriger Zusammenhänge und Begrifflichkeiten zauberten die manchmal „lausbubenhaft“ vorgetragenen und von witzigen Gesten untermalten Beiträge des agilen Mittsiebzigers sogar ein Lächeln in die Gesichter der noch wenig deutschkundigen Schüler aus den fernen Kriegs- und Krisenschauplätzen Syriens und Afghanistans. Einen großen Anteil zu der friedlichen Atmosphäre trug der weihnachtlich wunderschön dekorierte Saal der Klasse 6b von Lehrerin Christine Rings bei. Hier fand die Lesung, die vom Förderverein der Schule unterstützt wurde, statt und hier fand sie bei heißem Tee und leckerem Gebäck auch einen würdigen Abschluss. „Zünd ein Lichtlein an gegen Einsamkeit, Gewalt und Streit, gegen Gleichgültigkeit und für Gerechtigkeit“, lautete die Botschaft eines gemeinsamen Liedes, initiiert von der angehenden Religionslehrerin Sarah Kirsch. „Diese Veranstaltung wollen wir alljährlich jeweils immer für die sechsten Klassen durchführen“, kündigte der Fördervereinsvorsitzende Reinhard Strobel am Ende einer rundum gelungenen Adventsfeier an.

                                       

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Alex-Deutsch-Schüler im Bann der WM-Helden

Fünftklässler vom Kinder-Fußballtag begeistert  

Dritte Auflage des Kinder-Fußballtags an der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule. Auch diesmal eifern die Jungen und Mädchen des fünften Schuljahrganges voller Begeisterung ihren großen Vorbildern Müller, Özil, Götze, Neuer oder Kapitän Lahm nach. Ebenso wie all den anderen Fußballhelden, die im Spätsommer ganz Deutschland mit dem Gewinn des WM-Titels in Brasilien in einen kollektiven Freudentaumel versetzten.

Als kompetenter Übungsleiter ist diesmal der Stuttgarter Thorsten Talmon vor Ort, B-Lizenz-Inhaber, DFB-Stützpunkttrainer und Coach des schwäbischen Kreisligisten TSV Flacht. Zielsicher gibt der 42-jährige Diplom-Sportmanager und Sachverständige der Fußballschule Goal seine Anweisungen, achtet akribisch auf deren Ausführungen. Schnell merken die Kids der 5a, dass hier Konzentration und ernsthaftes Trainieren gefordert sind. Selbst solche Kinder, die dem beliebten Spiel mit der „Lederkugel“ normalerweise nicht so viel abgewinnen können, geben jetzt ihr Bestes, können hier und da bei koordinativen Übungen oder ballfreien Übungen zur Förderung von Kraft und Schnelligkeit erstaunlich gut mithalten. Die beiden Sportlehrerinnen Uschi Müller und Christine Rings, die im Vorfeld den organisatorischen Rahmen gesetzt haben, müssen nur wenige Male regulierend eingreifen, Übereifer bremsen oder einige „ABF`s“ (Jugendjargon für allerbeste Freundinnen) vom verlockenden Plausch am Mittelkreis abhalten. Gänzlich beendet werden die gelegentlich auftretenden Plaudereien auf dem Spielfeld aber erst in dem Moment, als das abschließende Mehr-Nationen-Turnier angepfiffen wird. Eine gespielte Neuauflage der Fußball-WM sozusagen, in der die „Seleçaõ“, die Auswahl Brasiliens, späte Genugtuung für das historische 1 : 7 - Debakel gegen Deutschland erfährt und das DFB-Team ebenso wie Argentinien am Ende auf die Medaillenränge zwei und drei verweist. Federführend beim neuen und imaginären „Weltmeister“ Brasilien in der Sporthalle Wellesweiler sind die Spielführerin Emelie Salbo und Libero Dietrich Raus, der normalerweise seinen fußballerischen Dienst als Abwehr-Chef bei der Jugend des FV Oberbexbach verrichtet.

                                            

Am Ende gibt es dann noch eine schöne Medaille für jedes teilnehmende Kind. Aber auch die Fachschaft Sport profitiert von der Aktion: Zehn krachneue Fußbälle wechseln als Spende in den Besitz der Schule über.

                                                        

Sehr zufrieden mit der emsigen Mitarbeit und dem tadellosen Verhalten der Klasse 5a zeigt sich am Ende der Übungsleiter Thorsten Talmon. Gleich nach seinem dicken Lob und dem Wunsch auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr macht sich der Tausendsassa in Sachen Fußball auf den Weg zurück nach Stuttgart, einem weiteren Einsatz an diesem kühlen und für die Wellesweilerer Fünftklässler doch so erwärmenden Novembertag entgegen. 

Hintergrund: Die Kinderfußballtage gehen zurück auf eine Initiative der Stuttgarter Firma „FutureSport“. Das Training obliegt lizenzierten Übungsleitern aus Vereinen bzw. professionellen Fußballschulen. Schirmherr im Saarland ist der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic. Die Veranstaltung in Wellesweiler wurde gesponsert von folgenden Unternehmen aus Wellesweiler bzw. dem Stadtgebiet Neunkirchen: Stadtmagazin „Es Heftche“, Fa. Montuoro & Sammel GmbH,  Praxis für Kinder-Osteopathie, Malerbetrieb Weber-Dochnahl, Bäckerei Borsdorff, Hanisch Gerüstbau, Link Fußbodentechnik, Mohren Apotheke sowie „EM“ Unfallinstandsetzung Karosserie + Lack.

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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September 2014

Von singenden Pferden und anderen Zynismen

Wellesweiler Abschlussklassen auf Spurensuche im Konzentrationslager Struthof

Fahrten zur Gedenkstätte Natzweiler-Struthof inmitten des herrlichen Gebirgsmassivs der Vogesen gehören seit gut 10 Jahren zum festen Programm aller Abschlussklassen aus der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule. Hintergrundwissen und auch tätige Mithilfe beim Erhalt von Demokratie, Frieden und Freiheit stehen als Intention hinter der traditionellen Veranstaltung, die der örtliche Schulförderverein von Beginn an finanziell und ideell unterstützte.   

Kalendarisch punktgenau auf den Herbstanfang machten sich zwei Neuner- und eine Zehnerklasse unter Begleitung der Lehrer und Lehrerinnen Marlies Koddenbrock, Erich Hoffmann und Dan Billes sowie Schoolworkerin Anne Misch und der früheren Klassenlehrerin Ursula Michels auf die 180 Km lange Busreise ins frühere Konzentrationslager im Elsass. Mit an Bord auch die beiden Struthof-Experten Axel Brück und Horst Bernard, die beide der Alex-Deutsch-Schulgemeinschaft schon lange in bewährter Zusammenarbeit verbunden sind. Horst Bernard, Zeitzeuge und im 82. Lebensjahr stehend, hatte bereits fünf Tage zuvor die Schule bereist und im Raum der Begegnung für die erforderlichen Vorinformationen an die Adresse der jungen Teilnehmer gesorgt. Die aufmerksamen Beobachter kamen dabei einfach nicht umhin, im Saarvorsitzenden des VVN (Verband der Verfolgten des Naziregimes) einmal mehr ein Phänomen im positiven Sinne zu entdecken. Sehr wortgewandt und die vom Aussterben bedrohte Kunst des lebendigen Erzählens meisterlich beherrschend, wie übrigens Axel Brück auch, versteht  Bernard auch heute noch im fortgeschrittenen Alter die Jugendlichen über die Dauer mehrerer Stunden in seinen Bann zu ziehen und gelegentlicher Unruhe mit Witz und Geduld zu begegnen. Eine Energieleistung, die umso erstaunlicher erscheint, wenn man den Leidensweg der Familie unter der Diktatur des Dritten Reiches nachvollzieht. Horst Bernards Vater stammte aus einer jüdischen Familie im Saarland und war in der sozialistischen Arbeiterjugend organisiert. Beides waren Gründe, warum die Familie nach der Volksabstimmung 1935 und dem Saaranschluss an Hitlerdeutschland von den Nazis massiv bedrängt wurde und zusammen mit dem zweijährigen Sohn Horst und der wenige Monate alten Tochter Alice die Flucht ins südfranzösische Exil antreten musste. 1946, nach einer regelrechten Odyssee, kehrte die zwischenzeitlich auf fünf Köpfe angewachsene Familie, die während der Emigration immer wieder auseinandergerissen wurde, ins Saarland zurück. Horst Bernard, der danach erst die deutsche Muttersprache so richtig zu beherrschen lernte, legt auch 70 Jahre nach dieser Zeit großen Wert darauf, die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Franzosen in einer ausgesprochen schlimmen Situation hervorzuheben. Neben persönlichen Fragen ging er im Raum der Begegnung auch auf alle anderen Fragen ein, die ihm die jungen Leute stellten. Szenenwechsel! Die 50-köpfige Reisegruppe aus dem Saarland hat sich auf dem ehemaligen Exekutionsplatz der Nazi-Schergen vom Struthof versammelt, einem unscheinbaren Stück Waldboden nur einen Steinwurf vom eigentlichen Lager entfernt! Hier wurden, so Brück und Bernard, geschätzte 250 Menschen willkürlich und ohne Gerichtsbeschluss hingerichtet. Darunter eine Bäckerfamilie aus dem idyllisch gelegenen Ort am Fuß des Berges. Der Bäcker und Familienvater, so die Anklage, hatte sich erkühnt, bei der SS-Kommandantur um die lange ausstehende Bezahlung mehrerer Warenlieferungen  zu ersuchen. Er, seine Frau, seine Mutter sowie die beiden Kinder, das jüngste zwei Jahre alt, wurden durch Genickschüsse exekutiert. Ein junger Arbeiter, der die „Marseillaise“ (französische Nationalhymne) pfeifend im Ort angetroffen wurde, erfuhr das gleiche Schicksal. Die nachdenklich gewordenen Zuhörer bekamen vor der eigentlichen Lagerbesichtigung weitere Gräuelgeschichten zu Gehör. Darunter auch einige, die von großem Zynismus der Lagerleitung zeugten. Zum Materialtransport wurden beispielsweise jeweils 10 ausgemergelte Häftlinge vor einen Pferdewagen gespannt und mussten zur Belustigung ihrer Bewacher muntere Lieder während der Schinderei anstimmen. „Singende Pferde“ nannten die SS-Leute ihre makabre Inszenierung. An die zweistündige Erkundung der umzäunten Anlage mit allen Gebäuden und Einrichtungen schloss sich eine  Besichtigung der unweit gelegenen Gaskammer an. In der umgebauten Scheune bzw. dem Vorratslager eines benachbarten Restaurants wurden insgesamt 86 Deportierte verschiedener Volksgruppen vom gewissenlosen Lagerleiter Josef Kramer eigenhändig ermordet und anschließend von seinen Helfern im gleichen Gebäude seziert. Alleine zu dem Zweck, um anhand ihrer Skelette Abweichungen von der Anatomie der „arischen Rasse“  nachzuweisen. Namen und damit Identitäten, welche den vorwiegend jüdischen  Opfern später nur durch einen Zufall zugewiesen werden konnten, sind heute auf einer Gedenktafel in dem Gebäude festgehalten. Das mehr als fragwürdige Projekt des deutschen Medizinprofessors August Hirt war übrigens für eine Ausstellung in der Reichsuniversität Straßburg gedacht.

Gegen 20 Uhr kehrten die Abschlussklassen nach Wellesweiler zurück. Um viele beklemmende Erfahrungen reicher und die mahnenden Abschiedsworten von Horst Bernard und Axel Brück noch deutlich im Ohr: „Wir alle müssen durch unser Wissen mit dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert“.

Auf einen Blick: Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war zwischen 1. Mai 1941 und 23. November 1944 ein Straf- und Arbeitslager der Nationalsozialisten nahe dem Ort Natzweiler im Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg und acht Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt auf einem Gipfel der Vogesen in 800 Metern Höhe gelegen. Der Standort wurde ausgesucht wegen eines Steinbruchs, in dem seltenes rotes Granitgestein als Baumaterial für Prunkbauten in der Reichshauptstadt Berlin abgebaut werden sollte. Etwa 52000 Häftlinge aus ganz Europa, insbesondere aus den Gefängnissen in Epinal, Nancy und Belfort wurden nach Natzweiler-Struthof sowie in die angeschlossenen Außenlager deportiert. 22000 Personen starben an Krankheiten, Kälte und Mangelernährung oder sie wurden direkt ermordet (aus Wikipedia – freie Enzyklopädie). Weitere Informationen zum Thema sind im Internet zu finden.

 

Ein lebenslanges Engagement gegen Hass, Unrecht und Gewalt:
Horst Bernard bereitet die Abschlussklassen im Alex-Deutsch-Raum der Begegnung auf die Exkursion nach Struthof vor.

 

                                                            
Bizarrer Kontrast an einem herrlichen Septembertag: Beklemmende Fragmente der Gedenkstätte                           Axel Brück erläutert in der früheren Gaskammer das Schicksal von 86 Deportierten,
inmitten der bezaubernd schönen Berg- und Waldidylle des Vogesenmassivs                                                          deren Leben hier auf grausame Weise endete. Die Namen sind auf der Gedenktafel
(Foto: Paul Werner)                                                                                                                                                     festgehalten.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Eine Revolution der Lernstrategie

Die Alex-Deutsch-Schule setzt auf individuelles Lernen

Moderne Berufe setzen immer häufiger die Fähigkeit des selbstständigen und verantwortungsbewussten Handelns voraus. Kinder und Jugendliche frühzeitig auf gestiegene Anforderungen der Arbeitgeber vorzubereiten, ist unter den geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fürwahr keine leichte Aufgabe. Die Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule hat die Herausforderung dennoch angenommen und beschreitet seit Schuljahresbeginn einen neuen Weg des Lernens.

Wer in diesen Tagen um 8 Uhr des Morgens durch die Flure des Alex-Deutsch-Schulgebäudes wandelt, bemerkt trotz offenstehender Saaltüren eine außergewöhnliche Ruhe. Keine Lehreranweisung, kein Stimmengemurmel unter den Kindern, keine Debatten über die Gründe von Verspätungen stören den friedlichen Eindruck. Verantwortlich dafür ist die „nullte Stunde“, zu deren Beginn die Schüler aller Klassen sich Übungsmaterial aus jeweils vier bunten Aktenordnern herausgesucht haben und dieses jetzt eine halbe Stunde lang völlig eigenständig an ihrem Arbeitsplatz bearbeiten. Blau steht für Mathematik, rot für Deutsch, gelb für Französisch und grau für den gesamten Kanon der anderen Fächer. Ein Abstecher in die Klasse 9d gewährt Einsicht in das System. Während die 14-jährige Angela sich gerade einem Arbeitsblatt zum Themenbereich „Multiplikation von Brüchen“ widmet, übt ihr gleichaltriger Klassenkamerad Fabian die Anwendung der verschiedenen s-Laute. So begegnet jeder Schüler gezielt und im individuellen Lerntempo seinen persönlichen Schwächen, niemand wird in der Auswahl des Übungsmaterials beeinflusst.

Ob Angela und Fabian am Ende alles richtig gemacht haben, können sie mithilfe eines Lösungsordners nachkontrollieren. Was am Ende der Übungseinheit unvollendet bleibt, wandert in eine Ablage und wird am folgenden Morgen wieder aufgegriffen. Über ihre Arbeit führen die Schüler Lerntagebücher, die regelmäßig von den Lehrern eingesehen werden. „IL“ nennen Schüler und Lehrer das pädagogische Konzept kurz und bündig. „Individuelles Lernen – so die ausführliche Betitelung -  soll die Schüler insbesondere befähigen, Übungsmaterial zu prüfen und Geeignetes herauszufiltern, dieses konzentriert zu bearbeiten, die Lernzeit sinnvoll zu gliedern und damit jetzt schon mehr Eigenständigkeit für den späteren Beruf einzutrainieren“, begründet Schulleiter Arno Schley eine Maßnahme, die im Vorfeld einen ganzen „Rattenschwanz“ weiterer Änderungen erforderlich machte. Änderungen, die unter den Gesichtspunkten der Lernpsychologie größtenteils aber auch sinnhaft erscheinen. Die Hauptfächer beispielsweise werden vorzugsweise in Form von Doppelstunden vermittelt, was die Flexibilität der Unterrichtenden erhöht und  nicht mehr, wie es bei Einzelstunden häufig der Fall ist, nach 45 Minuten zur abrupten Beendigung einer pädagogisch gerade „sehr fruchtbaren“ Lernsituation führt. „Die tägliche Unterrichtsdauer für die Schüler bleibt gleich“, betont der Rektor, die benötigte Zeit werde vom regulären Unterricht maßvoll abgezweigt.

„Was jetzt so einfach aussieht, machte einen hohen organisatorischen Aufwand sowie umfangreiche, methodisch ausgeklügelte Vorbereitungsarbeiten erforderlich“, zollt die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Urschel den beteiligten Gremien und den einzelnen Fachlehrern große Anerkennung. „Ob es sich gelohnt hat, wird erst nach gewisser Zeit sichtbar werden“, urteilen alle Beteiligten über ein interessantes Projekt, mit dem sich die Schülerschaft offensichtlich schon ganz gut angefreundet hat.

         

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Juli 2014

Ein Hoch auf 49 Schüler der Alex-Deutsch-Schule

Stilvolle Abschlussfeier im katholischen Pfarrzentrum

Festlich dekoriert bot das katholische Pfarrzentrum Wellesweiler einen würdigen Rahmen für die Abschlussfeier der Alex-Deutsch-Schule. 49 Mädchen und Jungen aus zwei Klassen nahmen die Glückwünsche ihrer Lehrer und Lehrerinnen, der Ehrengäste und vieler weiterer Besucher entgegen.

Alle Schüler und Schülerinnen entließ Rektor Arno Schley mit ebenso bedächtigen wie ermutigenden Worten ins weitere Leben, aber nicht alle in ein Leben außerhalb der Mauern seiner Schule. Genau acht Prüflinge des Hauptschulganges wollen nämlich ihren qualifizierten Abschluss nutzen und einen Seiteneinstieg in den mittleren Bildungszweig der Alex-Deutsch-Schule wagen. Bei vielen anderen war die eine oder andere verstohlene Träne im Auge auszumachen, denn sie müssen der vertraut gewordenen Wellesweiler Schule jetzt den Rücken kehren und das Zentrum ihres schulischen Lebens an eine andere Bildungsstätte verlegen. Im Mittelpunkt der rundum gelungenen Feier, die von den Ehrengästen Doris Deutsch, Ortsvorsteher Hans Kerth und Manfred Schmitt vom Landkreis Neunkirchen aufmerksam verfolgt wurde, stand die Zeugnisausgabe durch die Klassenvorstände Stephanie Roth (9b), Monika Hoschke und Dan Billes (10a). Aber auch die Grußworte des scheidenden Elternsprechers Fred Bier, "launige" Worte zum Abschied der Schulsprecherin Katrin Cakmak im Wechsel mit Klassenkamerad David Estes sowie die starke Moderation der beiden Neuntklässler Laura Stoll und Marc Schneider fanden eine starke Resonanz. Den äußeren Rahmen der Veranstaltung bildete einmal mehr eine großartige Vokaltruppe um Musiklehrer und Entertainer Hans-Jürgen Geiger, ausschließlich aus Entlassschülern gebildet. Eröffnet wurde durch Kimberly Neuhardt mit „Skyscraper“, für Auflockerung zwischendrin sorgten tolle Musikbeiträge von Sina Fundinger („The Rose“), Selina Kasper („Skyfall“) und Gianluca Fricker. Letzterer, laut Musiklehrer Geiger eine Neuentdeckung, riss mit seinem sehr authentisch klingenden Gänsehaut-Vortrag („Let her go“) und einer Stimme voller Timbre das staunende Publikum förmlich von den Sitzen  und animierte es zu Standing Ovations. Für einen stimmungsvollen Schlussakkord sorgte ein gemeinsam vorgebrachtes Abschlusslied der beiden Entlassklassen 9b und 10a. „Ein Hoch auf uns“, hieß es darin und damit wurden im Nu bei allen Anwesenden gute Erinnerungen an die gerade abgelaufene und für Deutschland mega-erfolgreiche Fußball-WM geweckt. Passend zum Zeitpunkt des Endspiels hatte, wie Rektor Schley verriet, der anwesende Schul-Fördervereinsvorsitzende seinen 70-sten Geburtstag gefeiert. Ein Ereignis, das den Schulleiter und seine Stellvertreterin Stephanie Urschel veranlasste, Reinhold Strobel für alles Geleistete zu danken und ihm ein schönes Präsent mit auf den Heimweg zu geben.      


Zahlen, Fakten und Auszeichnungen auf einen Blick

Den mittleren Bildungsabschluss haben 28 Schüler/innen erreicht, davon 13 Jugendliche mit der Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe.
Den Hauptschulabschluss erzielten 21 Schüler/innen,  davon 12 mit dem qualifizierten  Abschluss.

 Klassenbeste:         Laura Stoll und Marc Schneider (9b), Kimberly Lemmens und Martin Hilber (10a)

Sozialpreis:                Darleen Lemke und Jennifer Hoppstädter (9b), Elena Schwab und Dominik Hassdenteufel (10a)

 Sonderpreis des Fördervereins (von Mitschüler/innen gewählt): Katrin Cakmak und Matthias Radtke (10a), Laura Stoll und Evelyne Schubert (9b)

 Ausblick „Mittlerer Abschluss“: 9 Schüler zur Fachoberschule (Design, Soziales, Technik, Wirtschaft), 11 Schüler zum Gymnasium (Grundständiges oder Oberstufe des KBBZ),  
                                                              8 Schüler Berufsausbildung  (Lehre)

 Ausblick „Hauptschulabschluss“: 8 Schüler wechseln in den mittleren Bildungszweig der Alex-Deutsch-Schule, 2 Schüler zur zweijährigen Berufsfachschule (Handels-, Sozialpflegeschule),
                                                                  8 Schüler zu BGJ, BGS, BGJ „Dual“, 2 Schüler  Berufsausbildung (Lehre), ein Schüler noch ohne Entscheidung

 


Alle Absolventen auf einen Blick

                                                               
Ein "Hoch auf die Entlassschüler" brachte auch Schulleiter Arno Schley im Verlauf seiner                             Lohn der Mühe: Klassenlehrerin Monika Hoschke bei der Zeugnisvergabe
Ansprache aus.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Juni 2014

Freundschaftspflege zu den Klängen von Elaiza

Polnische Delegation besuchte Alex-Deutsch-Schule

Wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem südostpolnischen Landkreis Jaroslaw im Karpatenvorland und dem Landkreis Neunkirchen gibt es schon seit längerem. Jetzt sollen Schulpartnerschaften die guten Kontakte auf breiter Basis vertiefen. Eine zehnköpfige polnische Delegation aus Jaroslaw verweilte im Rahmen ihrer Rundreise auch an der Alex-Deutsch-Schule in Wellesweiler.

„Reiner Zufall“, beteuerte Musiklehrer Hans Jürgen Geiger, als die von Kreistagsmitgliedern und der hiesigen Schulleitung verstärkte Gruppe in seinem Heiligtum diverser Klangwelten einrückte und eine dreiköpfige Mädchengruppe sich gerade anschickte, Elaizas Superhit „Is it right“ zu intonieren.

Auf den Spuren von Elaiza: Sofia Macievskij, Lea Hauser und Celine Dörr (von links) mit „Is it right“

Sehr zur Begeisterung der Gäste, zumal die in Schiffweiler lebende Elaiza nicht nur auf eine polnische Mutter, sondern auch auf einen Vater aus der Ukraine unweit des grenznahen Jaroslaw zurückverweisen kann. „It`s right“ hätte sicherlich auch Alex Deutsch das ebenso politisch wie freundschaftlich motivierte Anliegen beider Regionen bewertet, partnerschaftliche Beziehungen auszubauen und zu pflegen. Dieser Wunsch stand im weiteren Verlauf des Rundganges durch das Wellesweiler Schulhaus, insbesondere aber beim abschließenden Beisammensein im Alex-Deutsch-Raum der Begegnung immer wieder im Vordergrund. Sehr beeindruckt zeigten sich die Gäste über den 2011 verstorbenen Holocaustüberlebenden Alex Deutsch, der nicht nur als Namensgeber im Prunkstück des Schulgebäudes allgegenwärtig scheint und dessen Lebensweg von Schulleiter Arno Schley den polnischen Gästen anhand der fest installierten Schautafeln sowie der Skulptur des Wiebelskircher Künstlers Seiji Kimoto sehr anschaulich geschildert wurde. Die Persönlichkeit Alex Deutsch und sein Hauptanliegen des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen standen auch im Mittelpunkt der Ansprache von Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, im Kern der Aussage bestärkt durch ihren polnischen Kollegen Jerzy Batycki, der auf die besondere Bedeutung und Wichtigkeit beidseitiger Austauschmaßnahmen hinwies. „Damit sich eine solch humanitäre Katastrophe wie der Zweite Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Begleiterscheinungen nicht wiederholt“, begründete der polnische Landrat seine Ausführungen unter Querverweisen auf den polnischen Papst und Friedensstifter Johannes Paul II, der ebenso wie die Gäste aus der Region Podkarpackie das Licht der Welt im Karpatenvorland erblickt hatte. Wie man die zweifellos vorhandenen sprachlichen Barrieren überwindet, demonstrierte die mitgereiste Dolmetscherin Grazyna Glab in fast simultaner Übersetzung und in einer sehr sympathischen Weise. Nach mehr als zweistündigem Aufenthalt verabschiedete sich die Gruppe in Richtung Berufsbildungszentrum Neunkirchen, der nächsten Station ihrer Schulbereisung an diesem Tag.

                                      

Faszinosum „Maschinentechnik“: Auf fachliches Interesse stieß die Ausstattung der Räume            Gruppenaufnahme im Raum der Begegnung: Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider
für Arbeitslehre                                                                                                                                    und Schulleiter Arno Schley (sitzend) werden flankiert von Landrat Jerzy Batycki und
                                                                                                                                                               dem Kreistagsvorsitzenden Leszek Szczybylo aus Jaroslaw(von links)

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann             

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April 2014

Alex Deutsch durch Projekte gewürdigt

Wellesweiler Schule gedachte ihres Namensgebers

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Viel Mut und Kreativität bewiesen die Schüler der Alex-Deutsch-Schule allemal bei der Ergebnispräsentation zweier Projekttage in der gut besuchten Schulaula. Zum dritten Mal würdigte die Schulgemeinschaft ihren 2011 verstorbenen Namensgeber.

Alon Kantzios aus der 6b ließ als Texter des neuen Alex-Deutsch-Songs großes Talent aufblitzen. Zur bekannten Gospelmelodie „O when the saints go marching in“ brachte das Lied, vorgetragen von Alons Klasse, die Ziele und Leitmotive von Alex Deutsch auf den Punkt und begeisterte die Zuhörer im weiten Rund der Aula. Ein künstlerisch anspruchsvolles „XXL“-Spruchband wurde von der Klasse 7b im Vorfeld liebevoll angefertigt und jetzt einem staunenden Publikum präsentiert. „Lernt miteinander zu leben und nicht gegeneinander“, war dem meterlangen Gemeinschaftswerk zu entnehmen, das später an einer geeigneten Stelle des Schulhauses einen dauerhaften Platz finden soll.

Nicht alle Projekte bezogen sich derart eng auf die Persönlichkeit und Vita von Alex Deutsch, aber alle hatten sie einen Bezug zu den Leitmotiven des unvergessenen Missionars in Sachen Gewaltlosigkeit und Brüderlichkeit, querbeet durch alle Nationalitäten, Religionen und persönliche Orientierungen. So beschäftigten sich die beiden fünften Klassen mit ganz spezifischen Problemen von Kindern aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde, während die Klasse 6a Rollenspiele zur Konfliktbewältigung darbot. Wie viele Nationalitäten harmonisch unter dem Dach der Alex-Deutsch-Schule zusammenleben, machte die Klasse 7a anhand eines multikulturellen Kochkurses deutlich. Im Nu waren die leckeren Speisen, die abschließend im Raum der Begegnung angeboten wurden, von den Besuchern verzehrt. Die Klasse 8a hatte das Land Polen näher in den Fokus genommen, wobei die Geschichte des Warschauer Ghettos und der Juden in Polen auf ein besonderes Interesse stieß. Die zunehmende Problematik des Mobbings und dabei speziell des Cybermobbings über soziale Netzwerke stellten die Klassen 8b und 9a anhand von Plakaten, Rollenspielen, eines Gedichtes und eines Videoclips anschaulich dar. „Schublade auf – Aufräumen mit Vorurteilen“, lautete das anspruchsvolle Thema der 8c, kurzweilig unterlegt durch einen Filmbeitrag von Paul Werner sowie Gesangsstücke von Hannah Marquardt, Angelina Schuler und Theano Kantzios. Die Biografie des Fabrikanten Oskar Schindler, der Hunderte von Juden einfallsreich und gleichzeitig unter Einsatz des eigenen Lebens vor dem Gang in die Vernichtungslager der Nazis rettete, wurde von der Klasse 10a erarbeitet und dem Publikum vorgetragen. Wer bis dahin noch nicht wusste, dass Sprichwörter und Redewendungen wie beispielsweise „Hals- und Beinbruch“, „Guter Rutsch“ oder „Es zieht wie Hechtsuppe“, ihren Ursprung im jiddischen Sprachidiom haben, sah seine Wissenslücke spätestens nach einem Vortrag der 9b geschlossen. Dass an vielen Stellen auch Heiterkeit auftrat, entsprach ganz dem Willen der „Architekten“ des Alex-Deutsch-Tages. Bereits bei der Erstauflage vor zwei Jahren hatte man sich einhellig gegen den Charakter einer Trauerveranstaltung ausgesprochen. Diesem Konzept einer ausgewogenen Mischung aus Wehmut, Schmunzeln und Nachdenklichkeit schlossen sich auch diesmal die Zuschauer in der ersten Reihe an: Doris Deutsch, Ortsvorsteher Hans Kerth, Stellvertreter Dieter Steinmaier, Schulleiter Arno Schley und Stellvertreterin Stephanie Urschel sowie Fördervereinsvorsitzender Reinhold Strobel, der zum Abschluss noch mit einer besonderen Überraschung aufwartete. Ein Spendencheck, der zum Ankauf einer neuen Bestuhlung für den PC-Raum der Schule gedacht ist, fand reichlich Beifall. Beendet wurde die Veranstaltung durch ein ausdrückliches Lob von Schulleiter Arno Schley an alle Beteiligten, besonders aber an die Adresse der teilnehmenden Schüler und Schülerinnen, die „ihren Auftritt mit Mut und Können bewältigt haben und gleichzeitig die Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl ein gutes Stück vorantreiben konnten“.

                                                                                                           

"Lernst miteinander leben, nicht gegeneinander". Ein Spruchband als                      Musikalische Untermalung durch die Schüler-Instrumentalgruppe.
imposantes Gemeinschaftswerk der Klasse 7b                                                      Den jungen Nachwuchstrompeter Felix de Freese (6a) begleitet
                                                                                                                            Musiklehrer und Veranstaltungsmoderator Hans-Jürgen Geiger
                                                                                                                            am Keybord.

 


Das Alex-Deutsch-Lied der Klasse 6b im Wortlaut:

Wir Kinder sind, wir Kinder sind, wir Kinder sind gegen Gewalt.
Wir sind die Alex-Deutsch-Schule
Und wir sind gegen die Gewalt.

 Ja Alex Deutsch, ja Alex Deutsch, ja Alex Deutsch ist unser Held.
Wir sind die Alex-Deutsch-Schule
und Alex Deutsch ist unser Held.

Versöhnung war, Versöhnung war, Versöhnung war sein großes Ziel.
Wir sind die Alex-Deutsch-Schule
Versöhnung das ist unser Ziel.

Rassismus passt, Rassismus passt, Rassismus passt bei uns nicht rein.
Wir sind die Alex-Deutsch-Schule
Rassismus passt bei uns nicht rein.

Courage ist, Courage ist, Courage das ist unser Ding.
Wir sind die Alex-Deutsch-Schule
Courage das ist unser Ding. 

Ja dieses Lied, ja dieses Lied, das schrieben wir für Alex Deutsch.
Und wir von der 6B
wir sagen jetzt auf Wiedersehn.

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann 

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Eine Geschichtsstunde aus erster Hand

Holocaust-Überlebender Walter Löb zu Besuch in der Alex-Deutsch-Schule

Aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit und im Zuge des Euthanasie-Programmes wurde seine Schwester in der berüchtigten „Heilanstalt“ Hadamar von den Nazis ermordet. Auch der lebensbedrohlich erkrankte Bruder musste sterben, weil man ihm als Kind jüdischer Abstammung die ärztliche Soforthilfe verweigerte.

All dies sind traumatische und prägende Erlebnisse, die der 86-jährige Zeitzeuge Walter Löb auch heute noch, rund 70 Jahre danach, sicherlich nur dadurch verarbeiten kann, dass er sie der Nachwelt  als mahnendes Beispiel für menschenverachtende Gewaltherrschaft hinterlässt. Sehr beeindruckt von den lebendigen Erzählungen Löbs zeigten sich auch die Schüler der Klasse 9a, die der Holocaust-Überlebende im Wellesweiler „Alex-Deutsch-Raum“ besuchte.

Organisiert worden war das Treffen von Reinhold Strobel im Auftrag des Adolf-Bender-Zentrums. Als Moderator fungierte Willi Portz, der Geschäftsführer der Einrichtung.

Walter Löb erzählte zunächst aus seiner Kindheit in Saarlouis. Dem getauften Kind einer Katholikin und eines „keineswegs strenggläubigen“ Juden wurden seine religiösen Wurzeln väterlicherseits erst so richtig bewusst, als das Saargebiet 1935 an Hitler-Deutschland angegliedert wurde. Ab diesem Zeitpunkt gingen seine Schulkameraden spürbar auf Distanz und bei vielen Veranstaltungen und Aktionen war der kleine Walter nicht mehr willkommen. Die anfängliche Ausgrenzung schlug rasant in schärfere Verfolgung um und fand ihren vorläufigen Höhepunkt in der Reichspogromnacht 1938. Gemeinsam mit weiteren Saarlouisern jüdischen Glaubens wurde Löbs Vater unter Schlägen aus dem Haus gezerrt und ins KZ Dachau deportiert. „Wie durch ein Wunder“ überlebte er, kehrte jedoch erst nach dem Krieg und nach einer regelrechten Odyssee als gebrochener Mann in die Heimat zurück.

Walter Löb selbst entfloh 1944 als 16-Jähriger der mörderischen Nazi-Diktatur nach Frankreich in die dortige Widerstandsbewegung (Résistance) und wählte damit einen Weg, den viele andere verfolgte Saarländer ebenfalls beschritten. Nach dem Krieg, in den 60er Jahren, begegnete er in Bad Kreuznach demselben Arzt wieder, der seinem Bruder seinerzeit die Behandlung verweigert hatte. „Kein Wort der Entschuldigung war zu hören“, so Löb, der Mann habe sich lediglich auf eine „Anordnung von oben“ berufen.

In einer von hoher Authentizität geprägten Gesprächsrunde ging Walter Löb auf viele Fragen der Neuntklässler ein, die sich ähnlich wie bei einer filmischen Zeitreise in die damaligen Geschehnisse hineinversetzt sahen und an der einen oder anderen Stelle auch sichtlich Anteil am Schicksal der Saarlouiser Familie nahmen. Das Scherzen hat Walter Löb trotz einer äußerst schmerzhaften Kindheit und Jugend übrigens nicht verlernt. Immer wieder lockerte er seine düsteren, zeitweise fast unerträglichen Schilderungen durch heitere Anekdoten auf und sicherte sich nicht zuletzt damit die ungeteilte Aufmerksamkeit der jungen Zuhörerschaft.

Aufmerksam begleitet wurde die Veranstaltung auch von der SZ-Reporterin Anika Meyer, die der Schule freundlicherweise ein  Foto zur Verfügung stellte.

 

                                                                            Ein Zeitzeuge zum Anfassen: Walter Löb in lockerer Gesprächsrunde mit den Wellesweiler Neuntklässlern
                                                                                                                                        (Foto Anika Meyer)    

 

Bericht: Erich Hoffmann   
Bild: Anika Meyer

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Die Netzschikane ist kein Kavaliersdelikt

Alex-Deutsch-Schüler gut gewappnet gegen Cybermobbing

Im vergangenen Jahr begann es mit einer Aufklärungskampagne über Risiken im Umgang mit elektronischen Medien. „Cybermobbing wirkungsvoll begegnen“ lautete jetzt das Anschlussthema in den Klassenstufen sieben bis zehn der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler. Immer öfter sehen sich Schüler mit dem Phänomen der Internetschikane konfrontiert. Eine Problematik, die auch andernorts an Häufigkeit und Intensität zunimmt.  

Referent Peter Sommerhalter zog die jungen Zuhörer zunächst mit einem Jugenderlebnis in seinen Bann. Beim Versuch, mit dem Fahrrad einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, war ein junger Mann auf der abschüssigen Dorfstraße mit einer Kuh kollidiert. Bei der Verbreitung der Nachricht ließ die Gerüchteküche aus dem „glücklicherweise“ nur leicht verletzten Rind ein zweigeteiltes Tier, aus dem Fahrrad ein Motorrad und aus der elterlichen Standpauke ein Gefängnisaufenthalt werden. „Der innerörtliche Nachrichtendienst funktionierte rasch, aber die Darstellung der verzerrten Wirklichkeit endete in Ermangelung damals noch unbekannter sozialer Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp spätestens an der Dorfgrenze“, so Sommerhalter. Heute, im Zeitalter des mobilen und meist unverschlüsselten Internets, könnte ein ähnlicher Fall minutenschnell  weltweiten Bekanntheitsgrad erlangen. Entlockte das oben geschilderte Erlebnis den jugendlichen Zuhörern noch Schmunzeln, offenbaren andere Fälle eine ernstere, zerstörerische Qualität. Peter Sommerhalter kennt eine ganze Fülle von Vorfällen, die das Leben vorwiegend junger Menschen von einem Moment auf den anderen nachhaltig verändern, oft zu psychosomatischen Erkrankungen und in Einzelfällen sogar zum Suizid führen. „Die Bandbreite an Straftatbeständen via Internet ist groß und kann empfindliche Strafen nach sich ziehen“, gab Sommerhalter seinem jungen Publikum warnend mit auf den Weg. Mobbing per Internet erfolgt häufig durch „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches“ durch kompromittierende Bildaufnahmen, durch Verleumdung, üble Nachrede, Beleidigung, Nötigung, Bedrohung, Erpressung und Nachstellung. Die Täter verbergen sich oft in der Anonymität des Netzes und können dennoch nie sicher vor Entlarvung sein. Die Trickkiste der Spezialisten, zu denen auch Peter Sommerhalter zählt, ist groß und beinhaltet ungeahnte Möglichkeiten. Spätestens dann, wenn hinterhältige Internetattacken aufgedeckt werden, tritt das Gesetz in voller Härte an die Stelle wohlmeinender Appelle und umfangreicher Präventivmaßnahmen. „Eine gewisse Beratungsresistenz potenzieller Täter gibt es leider noch allzu oft“, so Sommerhalter gegenüber den Schülern und Schülerinnen. Wichtig sei es für Betroffene, sich rechtzeitig an Vertrauenspersonen zu wenden und Hilfe zu suchen, denn die beste Deckung für den Täter sei die angstvolle Verschwiegenheit des verzweifelten Opfers. Allen Schülern, die der spannenden Unterweisung durch den virtuos vortragenden Peter Sommerhalter beiwohnten, waren nach sechs kurzweiligen Stunden inklusive eigenständiger Gruppenübungen zur beruhigenden Gewissheit gelangt, dass gegen das gefürchtete Cybermobbing eben doch „ein Kraut gewachsen ist“.

Hintergrund:

Peter Sommerhalter ist als Referent für Prävention und Medienberatung dem „Bündnis gegen Cybermobbing e.V.“ in Karlsruhe angeschlossen (www.buendnis-gegen-cybermobbing). Die Unterrichtung an Schulen des Landkreises erfolgt in enger Kooperation mit der Initiative ProKids in Neunkirchen.

Der Raum der Begegnung bietet eine ausgezeichnete Kulisse für Präventivmaßnahmen gegen seelische und körperliche Gewalt.
Referent Peter Sommerhalter mit Jugendlichen des achten Schuljahrganges.
 

Bericht und Bild: Erich Hoffmann      

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März 2014

Saarland picobello 2014

Alex-Deutsch-Schüler beim landesweiten Frühjahrsputz aktiv

Am Freitag, dem 21. März 2014, exakt ein Tag nach Frühlingsanfang, stand für 82 Schüler und Schülerinnen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule eine ganz besondere Aktion auf dem Stundenplan: Die Klassen 5a, 5b, 6a und 6b nahmen aktiv an der seit 11 Jahren in Folge durchgeführten Müllsammelaktion "Saarland  picobello" teil.

Als Initiator von "Saarland picobello" gilt das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr.

Bei der Aktion geht es darum, unsere Landschaft von unschönem  Abfall zu befreien, zumal wir alle eine saubere und schöne Umwelt lieben. Die Helfer gehen dabei mit gutem Beispiel voran und tragen mit ihrem Einsatz  zu einem nachhaltigen Umweltbewusstsein bei.

Gemeinsam mit ihrem Lehrer und ihren Lehrerinnen Christine Rings, Ursula Müller, Tatjana Caspary, Andrea Rech und Erik Hoffritz  sammelten die Schüler und Schülerinnen in und um Wellesweiler fleißig Müll auf. Schwerpunktmäßig waren die Reinigungskolonnen im Umfeld der Schule unterwegs (Wege in Richtung Tennishalle und Weiher) sowie in den Bereichen Bliesbrücke, Winterfloßsiedlung und den Wegen dorthin tätig.

Was dabei alles gefunden wurde, überraschte selbst abgehärtete Schüler: Vom blauen Riesenplastikbär über Autoradkappen nebst großen Autofedern bis hin zu einem gelben Schwimmbrett und einem kleinen Billardtisch war alles Mögliche vertreten. Dinge, die oftmals achtlos, zum Teil aber auch in voller Absicht weggeworfen werden.

Grundsätzlich waren alle Teilnehmer über die gewaltige Müllmenge höchst erstaunt.

Zum guten Schluss warteten rund 40 mit Abfall gefüllte Säcke an den Sammelstellen auf ihren Abtransport.

Für ihren freiwilligen Arbeitseinsatz wurden die Schüler und Schülerinnen hinterher mit Weck, Würstchen und einem erfrischenden Getränk versorgt.

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der Alex-Deutsch-Schule für ihr Engagement bei der traditionellen Säuberungsaktion. Viele Stellen in Wellesweiler sind jetzt wieder „picobello“ sauber und das hoffentlich für längere Zeit.

                                      

Text und Fotos: Ursula Müller und Tatjana Caspary

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Januar 2014

Am Arbeitsleben großen Gefallen gefunden
Praktikumsausstellung in der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler

Drei Wochen unternahmen 57 Achtklässler des Hauptschulzweiges und des mittleren Bildungsganges erste Gehversuche in der bunten Welt der Berufe. Jetzt informierten sie Eltern, Gäste und Mitschüler über ihre Erfahrungen im Rahmen einer feierlichen Praktikumsausstellung.

 Im Mittelpunkt der Praktika hatten zuvor Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen aller Art gestanden. Kindergärten und Kindertagesstätten, ein Altenheim, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, ein Energieversorger, Fitnesscenter, eine Anwaltskanzlei, Arztpraxen für Human- und Tiermedizin, Tierhandlungen und Tierzubehör, das städtische Klinikum, Sparkassen, ein Fotoatelier und ein Restaurant, Einkaufszentren, verschiedene Handwerksbetriebe, Reparaturwerkstätten und auch der Neunkircher Zoo waren diesmal gerne bereit, Einblicke in ihre Einrichtungen und Arbeit zu gewähren. Bewerben mussten sich übrigens alle Jugendlichen selbst. „Dadurch wurde ihnen die Schwellenangst und die Scheu vor den Formalitäten und Vorstellungsritualen genommen“, erläuterten die zuständigen Klassenlehrerinnen Nicole Karthein und Isabelle Riehm sowie Klassenlehrer Erich Hoffmann.

Rektor Arno Schley dankte in seiner Ansprache allen beteiligten Firmen und Betrieben für die freundliche Aufnahme und Betreuung der Jugendlichen. „Eine gewisse Vorfreude auf das Leben nach der Schule ist geweckt, aber auch die Erkenntnis, dass gute Noten, ein ausgeprägtes Teamdenken und vor allem Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß und Höflichkeit den Zugang zum Wunschberuf erst ermöglichen“, so der Wellesweiler Schulleiter. „Die ganz große Mehrheit der Betriebe erhielt von den Jungen und Mädchen eine glatte Eins als zusammenfassendes Werturteil“, hielt der Praktikumsbeauftragte Jan Grüntjes ein dickes Lob für das pädagogische Engagement und Verantwortungsgefühl der einzelnen Betriebsvorstände bereit. Von vorwiegend guten Erfahrungen im Praktikum berichteten in der Folge Mike Eyer, Valerie Spies und Seline Dörr (8a), Claudia Mees und Fabian Schumann (8b) sowie Vanessa Pierzyna und Omar Slet (8c). Die Feier wurde stimmungsvoll umrahmt durch die Karaoke-AG der Schule unter Leitung von Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger und unter Assistenz von Referendar Jan Becker. Mit toll vorgetragenen Gesangsbeiträgen begeisterten Sofia Macievsky, Lea Hauser, Hannah Marquardt und Angelina Schuler.

               

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Bahn frei für die Fahrt zum Ort des schwarzen Goldes
Alex-Deutsch-Schüler im Losglück

Der „Gelbe Engel“ machte es möglich: Eine kostenfreie Anreise für Schulklassen zur Ausstellung „Das Erbe“ mit Führung durch die „Wassergärten“ in Landsweiler-Reden. Jeweils 200 Euro Fahrtzuschuss stellte der Vorstand für Freizeit und Touristik im Saar-ADAC für die Gewinner einer Auslosung zur Verfügung.

Sechs Schulen freuten sich letztlich über das unverhoffte Glück, darunter auch die Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule. Klassenlehrerin Nicole Karthein, die zusammen mit Rektor Arno Schley im Rahmen einer Lehrer-Fortbildung vergangenen Herbst die ERBE-Veranstaltung vorerkundet hatte, erhielt jetzt gemeinsam mit einigen ihrer Schüler einen entsprechenden Scheck aus den Händen von Edgar Neusius und Horst Käfer von der Touristik- und Freizeitabteilung des ADAC. An die Wellesweiler Schule mitgekommen war auch Julia Hennings von der Ausstellungsleitung „Das Erbe“. Hennings umriss im beeindruckenden „Raum der Begegnung“ kurz die Zielstellung des Projektes und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem ADAC, der sich die Förderung kultureller Einrichtungen auf seine Fahnen geschrieben hat. „Wir sorgen gerne mit dafür, dass die historisch und wirtschaftlich bedeutsame Dimension des Saarbergbaus einen festen Platz im Bewusstsein der Schul-Jugend einnimmt“, so die Aussage von Edgar Neusius, ADAC-Vorstand des Saarlandes für Freizeit und Touristik.

Hintergrund: Die Landesausstellung „Das ERBE“ wurde am 1. Dezember 2012 in der ehemaligen Waschkaue des Bergwerks Reden eröffnet und seitdem von vielen Tausend Gästen besucht. Dargestellt ist die Geschichte des Bergbaus im Saarland und in der näheren Region. An Schulklassen richtet sich das Angebot kostenloser pädagogischer Programme. Auch der Eintritt ist für diese Personengruppe frei. Weitere Infos für Schulen unter s.trappe@iks-saar.de

                                                                

Über eine geglückte Zusammenarbeit freuen sich Touristik-Vorstand Edgar Neusius, Schulleiter Arno Schley,                  Große Freude bei: Laura Stoll, Andreas Batmanov, Mark Schneider und
Klassenlehrerin Nicole Karthein, Ausstellungsleiterin Julia Hennings, die Schülervertreter Laura Stoll und                          Gerlando Rizzuto (von links nach rechts)
Mark Schneider sowie ADAC-Abteilungsleiter Horst Käfer.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Alex-Deutsch-Schule öffnet ihre Tore
Showtime und viele Informationen beim Tag der offenen Tür

Wie gelange ich in neun Jahren ohne übermäßigen Stress zum Abitur? Nach Klärung dieser und anderer wichtiger Fragen lud Rektor Arno Schley die Besucher des Will-Kommen-Werbeabends zu einem Rundgang in der Wellesweiler Gemeinschaftsschule ein.

Neben explodierenden Gummibärchen und anderen spektakulären Showeffekten im naturwissenschaftlichen Gebäudetrakt wurden dabei viele weitere Einblicke in die außergewöhnlich breite Angebotspalette der Schule gewährt, zeitgemäße und spannende Unterrichtsmethoden im Englisch- und Mathematikunterricht mit einbegriffen. Für das leibliche Wohl sorgte Küchenchefin Ulrike Schöneberger gemeinsam mit ihrem versierten Schülerteam. Dass die Musikkultur einen bedeutenden Raum einnimmt und die Alex-Deutsch-Schule neben der evangelischen Religion zu einer gefragten Ausbildungsstätte für angehende Junglehrer geworden ist, unterstrichen einmal mehr Musiklehrer und Seminar-Fachleiter Hans-Jürgen Geiger und Referendar Jan Becker in einer eindrucksvollen Instrumentaldarbietung mit Schülern des fünften Schuljahrganges.

Ein besonderes High-Light beim Will-Kommen-Tag war die Vorstellung von mehr als 10 Nationalitäten, die an der weltoffen orientierten Alex-Deutsch-Schule vertreten sind. Mit selbst gebastelten Flaggen in der Hand begrüßten Kinder verschiedener Herkunft die Viertklässler und ihre Eltern in der jeweiligen Landessprache. Insgesamt 264 Schüler werden derzeit von 23 Lehrkräften unterrichtet, unterstützt von einer Schoolworkerin, zwei Integrationslehrern und vier Integrationshelferinnen. Die Klassen haben eine angenehme Größe, was individuellen Fördermaßnahmen sehr entgegenkommt. Als Fremdsprachen werden Französisch und Englisch unterrichtet. Neben einer Freiwilligen Ganztagsschule gibt es viele weitere Projekte, die das Schulleben nachhaltig bereichern und unterstützen. Möglich sind alle Abschlüsse, vom normalen Hauptschulabschluss bis hin zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Die Anmeldungen finden statt in der Zeit
von Mittwoch, 12. Februar, bis einschließlich Dienstag, 18. Februar 2014
(Samstag, 15. Februar 2014, zwischen 9 und 12 Uhr).
Andere Anmeldetermine sind nach telefonischer Absprache ebenfalls möglich (Tel. 06821/94090).

Mehr Informationen unter www.alex-deutsch-schule.de

                           
 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Alex Deutsch hätte es so gewollt

Spendenaktion für die Opfer von Taifun Haiyan

„Springen, sammeln, spenden“. Unter diesem Motto veranstaltete die Alex-Deutsch-Schule eine Spendenaktion, deren Erlös an die vom Taifun Haiyan heimgesuchten zentralphilippinischen Inseln geht. Exakt 3335 Euro konnten der Katastrophenhilfe des Diakonischen Werkes zur weiteren Verwendung übergeben werden. Begleitet war die abschließende Spendengala von verschiedenen Darbietungen im guten alten Seilspringen.

Man kann es an allen Orten zu jeder Zeit tun und das erforderliche Sportgerät zudem spottbillig im Handel erstehen. Seilspringen steht schon lange nicht mehr im alleinigen Ruf, beliebter Zeitvertreib zopfbewehrter Mädchen in Ringelsocken zu sein, sondern ist unter dem englischen Oberbegriff „Rope Skipping“ längst zum artistischen Leistungssport avanciert. Als Grundlage der Spendenaktion hatte die organisierende Sportlehrer-„Quadriga“ Ursula Müller, Christine Rings, Erik Hoffritz und Erich Hoffmann einen Sprungzeitraum von einer Minute festgesetzt, wobei die Schüler eine maximale Anzahl an Durchschlägen erreichen sollten. Rund 260 Mädchen und Jungen hatten im Vorfeld des Testes möglichst viele Sponsoren angeworben, die sich zur Zahlung eines individuell festgelegten Betrages pro Seilumdrehung verpflichteten. Neben einigen Einzelspendern bewies auch Hauptsponsor „Dr. Theiss Naturwaren“ ein Herz für Menschen in Not und steuerte 1000 Euro bei. Überreicht wurde der Spendenscheck von Schulleiter Arno Schley und der Aktionspatin Doris Deutsch an Volker Bourgett, Abteilungsleiter der JHV (Jugend-Hilfe-Verbund) im Diakonischen Werk an der Saar. „Die Diakonie als Partner und Träger der Freiwilligen Ganztagsschule an der Alex-Deutsch-Schule kam für die zuverlässige Weitervermittlung der Spende natürlich zuerst in Frage“, so Rektor Schley bei der Übergabe. Weiter betonte der Schulleiter, dass die Alex-Deutsch-Schule den Leitmotiven des Namengebers habe folgen wollen, um die Sensibilität der Schüler und Schülerinnen gegenüber Menschen in besonderen Notsituationen zu schärfen. Dies sei Lehrern, Sponsoren und auch den Klassenverbänden in bester Weise gelungen. Volker Bourgett erläuterte dem jungen Publikum anhand einiger Beispiele, wofür genau das gespendete Geld verwendet wird. „Die Alex-Deutsch-Schule ist auf dem besten Wege zu einer bewegten Schule“, schnitt der von Schulreferent Michael Müller-Laduga begleitete Diakonievertreter schließlich noch den sportlichen Begleiteffekt der Aktion an. Die Sportlehrer hatten nämlich kurzerhand eine schulinterne Skipping-Meisterschaft in den einzelnen Jahrgangsstufen ausgeschrieben, deren Finale zusammen mit der Spendenübergabe vor einem begeisterten Publikum in der Aula stattfand. Jahrgangssieger in den Klassenstufen 5 bis 10 wurden Jasmine Lindner (5a mit 120 Durchschlägen pro Minute), Alon Kantzios (6b/134), Raphael Sopalla (7  / 141), Max Koval (8b/162), Meike Schreiner (9a/169) und Sascha Kutscherow (10a/143). Sie alle erhielten vom Schulverein neue Sprungseile spendiert. Dem Aufruf „Skipping for Help“ folgten übrigens auch erwachsene Teilnehmer. Bei der Leistungsabnahme in der proppenvollen Aula beeindruckte Schoolworkerin Anne Misch mit den höchsten Sprüngen und legte beachtliche 87 Gesamtwiederholungen vor. Ausgezeichnete 132 bzw. 163 Durchschläge erzielten  Andrea Rech und Stephanie Roth. Die Herausforderung seiner jungen Lehrerkolleginnen nahm der Chronist Erich Hoffmann gerne an und konterte im direkten Vergleich „Jugend gegen Erfahrung“ mit exakt 180 Seilumdrehungen in gestoppten 60 Sekunden.

Viel Bewegung, eine Menge Spaß, große Begeisterung und eine gute Tat obendrein – genau so hätte es sich auch der unvergessene Menschenfreund und Namensgeber Alex Deutsch gewünscht!

 

                                      
                                                                                                                                                   

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Dezember 2013

Die Alex-Deutsch-Schule im Fußballfieber

Beim Willkommenturnier der Grundschulen siegte Pokalverteidiger Bexbach

König Fußball hat die Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule derzeit fest im Griff. Nur wenige Wochen nach dem Kinderfußballtag der Fünftklässler rollte die Lederkugel erneut. In der dritten Auflage des traditionellen Willkommenturniers für Grundschulen siegte die GS Bexbach nach torlosem Unentschieden und Siebenmeterschießen gegen die Bachschule Neunkirchen.

Ein neuer Teilnehmerrekord stand bereits vor Beginn der Spiele fest. 12 Teams aus insgesamt sieben Grundschulen kämpften mit hohem Engagement um die begehrte Wandertrophäe, die von Doris Deutsch, der Witwe des unvergesslichen Alex Deutsch, gestiftet und auch diesmal persönlich an die Gewinner überreicht wurde.  Dem Finale voraus ging das Spiel um Platz drei zwischen der zweiten Bexbacher Mannschaft und der Neunkircher Grundschule Am Stadtpark. Hier fiel die Entscheidung ebenfalls nach torlosem Spiel und Siebenmeterschießen mit dem besseren Ende für Bexbach. Aber auch die übrigen Teams aus Ottweiler-Neumünster, Wellesweiler, Frankenholz und Wiebelskirchen boten in der Vorrunde und dem Halbfinale teils feine Fußballkost, zeigten rasante und atemberaubend spannende Spiele, die für echtes Gänsehaut-Feeling sorgten. Eingeleitet wurde das Turnier durch Grußworte des Wellesweiler Schulleiters Arno Schley, beendet wurde es durch eine Siegerehrung, die von Doris Deutsch, Reinhold Strobel (Vorsitzender des Schulfördervereins), Rektor Arno Schley sowie dem Organisationstrio Ursula Müller, Christine Rings und Fußballexperte Erik Hoffritz vorgenommen wurde. Neben lobenden Worten für kämpferischen und gleichzeitig fairen Einsatz fehlte es natürlich nicht an Greifbarem. Über herrlich gestaltete Teilnehmerurkunden freuten sich alle Jungen und Mädchen, während die drei erstplatzierten Mannschaften schöne Fußbälle in den symbolischen Farben Gold, Silber und Bronze mit auf den Heimweg nehmen durften. Ein dickes Lob gab es auch für das fehlerfreie Schiedsrichterduo Felix Scherer und Sebastian Schumann, für die tatkräftig helfenden Schüler und Schülerinnen aus den oberen Klassen, für die Hallenwartin und Verpflegungschefin Nadine Guarragi und nicht zuletzt für „DJ“ Dennis Pommerening, der den Teilnehmern ordentlich mit fetzigen Tönen aus der halleneigenen Soundanlage einheizte.

Hintergrund: Mit dem Willkommenturnier im Fußball eröffnet die Alex-Deutsch-Schule interessierten Viertklässlern und künftigen Gemeinschaftsschülern Einblicke in ihre Sportstätte und ihr sportliches Angebot. Am 14. Januar 2014 haben interessierte Viertklässler und ihre Eltern anlässlich des Tages der offenen Tür (Will-Kommen-Tag) zwischen 18.00 und 20.30 Uhr die Möglichkeit, sich über das komplette Angebot der Alex-Deutsch-Gemeinschaftsschule Wellesweiler zu informieren. Vom 12. bis 18. Februar können Kinder für die Aufnahme in Klassenstufe 5 angemeldet werden. Als zertifizierte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ legt die Alex-Deutsch-Schule einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von Toleranz und Fairness im Umgang miteinander. Diese von Alex Deutsch zu Lebzeiten immer wieder eingeforderten Werte können Kindern im sportlichen Spielgeschehen besonders gut vermittelt werden.

                              

                                                                                            Turniersieger und Pokalverteidiger Bexbach triumphierte gleich mit zwei Mannschaften.
                                                                                   Auch Rang drei ging an die Truppe von Sportlehrer und Erfolgscoach Björn Stoll (Dritter von links).

                           

Fußball an der Neunkircher Bachschule ist Chefsache. Rektor Uwe Sander gemeinsam mit                   Die drei Erstplatzierten mit Pokal und Ehrengaben auf einen Blick.
seinem starken Team, das im Wellesweiler Traditionsturnier erstmals einen zweiten Platz                      Im Hintergrund von links: Sprecher Erich Hoffmann, Schulleiter Arno Schley, die erkämpfen konnte.                                                                                                                                         Schiedsrichter Sebastian Schumann und Felix Scherer, Christine Rings,
                                                                                                                                                                               Erik Hoffritz,  Ursula Müller, Doris Deutsch und Reinhold Strobel

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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„Auch die Zweitauflage war ein Kracher“

Kinderfußballtag an der Alex-Deutsch-Schule  

Charlie Schröder und Detlef Wackerhage verstehen ihr Handwerk. Bei ihrem zweiten Besuch an der Alex-Deutsch-Schule begeisterten die beiden Jugendtrainer einer Trierer Fußballschule einmal mehr die Kinder der Fünferklassen. Auch diesmal wurde die Veranstaltung von der Stuttgarter Firma „FutureSport“ in Zusammenarbeit mit regionalen Sponsoren ermöglicht.

Fußballstars als Vorbilder stehen bei jungen Menschen hoch im Kurs. So wirbelte am Auge des aufmerksamen Beobachters beim Kinderfußballtag in der Wellesweiler Sporthalle immer wieder ein Trikotträger mit bekanntem Namenszug vorbei. Während hier der Leverkusener Neuzugang „Son“ noch auf dem edlen Stoff des Vorgängerclubs HSV prangte, dort ganz aktuell Brasiliens „Barca“-Idol Neymar oder Bayerns Torhüter Neuer defilierten, zeigten sich andere Kinder eher alten Fußballgiganten wie Klinsmann oder Kahn verbunden. Textil gewordene Nostalgie, von älteren Geschwistern gönnerhaft an die Kleinen „vererbt“, wie später zu erfahren war.  Die Erinnerungen und der fußballerische Erfahrungsschatz von Jugendtrainer Charlie Schröder, selbst Zweitliga-Torwart der siebziger Jahre in Neunkirchen, reicht derweil noch viel weiter zurück, ebenso wie das Wissen seines Kollegen Detlef Wackerhage um alte Fußballherrlichkeit und trainingsmethodische Vielfalt alter und neuer Prägung. Zeitlose Stärken demonstrierten beide Trainer dagegen unisono im Umgang mit den Kindern. Der Erfolg in den Psychologie-Kategorien „Begeistern und Motivieren“ ist unübersehbar. Kaum fällt ein aggressives Wort zur Disziplinierung, sich anbahnende Konflikte werden mit einem geschickten Flachs im Keim erstickt. Eine Freude zuzusehen, wie Detlef Wackerhage im Feldherrenstil und theatralisch ausdrucksstark die quirligen Kinder zu immer neuen Höchstleistungen anspornt. Die Belastung schien von den jungen Teilnehmern freilich unbemerkt zu bleiben. „Wie, schon vorbei?“, war gegen 13 Uhr eine oft geäußerte Frage der Kinder. Als Lohn der Mühe gab es am Ende noch eine Medaille für alle teilnehmenden Mädchen und Buben sowie das eine oder andere schöne Präsent von den regionalen Sponsoren. Über einen Klassensatz „krachneuer“ Fußbälle freute sich insbesondere Sportlehrer und Fußballexperte Erik Hoffritz. Den Schlusspunkt zu einer erneut gelungenen Veranstaltung setzte die Sport-Fachleiterin Uschi Müller, die ebenso wie Kollegin Christine Rings als Klassenlehrerin dem Fußballtag in betreuender Funktion beiwohnte. Herzliche Worte des Dankes gingen an die regionalen Sponsorenpartner und die Firma FutureSport, ganz besonders aber an die beiden Übungsleiter für die überragende Vermittlung der Sportart Fußball in einer ebenso humorvollen wie kompetenten und persönlich sehr ansprechenden Weise.              

Hintergrund: Die Kinderfußballtage gehen zurück auf eine Initiative der Stuttgarter Firma „FutureSport“. Das Training obliegt lizenzierten Übungsleitern aus Vereinen bzw. professionellen Fußballschulen. Schirmherr im Saarland ist der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic. Die Veranstaltung in Wellesweiler wurde gesponsert von folgenden Unternehmen: Stuckateur-Meisterbetrieb Martin Sammel, Immobilien Michael Voltmer,  „EM“ Unfallinstandsetzung Karosserie + Lack, Schlemmerlädchen Lorig, Haarstudio Wolfgang Fremgen und Mohrenapotheke.

                

                                                                                           

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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November 2013

Mit Tulpen gegen menschliches Leid

Spendenaktion an der Alex-Deutsch-Schule

 Schüler und Schülerinnen erwerben und verkaufen Tulpenzwiebeln für einen guten Zweck! Seit mehr als 10 Jahren haben sich viele Schulen dieser lobenswerten Idee verschrieben  und bei der Aktion unter der Schirmherrschaft politischer Prominenz aus verschiedenen Bundesländern mitgemacht. Erstmals nahm jetzt auch die Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule teil.

Immer dann, wenn es um Biologieprojekte, Garten und Natur geht, steht Lehrerin Stephanie Roth „Gewehr bei Fuß“. So auch diesmal als interne Initiatorin der Aktion „Tulpen für Brot“, die zum ersten Mal in dieser Form an der Alex-Deutsch-Schule stattfand. Die Idee im Hintergrund: Schulkinder, Lehrer und Schulbedienstete erwerben zum Stückpreis von 60 Cent Tulpenzwiebeln für den eigenen Garten oder zum Weiterverkauf an Verwandte, Freunde oder Bekannte. Der Erlös geht zu 50 Prozent an die Peruhilfe in Nonnweiler, zu 40 Prozent an die Deutsche Welthungerhilfe und zu 10 Prozent an die Stiftung Deutsche Kinderkrebshilfe. Über 450 Euro wurden bei der ersten Wellesweiler Auflage von den über 60 Teilnehmern erwirtschaftet und dieser Tage von Stephanie Roth auf das Spendenkonto überwiesen. Einige Schüler erwiesen sich als besonders emsig im Verkauf ihrer Zwiebeln und wurden mit einem spannenden Jugendbuch („Die Drachen der Tinkerfarm“) ausgezeichnet.

Irina Koval (Klasse 7a / 90 Zwiebeln), Jannik und Patrick Hirt (8ab / 60) sowie Diana und Laura Bock (9a bzw. 6b / ebenfalls 60 Stück) durften sich über die schöne Literaturgabe freuen. Besondere Anerkennung wurde auch Anna–Maria Völker (5a / 44) sowie den Teams Lea Regitz mit Jasmine Lindner (5a / 46) und Daria Salemi mit Katharina Werner (6a / 43) zuteil. Zusammengenommen wurden 727 Zwiebelknollen ausgegeben, mit Pflanzanleitung und allem, was dazugehört. In ihrer Eigenschaft als Biologielehrerin betonte Stephanie Roth einen sehr wichtigen Begleiteffekt der Spendenaktion. Viele Jungen und Mädchen können den Werdegang der Blumen als „Wunder der Schöpfung“ in allen Stadien begleiten: Vom Einpflanzen noch in diesem Herbst über das erste Aussprießen bis hin zum prachtvollen Erblühen im kommenden Frühjahr.

                                             

                              

         Auszeichnung der erfolgreichsten Teilnehmer im Foyer der Schule                                          Ein großes Herz für bedürftige Kinder: Irina Koval (13) erwies sich als besonders engagiert.

 

Auch die Jungen zeigten große Bereitschaft zum Helfen: Die Zwillinge und Achtklässler Jannick und Patrick Hirt  

Tulpen für Brot ist eine Aktion von Kindern für Kinder.
Näheres unter www.tulpenfuerbrot.de

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Auch der Rektor drückte die Schulbank

Alex-Deutsch-Schule ist im KOSINUS-Projekt eingebunden

 „Panta rhei“, alles fließt. Die berühmte Erkenntnis des griechischen Philosophen Heraklit hat  mittlerweile auch die ständig im Wandel begriffene Schullandschaft erreicht und eine Gruppe innovativ beseelter Wissenschaftler der Universität des Saarlandes schon vor geraumer Zeit zu einem Umdenken in der Vermittlung mathematischer Lerninhalte veranlasst. Ein wichtiges Ergebnis der Forschungsarbeit unter Federführung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien ist das landesweite Weiterbildungsprojekt KOSINUS (Kürzel für „Kompetenzen stärken im Mathematikunterricht der Sekundarstufe“), an dem in den ersten vier Auflagen bereits mehr als 50 Schulen des Saarlandes, darunter Erweiterte Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien, teilgenommen haben.

Auch die Mathematik-Fachlehrer der Alex-Deutsch-Schule gehören seit neuestem zum Kreis derjenigen, die sich in vier ganztägigen Modulen teils an freien Samstagen der breit gefächerten Fortbildungsmaßnahme unterzogen haben und jetzt für zukünftige Anforderungen noch besser gewappnet sind. Schluss ist damit aber noch lange nicht, denn das Projekt sieht in den kommenden Jahren weitere Aufbaumodule und Betreuungsangebote durch das Kosinus-Team vor.

Durch die Veranstaltungen in Wellesweiler führte Karin Burkhardt, Beraterin für Unterrichtsentwicklung im Kosinusprojekt. An sie richtete Rektor Arno Schley, der sich in seiner Eigenschaft als langjähriger Mathematiklehrer gerne in den Teilnehmerkreis eingereiht hatte, Worte des Dankes. Vieles habe man mitnehmen können, wichtige Impulse und Denkanstöße für ein zeitgemäßes Unterrichten unter völlig geänderten Rahmenbedingungen seien gegeben worden, so der Wellesweiler Schulleiter. Verbunden war die Maßnahme mit der Gewährung eines Geldbetrages von 900 Euro, die in Wellesweiler bereits auf die Beschaffung moderner Unterrichtsmaterialien verwendet wurden.

                

Der Kreis der teilnehmenden Mathematik-Lehrer                                   Gruppenarbeit mit Jugendlichen aus der Klasse 9b am letzten Schulungstag

Nähere Informationen unter der Homepage des LPM

http://www.lpm.uni-sb.de/typo3/index.php?id=1107.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Oktober 2013

Alex-Deutsch-Schule: Kochen nach alten Rezepten an neuen Herden

Feierliche Übergabe der modernisierten Lehrküche

Darauf hatten alle sehnsüchtig gewartet. Sechs Wochen nach Schulbeginn konnte die völlig umgestaltete Küche der Alex-Deutsch-Schule offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden.

Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider und Schulleiter Arno Schley begrüßten viele Gäste, darunter auch die bauausführenden Firmen und den ortsansässigen Möbellieferanten. „Wir finden es einfach toll, dass der Landkreis umliegenden Betrieben den Zuschlag erteilt hat“, hörte man im Verlauf der Feierstunde immer wieder. Besondere Anerkennung erfuhr Ruven Sebastian aus der bautechnischen Abteilung des Landkreises für die ebenso geschmackvolle wie funktionell hervorragende Ausgestaltung der Großraumküche im Untergeschoss der Schule. Ein Projekt, das nach wochenlanger Arbeit und Bestückung mit modernstem Möbel und Gerätschaften immerhin mit 75000 Euro zu Buche schlug. Schulleiter Arno Schley bedankte sich entsprechend bei Cornelia Hoffmann-Bethscheider für dieses deutliche „Signal des Vertrauens und der Wertschätzung“ des Landkreises gegenüber dem Schulstandort Wellesweiler. Freude und Zufriedenheit über das neue Prunkstück im Schulgebäude war  auch einer anwesenden Kochgruppe des neunten Schuljahrganges und ihrer Fachlehrerin Ulrike Schöneberger anzumerken. „Die Arbeit in einem solch tollen Ambiente wird künftig noch mehr Lust und Laune auf die Zubereitung anspruchsvoller Speisen wecken“, waren sich alle einig. „Die Traditionspflege gesunden Kochens nach alten Rezepten sei im Übrigen eine unschätzbar wichtige Aufgabe der Schule“, so Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider in einer schwungbetonten Ansprache. Die harmonische Feierstunde fand ihren Abschluss im Verzehr leckerer Häppchen, die von den Mädchen und Jungen zusammen mit ihrer Lehrerin mit viel Sorgfalt vorbereitet worden waren.

                                                                               

Gute Laune zur Premiere: Inmitten einer Schülergruppe Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, zusammen mit Rektor Arno Schley und der stellvertretenden Schulleiterin Stephanie Urschel.

                                                                                 

Viele Besucher waren gekommen, um der offiziellen Inbetriebnahme beizuwohnen.                                        Leckere Häppchen vor stimmungsvoller Kulisse.
                                                                                                                                                                       Die helle Küche mit modernstem Inventar weckt Lust auf kulinarische Großtaten.

Text und Fotos. Erich Hoffmann

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Juni 2013

Die Tränen waren längst versiegt:

Alex-Deutsch-Schule verabschiedete 71 Mädchen und Jungen

Noch einmal große Bühne für die vier Abschlussklassen der Alex-Deutsch-Schule im katholischen Pfarrheim Wellesweiler. Insgesamt 71 Jungen und Mädchen wurden von Schulleiter Arno Schley, ihren Klassenlehrerinnen, den Ehrengästen und vielen, vielen Besuchern feierlich ins weitere Leben entlassen.

Ein Großteil der Abschiedstränen war bereits vergossen, denn schon drei Tage zuvor hatten die Entlassschüler im eigenen Schulhaus mit Unterstützung der Musik-Fachschaft eine fetzige Abschiedsfete für die gesamte Schulgemeinschaft auf die Beine gestellt und dabei auch den Emotionen freien Lauf gelassen.

Von Einfallsreichtum geprägt waren ebenso einen Tag später die traditionellen Schülerstreiche, die zur Freude von Hausmeister Gerhard Brink ohne jeglichen Sachschaden verliefen. Lediglich Musiklehrer und Entertainer Hans-Jürgen Geiger kam im Verlauf der Abschlussfeier nicht umhin, über einen „Anschlag“ auf seinen Musiksaal zu berichten: Dem bekennenden Anhänger des Fußballclubs Borussia Mönchengladbach hatten Unbekannte ausgerechnet das rot-weiße Emblem des erfolgreicheren Erzrivalen aus der Bayernmetropole München über den Flügel gepinnt.

Mehr Freude als die zuletzt mäßig aufspielenden Gladbacher „Fohlen“ machten dem Fußballfan Geiger und allen Besuchern der diesjährigen Entlassfeier die einzigartige Gesangstruppe aus dem Talentschuppen der musikbetonten Alex-Deutsch-Bildungsstätte. Nach der musikalischen Eröffnung mit der meisterhaft Akkordeon spielenden Laura Kolling sorgten die Solistinnen Ouissam Kraouche, Chantale Scherer, Selina Mohr und die mittlerweile überregional bekannten „Farbenblind“-Sängerinnen Berfin Yalgin und Giovanna Domante im Rahmenprogramm noch einmal mit ihren virtuosen Stimmen für Stimmung und Gänsehautfeeling. Leider aber auch für einen guten Schuss Wehmut, denn alle Mädchen gehören dem Kreis der abgehenden Schülerinnen an.

                           

         

In seiner Eröffnungsansprache richtete Schulleiter Arno Schley  besondere Willkommensgrüße an Dieter Steinmaier als Vertreter der Gemeinde Wellesweiler sowie an Doris Deutsch, die Witwe des unvergessenen Alex Deutsch. „Alex Deutsch wird von uns schmerzlich vermisst“, bemerkte Schley und ließ gleichzeitig im Konsens mit allen gängigen Glaubensrichtungen keinen Zweifel daran offen, dass der verstorbene Freund und Förderer der Schule „mitten unter uns weile“. Mit Stolz verwies der Schulleiter auf die fast hundertprozentige Quote erfolgreicher Prüfungen und auf die außergewöhnlich hohe Rate der Übergänge auf Gymnasien (14 Jugendliche) bzw. Fachoberschulen (21). Ebenso zollte er den Jungen und Mädchen des Hauptschulbildungsganges (26 Schüler gegenüber 45 Absolventen des mittleren Abschlusses) große Anerkennung. Von diesen habe die überwiegende Mehrheit den so genannten qualifizierten Abschluss erreicht und sich damit die Option höherer Bildungsabschlüsse mit späterer Studienberechtigung bewahrt.

 Im Mittelpunkt der gelungenen Feier unter Federführung der stellvertretenden Schulleiterin Stephanie Urschel standen in der Folge die Zeugnisausgabe, die Ehrung der jeweils Klassenbesten (Yannik Delles 9b, Jacqueline Bosi 9c, Laura Kolling 10b und bei einem sensationellen Notendurchschnitt von 1,07 Christina Bemrah aus Klasse 10a), die Auszeichnung mit einem Sozialpreis (Lisa Hau 9b, Jacqueline Bosi 9c, Aileen Lemke 10a und Dennis Mast 10b) sowie die Vergabe von Sonderpreisen des Fördervereins. Diese besondere Ehrung aufgrund von Schülervorschlägen nahm für den verhinderten Vorsitzenden Reinhold Strobel Frau Doris Deutsch gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen Ursula Müller, Christine Rings, Barbara Fiedler und Dagmar Andres vor. Glückliche Empfänger von Buchgeschenken waren dabei Yannik Delles und Hassan Simou (9b), Andreas Hirsch und Lukas Masyk (9c), Niklas Braun und Valerio Policiccho (10a) sowie Yasmin Simou und Yannik Spies (10b).

                               

Als Vertreter der Schülerschaft ließen Schulsprecherin Berfin Yalgin und Farah Rachid Nachdenkliches, aber auch viele amüsante Begebenheiten aus ihrer Zeit an der Alex-Deutsch-Schule in die Veranstaltung mit einfließen.

                            


Text und Fotos: Erich Hoffmann

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Mai 2013

Abschlussfahrt der Klassen 10a, 10b, 9b und 9c
 

Am 15.04.2013 um 7:30 Uhr begann die Reise für die vier Abschlussklassen in Richtung Hamburg. Wir fuhren mit dem Busunternehmen Mader, um genau zu sein mit Vater und Sohn. Die beiden 10er Klassen wurden von dem Sohnemann und die 9er von dem Senior Chef chauffiert. Gegen 16:30 Uhr hatten wir endlich unser Ziel, den Centerpark „Bispinger Heide“ erreicht. Nach dem „Check In“ mussten wir einen Halbmarathon, mit gefühlten 50 Kilogramm Gepäck, durch den halben Park beschreiten. Als jeder sein richtiges Häuschen erreicht hatte, durften wir für den Rest des Tages unsere Zeit frei einteilen. Manche machten sich ihre Wohnung gemütlich, andere wiederum vergnügten sich direkt in dem parkeigenen Spaßbad „Aqua Mundo“. Am nächsten Morgen wollten wir pünktlich um 10:00 Uhr in Richtung Heide Park Soltau aufbrechen. Doch dies gelang uns nicht sofort, da nicht alle pünktlich am Bus waren -es war nicht die Schuld der Schüler-! J

Die vielen Attraktionen, die der Heide Park bietet, bereiteten den Schülern und besonders einer Lehrperson große Freude. Mit Frau Andres konnte man auf jeder Bahn, egal welche Achterbahn es auch war, viel Spaß haben! Aber die anderen Lehrer, Frau Rings, Frau Müller und Frau Fiedler, hatten auf der Bimmelbahn mit ungefähr zwei km/h auch ihre Freude! Um 16:00 Uhr war Treffpunkt zum Heimfahren am Eingang des Heideparks, doch die Gruppe mit Frau Andres fehlte -es war schwer, Frau Andres von den tollen Achterbahnen wegzuziehen.

Abends kochte jedes Haus für sich und genoss den ruhigen Abend, bevor es am nächsten Tag mit einer Sightseeingtour in der Hamburger Innenstadt weiterging. In Hamburg angekommen, stand als Erstes auf dem Plan eine Hafenrundfahrt. Dabei war Frau wieder richtig toll, denn sie handelte mit einem waschechten Hamburger den Preis für eine „ Barkasse“ von zehn auf sechs Euro herunter. Eine Stunde später, zusammen mit vielen Bildern und Eindrücken der Speicherstadt, des Hamburger Hafens und des berühmten Passagierschiffs „AIDA“ in der Tasche, begaben wir uns zu Fuß zum Wahrzeichen Hamburgs, dem „Michel“.

                 

Nach der Sightseeingtour begann der Höhepunkt unserer Reise, nämlich das Musical „König der Löwen“. So wurde der Bus zur Umkleidekabine für Mädchen und Jungs. Um 18:30 Uhr begann die Vorstellung. Etwa drei Stunden waren wir wie verzaubert und in die Welt Afrikas eingetaucht. Es war einfach wunderschön und es ist ein Muss für jeden, der nach Hamburg fährt. Danach fuhren wir in den Center Park zurück, doch nicht ohne einen Blick auf die „Reeperbahn“ bei Nacht zu werfen. Da unser Busfahrer einfach klasse war, fuhr er das „Rotlichtmilieu“ rauf und runter, da die Jungs nicht genug bekamen!

                   

 

                                                                

Der Donnerstag stand den Schülern frei zur Verfügung. Wir konnten den ganzen Tag den Park durchforsten und die letzten Stunden zusammen genießen, bevor es am nächsten Morgen um 10:00 Uhr nach Hause ging.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Frau Fiedler und Frau Andres und natürlich auch bei dem Busunternehmen Mader für die super schöne Abschlussfahrt nach Hamburg!

(Christina Bemrah, 10a)

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Die Alex-Deutsch-Schule startet das Projekt „Schulgarten

 

Anfang Mai haben einige Schüler der Alex-Deutsch-Schule einen Schulgarten auf dem Pausenhof eingerichtet. Dazu wurde das Hochbeet um den Ginkgobaum gesäubert und frisch mit Muttererde aufgefüllt. Zusätzlich sind zwei große Kübel aufgestellt worden.
 

Im Bereich um den Ginkgobaum haben die Schüler verschiedene Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Minze, Thymian, Oregano) und Tomaten gepflanzt sowie einige Kräuter und Gemüsearten (z. B. Spinat, Bohnen, Erbsen, Karotten, Rote Rüben) ausgesät. Weitere Pflänzchen sollen noch dazukommen.

In den ersten Kübel, der direkt neben dem Hochbeet steht, wurden verschiedene Salatsorten (z. B. grüner und roter Kopfsalat, Lollo Rosso und Lollo Bianco, grüner und roter Eichblatt) gepflanzt.

Der zweite Kübel steht neben einem Baum mittig im Schulhof und ist mit verschiedenen Kohlsorten (z. B. Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl) sowie Einleggurken, Schlangengurken und Zucchini bepflanzt.
 

                                       

Die beim Einpflanzen entstandenen Gespräche waren sehr interessant und größtenteils auch sehr schön. Manche Schüler erzählten davon, dass sie zu Hause mit ihren Eltern, Großeltern oder anderen ebenfalls Gartenarbeiten ausführen. Diese konnten dann auch mit ihrem Wissen glänzen und ihren Mitschülern etwas über die verschiedenen Pflanzen erzählen. Manche Wissenslücken waren aber auch recht erschreckend. Einige Schüler wussten z. B. nicht, was ein Kohlrabi ist oder dass es verschiedene Salatsorten gibt. Wenige waren darüber erstaunt, dass man das alles essen kann und andere dachten, die kleinen Pflänzchen seien schon über Nacht gewachsen.

Der Schulgarten soll den Schulalltag und die Schüler auf unterschiedliche Art und Weise bereichern. 

Die Kinder sollen unter anderem die verschiedenen Pflanzen kennenlernen und sehen, wie man sie aussät oder einpflanzt, wie sie wachsen, wie und wann sie geerntet werden, wie man sie verarbeitet und wie sie schmecken. Dabei können einige Schüler ihr Wissen demonstrieren und andere können davon lernen.

Vielen Schülern macht die Arbeit sehr viel Freude, da sie sich bewegen können und nicht immer drinnen sitzen müssen. Es ist eben „mal was anderes“ als der übliche Schulalltag. Dazu kommt, dass sie Verantwortung für die Pflege der Pflanzen übernehmen.

Nicht zuletzt kann man viele Themen aus den Fächern Biologie sowie Chemie und Physik mithilfe des Schulgartens anschaulich darstellen.

Dies sind nur einige Beispiele, wozu sich unser Schulgarten eignet. Wir hoffen, dass es den Schülern so viel Freude und Bereicherung bringt, wie wir es uns erhoffen.

Fotos und Bericht: Stephanie Roth

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Bienenfleiß auf Finkenrech
Alex-Deutsch-Schüler besuchten saarländischen Imkertag

„Ohne Bienen überlebt die Menschheit höchstens vier Jahre“, soll Albert Einstein einmal über die kleinen nützlichen Flieger gesagt haben. Spätestens nach dem Besuch des ersten saarländischen Imkertages im Umwelt- und Freizeitzentrum Finkenrech waren auch zwei  Klassen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule von der Wichtigkeit der Honigbiene überzeugt.

Die tief verwurzelte Angst vor einem Stich des stachelbewehrten Insektes beschlich dennoch den einen oder anderen Siebtklässler während der Anreise im Gelenkbus der NVG. Doch die Bedenken waren schnell zerstreut, denn frei fliegende Bienen gab es an diesem herrlichen Maitag keine. „Außerdem ist die Honigbiene sanftmütig und überhaupt nicht aggressiv“, hieß es später von kompetenter Stelle. Die einzigen lebenden Tiere konnten in einem Schaukasten beobachtet werden. Für sachgerechte Erklärungen standen erfahrene Imker bereit, die zu Anschauungszwecken alle denkbaren Gerätschaften und einiges an Literatur rund um die Imkerei und Honiggewinnung mitgebracht hatten. Draußen im Freien konnten „Bienenhotels“ hergestellt oder summende Spielzeuginsekten gebastelt werden.

      

Eingeleitet wurde die Veranstaltung des Landkreises durch Umweltministerin Anke Rehlinger und Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, die beide ein flammendes Plädoyer zugunsten der von Pestiziden bedrohten Honigbiene hielten, ja fast schon ein Liebesbekenntnis ablegten. Davon blieben auch die Kinder der Klassen 7a und 7b in Begleitung ihrer Lehrpersonen Nicole Karthein und Erich Hoffmann nicht unbeeindruckt. Sie alle sehen jetzt die westliche Honigbiene, zu Latein „Apis mellifera“,  in völlig neuem Licht. Groß ist übrigens auch die Vorfreude auf einen ebenso herrlichen wie aufwändig produzierten Dokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof. „More than honey“ läuft seit Kurzem in den Kinos und soll jetzt in verstärktem Umfang auch den Schulklassen des Landkreises zugänglich gemacht werden.  

               

Fotos und Bericht: Erich Hoffmann

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April 2013

Alex-Deutsch-Schule baut auf das Buch
Bücherei König war eine Kurzreise wert

Das gute alte Buch besitzt im Deutschunterricht der Alex-Deutsch-Schule noch immer einen besonderen Stellenwert. Ob bei internen Leseabenden, der Teilnahme an Vorlesewettbewerben oder zuletzt beim Welttag des Buches – die Kinder der Wellesweiler Gemeinschaftsschule sind immer gerne dabei.

         

Einen Deutschunterricht der besonderen Art erlebten anlässlich des Unesco-Welttages des Buches die beiden fünften Klassen der Alex-Deutsch-Schule in den Geschäftsräumen der Neunkircher Bücherei König. Nach freundlicher Begrüßung durch die Inhaberin Edith Riefer und Mitarbeiterin Anke Birk erfuhren die Kinder mit ihren Begleitern und Klassenlehrern Andrea Rech, Tatjana Caspary, Erik Hoffritz, Christoph Hoffmann und Alexander Stamm Näheres über den Welttag des Buches und natürlich auch einiges über den Beruf einer Buchhändlerin. Auf großes Interesse traf ein Sketch, in dem das traditionelle und „passwortfreie“ Buch mit den unzweifelhaften Vorteilen eines modernen Laptops verglichen wurde. Wie in jedem Jahr durften sich alle teilnehmenden Jungen und Mädchen auch diesmal über ein Buchgeschenk freuen. Aus dem „Wald der Abenteuer“, so der Titel, gab in der Folge Vorleserin Anke Birk den aufmerksamen Kindern einige Passagen zum Besten, bevor ein Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen der Buchhandlung begann. Die Kinder stellten dabei fest, dass eine Einteilung in Kinder- und Jugendliteratur, Krimis und Thriller, historische Romane, Sachbücher oder Literatur mit regionalem Bezug die Suche nach dem gewünschten Lesestoff doch sehr erleichtert.

           

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann und Erik Hoffritz

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März 2013

Eine Hommage an den Namensgeber

Wellesweiler Schüler ehrten Alex Deutsch mit spannenden Projekten

Diese Veranstaltung am 21. März, dem „internationalen Tag gegen Rassismus“, hätte Alex Deutsch gewiss große Freude bereitet. Mit vielen Projekten, Musik- und Wortdarbietungen ehrte die nach Deutsch benannte Wellesweiler Gemeinschaftsschule den 2011 verstorbenen Holocaustüberlebenden und Friedensbotschafter, der im August dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre.

                                  

Nur wenige Stunden vor Beginn der Gedenkveranstaltung in der proppenvollen Schulaula war die Klasse 7b mit ihrer Lehrerin Esther Backes und Lehrer Erich Hoffmann von einer Besichtigung der  jüdischen Synagoge in Saarbrücken zurückgekehrt. Im Rahmen eines schulumspannenden Projekttages hatten sich die Mädchen und Jungen im Vorfeld gründlich mit dem Judentum auseinandergesetzt, um nun vor vielen Gästen ihre persönlichen Eindrücke von einer ebenso bemerkenswerten wie im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zu Unrecht geächteten Religion  in Wort und Bild wiedergeben zu können. Einen mehr oder weniger engen Zusammenhang zum Menschen Alex Deutsch und seinem Lebensmotto wiesen alle Projektpräsentationen auf, die im Rahmen der Gedenkveranstaltung auf großes Interesse trafen. Mit den Lebensstationen des Namensgebers hatten sich die ganz Kleinen intensiv auseinandergesetzt. Bekannte Filme wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ oder „Das Tagebuch der Anne Frank“ waren wiederum von den Neuntklässlern angeschaut, analysiert und beispielhaft für erschütternde Einzel- und Familienschicksale im Nationalsozialismus aufgearbeitet worden. Weitere Plakate und Rollenspiele widmeten sich aktuellen gesellschaftlichen Formen von Rassismus und Diskriminierung, rechter Gewalt oder ganz einfach dem zunehmenden Phänomen des Mobbings.

    

Was man dagegen unternehmen kann, zeigten andere Klassen auf. Vorschläge zu Konfliktmanagement, Streitschlichtung oder anderen Möglichkeiten friedlich-kooperativen Miteinanders, wie von Alex Deutsch zu Lebzeiten immer wieder beschworen, wurden von den Jugendlichen mit viel Kreativität und Geschick auf Plakaten und Tonkarton dargestellt. Auf zehn imposanten Schautafeln, einer Leihgabe der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), stellten die Zehntklässler Schicksale von Saarländern dar, die vom Nazi-Regime verfolgt, gefoltert oder in vielen Fällen wegen ihres couragierten Widerstandes gegen das Naziregime hingerichtet worden sind. Noch standen die Jugendlichen unter dem Eindruck eines Vortrages im Rahmen der Projektvorbereitung, wobei der 84-jährige Zeitzeuge Theo Meiser aus Merchweiler das bewegende Schicksal seiner 1935 durch Naziterror vertriebenen Familie geschildert hatte. Die Gedenkveranstaltung und Projektpräsentation wurde moderiert und musikalisch untermalt von Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger, den Referendaren Jan Becker, Timo Thiel und Katrin Braun sowie den Kindern der Klasse 7a. Viel Beifall gab es, als Doris Deutsch, die Witwe von Alex Deutsch, dem Fördervereinsvorsitzenden Reinhold Strobel eine großzügige Geldspende für die laufenden Aktionen gegen Rassismus und Gewalt überreichte.

Als weitere Gäste konnten Schulleiter Arno Schley und seine Stellvertreterin Stephanie Urschel neben zahlreichen Eltern auch Sören Meng als Beigeordneten der Kreisstadt Neunkirchen, die Kreisbeigeordnete Rosemarie Barthenschlager sowie den Schulelternsprecher Fred Bier begrüßen.

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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„Die Mädchen waren richtig gut“

Kinderfußballtag an der Alex-Deutsch-Schule  

Ein ganzer Schultag rund um das Thema Fußball – das war so ganz nach dem Geschmack der rund 40 Fünftklässler der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule. Möglich machte dies ein Projekt der Stuttgarter Firma „FutureSport“ in Zusammenarbeit mit regionalen Sponsoren.

Für Charlie Schröder von der Trierer „Eintracht“ war die Veranstaltung in der Wellesweiler Sporthalle fast ein Heimspiel. Der heute 69-jährige Jugendtrainer schaffte Mitte der siebziger Jahre als Spieler bei Borussia Neunkirchen gemeinsam mit seinem legendären Torhüter-Kollegen Willi Erz den Aufstieg in die neu geschaffene zweite Fußball-Bundesliga. „Die Freude und Motivation für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen habe ich aber in erster Linie aus meiner hauptberuflichen Tätigkeit mit behinderten Menschen bezogen“, verriet der immer noch aktive Sportler am Rande des Kinderfußballtages. Nur so lässt sich die sichtbare Begeisterung erklären, mit der Schröder gemeinsam mit seinem  Teamkollegen Detlef Wackerhage die Kinder pausenlos antrieb, mit Lob und allerlei fußballerischen Kniffs und Tricks überhäufte. Auffällig war dabei, dass die beiden erfahrenen „Haudegen“ aus guten alten Fußballzeiten nicht unbedingt die versierten Jugendspieler aus den Vereinen in den Fokus nahmen, sondern ihr Hauptaugenmerk vornehmlich auf Kinder richteten, die mit dem Kicken weniger am Hut haben. Jede noch so bescheidene Aktion verfolgten Schröder und Wackerhage mit konzentrierter Miene, manchmal mit geballten Fäusten und in angespannter Körperhaltung. Dieser konzentrierten Trainerpräsenz „à la Jürgen Klopp“  konnte sich in der Wellesweiler Sportstätte auf Dauer kein Kind entziehen und so gaben alle beim Koordinationstraining, bei der Ballgewöhnung, beim Dribbeln, Passen und Stoppen ihr Bestes. Zum absoluten Höhepunkt aber avancierte das abschließende große Turnier, bei dem sich die Teams  so klangvolle Vereinsnamen wie „Real Madrid“, „FC Bayern München“ oder „FC Santos“ zulegen durften. „Richtig überrascht hat uns hier in Wellesweiler der Elan und die Einsatzfreude der Mädchen“, zollte Detlef Wackerhage dem vermeintlich schwachen Geschlecht besonderen Respekt. Damit meinte der 59-Jährige, der beruflich in der Trierer Stadtverwaltung tätig ist, nicht allein die schier unermüdliche Vereinsspielerin Sevgi Yesilmen, sondern in gleichem Maße die vielen Mädchen, die sich an diesem Morgen unerschrocken und im Vertrauen auf das immer wieder angemahnte Fair-Play in die Zweikämpfe warfen.

Zum Abschluss der begeisternden Veranstaltung gab es dann zur Freude der Schüler und der Sportverantwortlichen Uschi Müller und Erik Hoffritz noch ein besonderes Bonbon. Alle neuen Bälle, die beim Kinderfußballtag benutzt wurden, gingen in den Besitz der Schule über. Außerdem erhielt jedes Kind ein schickes T-Shirt, das ebenso wie alle weiteren Ehrengaben kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Herzliche Dankesworte richtete die Sport-Fachvorsitzende Uschi Müller an die regionalen Sponsorenpartner und die Firma FutureSport, ganz besonders aber an die beiden Übungsleiter für die überragende Vermittlung der Sportart Fußball in einer ebenso humorvollen wie persönlich sehr ansprechenden Weise.

Hintergrund: Die Kinderfußballtage gehen zurück auf eine Initiative der Stuttgarter Firma „FutureSport“. Das Training obliegt lizenzierten Übungsleitern aus Vereinen bzw. professionellen Fußballschulen. Schirmherr im Saarland ist der FDP-Landesvorsitzende Oliver Luksic. Die Veranstaltung in Wellesweiler wurde gesponsert von folgenden Unternehmen: Stadtmagazin „Es heftche“, Stuckateur-Meisterbetrieb Martin Sammel, Massagepraxis Berthold Bunb, Immobilien Michael Voltmer, Kieferorthopädische Praxis Dr. Kerstin Knoll, Karosserie-Meisterbetrieb Edgar Müller und Schlemmerlädchen Stefan und Gabriele Lorig.  

Bericht: Erich Hoffmann

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Februar 2013


Die Lust auf das Arbeitsleben ist geweckt

Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler lud zur Praktikumsausstellung ein

Drei Wochen lang besuchten 65 Achtklässler des Hauptschulzweiges bzw. Neuntklässler des mittleren Bildungsganges eine Vielzahl von Praktikumsbetrieben in Neunkirchen und Umgebung. Jetzt fassten sie ihre überwiegend sehr guten Erfahrungen in einer Praktikumsausstellung zusammen.

 Der Einsatz der Jungen und Mädchen erfolgte in bunter Vielfalt. Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen aller Art, Kindergärten, das Neunkircher Rathaus, Arztpraxen für Human- und Tiermedizin, das städtische Klinikum, ein Seniorenheim, Apotheken, Ingenieurbüros, Einkaufszentren, Baumärkte, Autohäuser, Reparaturwerkstätten, der Service rund um Telekommunikation und Fernsehen, ein Forschungsinstitut und sogar die Tätigkeit bei der Bundespolizei standen im Mittelpunkt des Interesses. Die Erfahrungen der ersten Tage waren fast überall gleich. „Am Anfang taten Füße und Beine ziemlich weh, aber das legte sich schon bald“, so die überwiegende Meinung der Mädchen und Jungen. Bewerben mussten sich übrigens alle Jugendlichen selbst. „Dadurch wurde ihnen gleich die Scheu vor den Formalitäten und Vorstellungsritualen genommen“, erläuterten Anne-Kathrin Baßler, Marie Claire Lehmair, Stephanie Roth, Monika Hoschke und Dan Billes. Und noch einen wünschenswerten Begleiteffekt glauben die insgesamt sehr zufriedenen Lehrkräfte erkannt zu haben. Nämlich die rechtzeitige Erkenntnis unter den Jugendlichen, dass gerade heute in einer schwierigen Arbeitsmarktsituation ohne entsprechenden Fleiß und guten Schulabschluss der Zugang in den Wunschberuf „verdammt“ schwerfallen wird.

 

Schulleiter Arno Schley ging in seiner Ansprache auf die „deutlich sichtbare Heranbildung bzw. Verbesserung solch wichtiger Tugenden wie Teamdenken, Pünktlichkeit, Höflichkeit und auch Selbstdisziplin“ im Verlauf der verschiedenen Praktika ein. Er dankte allen beteiligten Firmen und Betrieben für ihre Bereitschaft, den Schülern und Schülerinnen einmal mehr erste Gehversuche in der Welt der Berufe ermöglicht zu haben. Von ihren  mannigfaltigen Erfahrungen in den einzelnen Betrieben berichteten in der Folge Laura Wahl, Lisa Kozma, Kimberly Lemmens, Martin Hilber, Selina Kasper, Sara Ismailoglu und Sina Fundinger. Die Feier wurde musikalisch umrahmt durch die Karaoke-AG der Schule unter Leitung von Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger.

                                                                                 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Dezember 2012

 

Ein märchenhafter schöner Abend an der Alex-Deutsch-Schule

 Am 20. Dezember vor 200 Jahren veröffentlichten die Gebrüder Grimm den ersten Band ihrer „Kinder- und Hausmärchen“. Ein weltumspannendes Ereignis, dessen Jubiläumstag die beiden Lehrerinnen Andrea Rech und Marina Weil von der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler zum Anlass nahmen, einen thematischen Leseabend für die beiden fünften Klassen der Schule zu veranstalten.

In heimeliger Atmosphäre unter Einbeziehung kuscheliger Decken und Kissen gelangten zunächst Märchen  zum Vortrag und dann, nach einer Pause mit Selbstgebackenem und Kinderglühwein, Weihnachtsgeschichten aus aller Welt. Gedichte, Lieder und Flötenspiel umrahmten die rundum gelungene Veranstaltung, die auch von den Eltern maßgeblich mit gestaltet wurde. Neben den Kindern lasen und rezitierten auch die anwesenden Lehrer, wobei Marina Weil die Kinder mit einem Gedicht in ihrer georgischen Muttersprache besonders zu beeindrucken wusste.

 

                                              

Märchenhaft gestaltete sich bereits der Auftakt. Bei der „Ansprache einer Kerze“ verlieh Klassenlehrerin Andrea Rech dem wächsernen Weihnachtssymbol ausgesprochen menschliche Züge. Und auch die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Urschel ließ es sich nicht nehmen, die Kinder mit einer anrührenden Geschichte über die entstehende Freundschaft zwischen einem deutschen und einem indischen Jungen in ihren Bann zu ziehen. Doch die Hauptprotagonisten des Abends blieben die Jungen und Mädchen des fünften Schuljahres, die mit Engagement und Können ihre fleißig geübten Märchen und Gedichte zu Gehör brachten. „Alle habt ihr super gelesen“, zollte Andrea Rech am Ende allen Beteiligten ein dickes Lob.

                                                                   

Dennoch kam man sich überein, mit Daria Salemi, Katharina Werner und Felix De Freese drei Kinder für besonders überzeugende Vorträge auszuzeichnen. Für eine weihnachtliche Abschlussgeschichte wurde kurzerhand auch noch der Chronist Erich Hoffmann verpflichtet. In dem spannenden Erzählstück von Gudrun Pausewang ging es um ein großes Stück Menschlichkeit im strengen Winter des Kriegsjahres 1942.

Alle waren sich am Ende der Veranstaltung einig: Dieser Leseabend soll nicht der letzte gewesen sein.          

    

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann

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Den Wanderpokal gewann die Grundschule Bexbach

Erfolgreiche Zweitauflage des Alex-Deutsch-Fußballturniers

Wie bereits im vorangegangenen Jahr sorgte die Alex-Deutsch-Schule bei vielen Viertklässlern aus den umliegenden Grundschulen durch die Ausrichtung eines Fußball - Pokalturnieres für große Begeisterung. Neben der Werbung für den Wellesweiler Schulstandort und seine attraktive Sporthalle stand allerdings der Spaßfaktor bei den jungen Kickern im Vordergrund.  

Der Einladung zu dem „Will-Kommen-Fußballturnier“ waren  diesmal Grundschulen aus Bexbach, Oberbexbach, Wiebelskirchen, Neunkirchen sowie Ottweiler-Neumünster gefolgt, während die Lokalmatadoren der Grundschule Wellesweiler wegen eines lange geplanten Theaterbesuches schweren Herzens verzichten mussten. Insgesamt acht Teams kämpften schließlich mit Begeisterung und Leidenschaft um einen stattlichen Wanderpokal, den die Schirmherrin Doris Deutsch bereits im vergangenen Jahr gestiftet hatte. Spendierfreudig zeigte sich auch der Schulförderverein, der alle Teilnehmer kostenfrei mit erfrischenden Getränken bewirtete und außerdem einen goldenen, silbernen und bronzenen Fußball für die erstplatzierten Mannschaften zur Verfügung stellte. Unter diesen stand nach einem Spiele-Marathon von 16 Begegnungen die Grundschule Bexbach als Gesamtsieger fest. In einem packenden Finale behielt der neue Pokalgewinner mit 2:0 Toren die Oberhand über die Grundschule Ottweiler-Neumünster als zweitem Endspielgegner. Dritter Sieger wurde die Schillerschule Wiebelskirchen als Pokalverteidiger aus dem Vorjahr nach einem hart erkämpften 2:0  gegen das Team aus Oberbexbach. Auf den Plätzen folgten Bexbach 2, die beiden Mannschaften der Bachschule Neunkirchen sowie die zweite Garnitur von Ottweiler-Neumünster. Jeder teilnehmenden Mannschaft stand als „Pate“ ein älterer Schüler zur besseren Orientierung zur Verfügung. Großes Lob heimsten auch die Klassen 9b und 9c für ihren sehr gut funktionierenden „Catering“ ein. Alle Spiele wurden souverän durch das Schiedsrichtergespann Yannik Spies und Fabian Johann aus der Abschlussklasse 10a geleitet, während Hausmeister und „DJ“ Frank Hoppstädter für tolle Musik und einen reibungslosen technischen Ablauf sorgte. Neben dem Organisationsausschuss mit den Sportlehrkräften Erik Hoffritz, Uschi Müller und Christine Rings äußerten sich auch Hans-Jürgen Geiger als Vertreter der Schulleitung, die Schirmherrin Doris Deutsch sowie der Vorsitzende des Fördervereins Reinhold Strobel sehr zufrieden über den Turnierverlauf, den fairen Umgang untereinander und die tolle Stimmung in der Wellesweiler Sporthalle.

Hintergrund: Am 29. Januar 2013 haben interessierte Viertklässler und ihre Eltern anlässlich des Tages der offenen Tür zwischen 18.30 und 20.30 Uhr die Möglichkeit, sich über das komplette Angebot der Alex-Deutsch-Gemeinschaftsschule Wellesweiler zu informieren. Zwischen dem 20. und 26. Februar können Kinder für die Aufnahme in Klassenstufe 5 angemeldet werden. Als zertifizierte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ legt die Alex-Deutsch-Schule einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von Toleranz und Fairness im Umgang miteinander. Diese von Alex Deutsch zu Lebzeiten immer wieder eingeforderten Werte können Kindern im sportlichen Spielgeschehen besonders gut vermittelt werden.     

                                                                                  
                      Die Mannschaft des Vorjahressiegers Schillerschule Wiebelskirchen                       So sehen Sieger aus: Die Grundschule Bexbach bei der Überreichung des Pokals
                                          freute sich diesmal über Medaillenrang drei.                                                                                    durch Schirmherrin Doris Deutsch.

 

                                                    
                                                            Auf einen Blick: Pokalgewinner und Pokalverteidiger zusammen mit dem Helferteam der Alex-Deutsch-Schule.

 

Bericht und Fotos: Erich Hoffmann 

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Neue Medien positiv erleben

Siebtklässler der Alex-Deutsch-Schule fit fürs Internet gemacht
 

Bei ihrer sechsstündigen Schulung der drei siebten Klassen der Alex-Deutsch-Schule im Zuge der ProKids-Präventionsofferte hoben die beiden Referenten Peter Sommerhalter und Pascal Müller nicht nur die positiven Aspekte des Internets hervor, sondern gingen auch auf die Risiken der elektronischen Medien ein.

 Illegales Downladen geschützter Inhalte, Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten oder das sogenannte Cypermobbing über bekannte soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace, Schüler VZ oder WKW können nicht nur psychosomatische Probleme bei den Betroffenen auslösen, sondern schnell auch empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen. „Unsere Erfahrungen in den Schulen zeigen ebenso wie eine Vielzahl alarmierender Studien deutlich auf, wie wichtig Aufklärung und Sensibilisierungsprozesse geworden sind“, machte Medienexperte Peter Sommerhalter am Rande der Veranstaltungsreihe deutlich. 47 Prozent der 13 bis 17-Jährigen nutzen bereits das mobile Internet und ein Drittel aller Schüler sind schon einmal von Mobbing via Internet oder Smartphone betroffen gewesen.

Psychosomatische Störungen und Suizidgefährdung als Folge nehmen in ihrer Häufigkeit zu und versetzen Betroffene und ihre Familien in verzweifelte Situationen. „Richtig genutztes Internet eröffnet Jugendlichen große Chancen“, zeigten sich beide Referenten einig. Vorausgesetzt, das Gefühl für die Folgen unrechtmäßigen Handelns sei bei den jungen Menschen vorhanden. Ein Ziel, dem die Siebtklässler der Alex-Deutsch-Schule jetzt ein gutes Stück näher gerückt sind.                                                                                                                                                  

Mehr Informationen zu dem Thema „Fit fürs Internet“ unter www.klicksafe.de .

(zum Foto: Siebtklässler der Alex-Deutsch-Schule mit den ProKids - Mitarbeitern Peter Sommerhalter und Pascal Müller hinten links bzw. hinten rechts)

Foto und Text: Erich Hoffmann

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Oktober 2012

Betriebserkundung mit „Freaky“ Jörn

Klasse 8a der Alex-Deutsch-Schule zu Besuch beim SR

Die Einstimmung auf das schulmethodische Berufspraktikum kann außerordentlich spannend sein. Diese Erfahrung machte die Klasse 8a der Alex-Deutsch-Schule im Rahmen einer Betriebserkundung in der Sendeanstalt des Saarländischen Rundfunks. Reportertalent offenbarten gleichzeitig mehrere Schüler und Schülerinnen, die über das Ereignis an dieser Stelle berichten.

Ausgangspunkt der Besichtigungstour war die Eingangshalle des Hörfunkgebäudes, das vor nicht allzu langer Zeit für etwa 35 Millionen Euro umgebaut wurde und zu den modernsten Einrichtungen Europas zählt. Wir Schüler staunten nicht schlecht, als wir von Reporter Jörn Dressler alias „Freaky Jörn“ vom SR-Jugendradio „103,7 Unser Ding“ gemeinsam mit der begleitenden Lehrerin Stephanie Urschel und den Referendaren Alexander Stamm und Nina Laub empfangen wurden. Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung auf „saarländisch platt“ begann Jörn mit der Führung durch das Fernsehgebäude. Erste Anlaufstelle war der Keller, in dem sich die Aufnahmeräume befinden. Das Multifunktionsstudio, in dem die bekannten Koch- und Talkshows oder auch Konzerte produziert werden, konnte wegen Aufbauarbeiten leider nicht betreten werden. Dafür war uns aber der Zugang zum Live-Nachrichtenstudio möglich. Beeindruckt von den unglaublich vielen Scheinwerfern an der Decke und den verschiedenen Kameras durften wir den Sprecherplatz des „Aktuellen Berichtes“ einnehmen, um mit vielen Informationen über die Vorbereitung und den Ablauf der Sendung versorgt zu werden.         

Weiter ging es dann durch die Redaktion, vorbei an den Büros über eine Brücke, welche die Gebäude miteinander verbindet. Zurück im Hörfunktrakt nahmen wir die Räumlichkeiten der SR-Saarlandwelle in Augenschein. Das nächste „Event“ wartete im Flur, der zur SR1-Europawelle führt. Dort war nämlich ein Tischfußballspiel aufgestellt, an dem schon viele Berühmtheiten wie beispielsweise Sido spielten, wenn sie bei „Unser Ding“ zu Gast waren. Ganz gebannt hingen wir an den Lippen von Freaky Jörn, der über seine Treffen mit den Stars plauderte.

                                                            

Das absolute Highlight aber fiel mit dem Abschluss der Besichtigung zusammen, als die Klasse für ein paar Minuten live bei einer Sendung von „Unser Ding“ dabei war und dem Moderator Tobi sogar ein paar Fragen stellen durfte. Neben der beeindruckenden Technik interessierte uns eine Frage ganz besonders: „Wie lernt man so gut und so schnell das fehlerfreie Sprechen?“ „Ein spezieller Unterricht bei professionellen Sprechtrainern ermöglicht dies“, gab der junge Moderator des Rätsels Lösung preis.

Auch einige Randdaten zum Saarländischen Rundfunk haben sich die jungen Nachwuchsreporter und -reporterinnen aus der Klasse 8a gemerkt: „Rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt die Radio- und Fernsehanstalt, nicht mitgerechnet die Schüler und Studenten, die als freie Mitarbeiter für das Unternehmen tätig sind. Seinen Sitz auf dem Saarbrücker Halberg hat der Sender seit 1959.“

 Hintergrund: Vom 14. Januar bis 1. Februar 2013 nehmen die Schüler der Klassen 8a, 8b und 9a an einem dreiwöchigen Betriebspraktikum in Geschäften, Werkstätten, Firmen und anderen Einrichtungen der näheren Umgebung teil. Neben dem üblichen Bewerbertraining ist die Besichtigung eines Betriebes wie des Saarländischen Rundfunks als weitere vorbereitende und einstimmende Maßnahme gedacht.    

Bericht: Nina Laub
Fotos: Stephanie Urschel     

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Auf den Spuren nationalsozialistischer Gewaltherrschaft

Vier Wellesweiler Abschlussklassen besuchten das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof

Die Besichtigung des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof mitten im herrlichen Gebirgsmassiv der Vogesen ist für die Abschlussklassen der Wellesweiler Alex-Deutsch-Schule schon lange ein fester Programmpunkt im schulischen Jahresablauf geworden. Eine Tradition mit traurigem Hintergrund.

Bereits am 25. September hatten sich die beiden Neunerklassen mit ihren Lehrerinnen Ursula Müller und Christine Rings auf die rund 180 km weite Reise gemacht. Am 4. Oktober folgten die Schüler und Schülerinnen des 10. Schuljahrganges unter Begleitung von Barbara Fiedler und Konrektorin Stephanie Urschel. Die Reaktion aller Jugendlichen auf das Erlebte fiel im Kernpunkt ähnlich aus. Die 15-jährige Laura Kolling aus der Klasse 10b beschrieb ihre Empfindungen und die Erinnerung an den Besuch besonders anschaulich: „Die Aussicht, die man in 800 Metern Höhe hat, ist im Grunde genommen wunderschön. Dennoch kann man sich bei einem Besuch der Gedenkstätte lebhaft vorstellen, wie schlimm es für die Häftlinge war, die im Straf- und Arbeitslager unmenschlich hart arbeiteten und trotzdem bestraft oder gefoltert wurden. 52000 Menschen aus ganz Europa wurden vom NS-Regime hierhin verschleppt. Fluchtversuche scheiterten in aller Regel und endeten mit einer öffentlichen Hinrichtung. Lediglich einem erfindungsreichen Insassen war die Flucht gelungen. Er hatte sich die Uniform und das Auto des Lagerkommandanten angeeignet und konnte entkommen, wobei die Wachposten sogar noch salutierten. Seine abenteuerliche Flucht führte ihn bis nach Algerien, wo ihm niemand mehr etwas antun konnte.“ Laura ist sich aber auch sehr gut bewusst, dass diese „Köpenickiade“ mit Happy End eine absolute Ausnahme im alltäglichen Horror des Lagerlebens darstellte. Aufgrund der sehr lebendigen Schilderungen der beiden Struthof-Experten Horst Bernhard und Axel Brück sind Laura auch andere schlimme Details der Führung im Gedächtnis geblieben. „Statt Namen gab es Nummern und jeder Häftling musste ein sternförmiges Abzeichen tragen, das ihn näher nach  seiner Herkunft, Religion und politischer Gesinnung bestimmte bzw. ganz einfach als kriminell oder arbeitsscheu auswies.“ Laura ist ebenso wie ihren Freundinnen und Schulkameraden nachhaltig ins Bewusstsein gerückt, dass eine Zeitspanne von 67 Jahren ohne Krieg und Diktatur nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden darf. „Ein jeder muss dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert“, waren sich am Ende alle Beteiligten einig, dass Besuche von Natzweiler-Struthof und anderer Gedenkstätten als wichtige Bausteine im permanenten Kampf gegen rechtsradikales Gedankengut weiterhin Bestand haben müssen.

                                        

                                                                            

Auf einen Blick: Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof war zwischen 1. Mai 1941 und 23. November 1944 ein Straf- und Arbeitslager der Nationalsozialisten nahe dem Ort Natzweiler im Elsass, etwa 55 Kilometer südwestlich von Straßburg und acht Kilometer vom Bahnhof Rothau entfernt auf einem Gipfel der Vogesen in 800 Metern Höhe gelegen. Etwa 52.000 Häftlinge aus ganz Europa, insbesondere aus den Gefängnissen in Epinal, Nancy und Belfort wurden dorthin sowie in die angeschlossenen Außenlager deportiert. 22000 Personen starben an Krankheiten, Kälte und Mangelernährung oder sie wurden direkt ermordet (aus Wikipedia – freie Enzyklopädie).

Bericht: Erich Hoffmann              
Fotos: Barbara Fiedler     

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September 2012

 

Doris Deutsch: Eine Tankstelle für neue Ideen

Landestreffen der "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" in Kirkel

Am Montag, dem 17. September 2012, trafen sich in Kirkel Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen saarländischen Bildungseinrichtungen, die in jüngerer Vergangenheit eine Auszeichnung als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erhalten haben. Auch von der Alex-Deutsch-Schule in Wellesweiler waren vier Schüler, eine Elternvertreterin und eine Lehrerin dabei.

In seinem Grußwort lobte der anwesende Bildungsminister Ulrich Commerçon die engagierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler. "Wenn alle sich für ein faires Miteinander einsetzten, dann hätten wir nicht nur 28 saarländische Schulen mit diesem Titel, sondern wir könnten auch ein Land ohne Rassismus werden", so  Commerçon.

Doris Deutsch, die als Gast anwesend war, ermunterte die Schüler ein solches Treffen als Tankstelle für neue Ideen zu sehen, sich an diesem Tag mit Gleichgesinnten auszutauschen und mit neuer Kraft den Leitsatz ihres verstorbenen Mannes Alex Deutsch ("Miteinander leben, nicht gegeneinander") seiner Verwirklichung ein Stück näher zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in verschiedenen Workshops zum Thema. So entstand beispielsweise ein Rap gegen Rassismus. In einer anderen Arbeitsgruppe wurden Erinnerungsorte an die Zeit des Nationalsozialismus im Internet aufgesucht. Hier gab es Ideen und Initiativen, Personen und Ereignisse dieser Zeit durch Gedenktafeln oder Einträge auf der Seite "erinnert-euch.de" des Landesjugendrings Saar wieder in Erinnerung zu bringen. Begeistert und motiviert für Anschlussprojekte zeigte sich hinterher Jaqueline Bosi aus der Alex-Deutsch-Schule. "Die Veranstaltung war supertoll und angesichts einer Fülle täglicher Schikanen und Ausgrenzungen unter Jugendlichen auch unbedingt nötig", meinte die 16-Jährige.

Zum Abschluss stellten die verschiedenen Workshops ihre Ergebnisse vor. Ein Film des Ludwigsgymnasiums Saarbrücken zum Thema "Anderssein akzeptieren" und die Musik der Gruppe "Farbenblind" rundeten den ereignisreichen Tag ab.

 

Doris Deutsch im Kreis der jungen Leute aus Wellesweiler:
Anna Schwarz, Dominik Haßdenteufel, Jacqueline Bosi und Katrin Cakmak (von links)

Text und Foto: Ursula Michels

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Larissas Luftballon flog am weitesten

Alex-Deutsch-Schule zeichnete Wettbewerbssieger aus

 Rund vier Wochen nach dem Schulfest konnten Schulleiter Arno Schley und seine Stellvertreterin Stephanie Urschel die mit Spannung erwarteten Ergebnisse eines Luftballonwettbewerbes bekanntgeben. Die weiteste Strecke mit Fundort Schorndorf bei Stuttgart hatte das bunte Fluggerät der Siebtklässlerin Larissa Schmidt mit 229 km zurückgelegt. Die Ränge zwei und drei gingen an Mehmet Yesilmen (Wörth, 109 Km) und Kevin Blass (Ludwigshafen, 101 Km). Sie alle wurden mit Urkunden, Kino- und Einkaufsgutscheinen ausgezeichnet. Unter den 30 Besten fand sich auch Sportlehrer Erik Hoffritz wieder. Seinem Ballon mit Landeanflug Bexbach war allerdings schon nach knapp sechs Kilometern die Luft ausgegangen.

             

Siegerehrung durch Schulleiter Arno Schley und Konrektorin Stephanie Urschel.
Die vorderen Plätze belegen Larissa Schmidt (7b, blauer Ballon),
Mehemet Yesilmen (9a, gelber Ballon) und Kevin Blass (8b, grüner Ballon).

                                                                                   
                                           Strahlender Zweiter: Mehmet Yesilmen nimmt sein präsent entgegen.         Ihr Ballon flog am weitesten: Larissa Schmidt (12) aus Wiebelskirchen.

    
Eine rekordverdächtig weit gereiste Karte traf erst kurz nach der offiziellen Siegerehrung ein.
Umso größer war die Freude über die freundlichen Zeilen der Finder (Familie Schwarz aus St. Ingbert).

                      

Text und Bilder: Erich Hoffmann

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Kaiserwetter beim Sommerfest der Alex-Deutsch-Schule

Neue Gemeinschaftsschüler wurden gebührend begrüßt 

Höhepunkt beim Spätsommerfest der neu benannten Wellesweiler Alex-Deutsch-Gemeinschaftsschule war der Start eines Luftballonwettbewerbes unter makellos blauem Himmel. Aber auch ansonsten hatte die Schulgemeinschaft ihren Neuankömmlingen und verschiedenen Gästen viel Spannendes auf dem Pausenhof zu bieten.

Auf ein besonders großes Interesse im olympischen Jahr traf das sportbetonte Angebot.

                        

Echte Urkunden wurden bei der Spiele-Olympiade verliehen, während im Rahmen einer Fun-Olympiade mit kreativen Schulhofspielen vor allem die Jüngeren Lob und Anerkennung einheimsten. An anderer Stelle konnte artistisches Talent bewiesen und sogar echte Jonglierbälle für das weitere Training im heimischen Wohnzimmer zu günstigem Preis erworben werden.

                                           

„Matze, die Katze“ lautete die viel versprechende Ankündigung eines umjubelten Tanzes, den die neuen Gemeinschaftsschüler der 5b mit Schwung und einer guten Portion Selbstbewusstsein aufführten.

   

Auch die 5a bewies  mit ihrem „Parcours der Sinne“  Erfahrung und erstaunliches Geschick bei der Umsetzung  eines Projektes. Ergänzt wurde das Festprogramm durch eine reichhaltige Tombola und den Verkauf selbst gebastelter „Insektenhotels“ als Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Kleintierwelt.

        

Die Beköstigung der Besucher oblag schwerpunktmäßig der Elternschaft. Neben den „Klassikern“ Kaffee und Kuchen symbolisierte eine internationale Angebotspalette an Speisen und Getränken,  dass Toleranz und ein friedliches Miteinander vor allem dank der unablässigen Bemühungen des mittlerweile verstorbenen Herrn Deutsch, seiner Witwe Doris, der AG „Antirassismus“  und des rührigen Schulvereins unter Leitung von Reinhold Strobel in der Wellesweiler Gemeinschaftsschule zum Alltag gehören.

    

International ausgerichtet war auch die Musik auf der Hauptbühne. Fast schon professionell vorgetragene Gesangsstücke der Karaoke-AG ergänzten sich bestens mit dem Nachwuchswettbewerb „Singstar gesucht“. Gänsehautfeeling und Beifallstürme bei heißen Außentemperaturen erzeugten schließlich Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger und Referendarin Nicole Geier mit dem fetzigen Vortrag des Top-Hits „You’re the one“ von O. Newton-John und J. Travolta. In den Höhepunkt der Stimmung reihte sich nahtlos der Start eines von Lehrerin Nicole Karthein bestens organisierten Luftballonwettbewerbes ein.

          

Nach dem obligatorischen Countdown von der Bühne aus stiegen über 300 kartenbehangene bunte Luftballons dem strahlend blauen Himmel über Wellesweiler entgegen und dann unter dem anhaltenden Jubel der Schulfestbesucher weiter in Richtung Wiebelskirchen, um schließlich als winzige Pünktchen ganz dem Gesichtsfeld der Beobachter zu entschwinden. Allen am Schulfest Beteiligten zollte Rektor Arno Schley am Ende ein dickes Lob. Zufrieden sein durfte auch Schleys neu ernannte Stellvertreterin Stephanie Urschel, die mit der gelungenen Koordinierung des Schulfestes gleich einen sehr guten Einstand feiern konnte.

Über 300 Luftballons verwandelten bei Bilderbuchwetter den Wellesweiler Himmel in ein buntes Farbenmeer

Text und Fotos: Erich Hoffmann

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Juni 2012

Ein Abgang mit großen Gefühlen

52 Schüler aus der Alex-Deutsch-Schule am 22.06.2012 verabschiedet

Schick herausgeputzt und dekoriert bot das katholische Pfarrheim einen würdigen Rahmen für die Abschlussfeier der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler. 52 Jungen und Mädchen wurden feierlich ins weitere Leben entlassen.

Die Bilanz liest sich gut. 20 Schülerinnen und Schüler haben den mittleren Bildungsabschluss erreicht, 31 weitere bestanden den Hauptschulabschluss.

Genauere Angaben über die weiteren Ziele und Wünsche der Jugendlichen konnte Schulleiter Arno Schley auch schon geben. Den Spitzenplatz dabei teilen sich mit jeweils 13 Nennungen die Fachoberschule und die klassische Lehre im dualen Ausbildungssystem (Wechsel von betrieblicher Ausbildung und Berufsschule). Nach wie vor erfreut sich die zweijährige Berufsfachschule großer Beliebtheit. Sieben junge Leute mit dem qualifizierten Hauptschulabschluss wollen diesen Weg beschreiten, während sechs weitere das Berufsgrundschuljahr angepeilt haben. Fünf Schüler und Schülerinnen zeigen sich noch unentschlossen, jeweils einmal wurde das freiwillige soziale Jahr und das Berufsbildungswerk CJD angegeben. Neben der Ausgabe der Zeugnisse wurden traditionsgemäß auch die Klassenbesten und sozial besonders engagierten Schüler und Schülerinnen geehrt. Klassenbeste in der 9c (Lehrerin Stephanie Urschel) wurden Gianluca Fricker und Mark-Oliver Posse, in der 9d (Anna-Kathrin Baßler und Marie-Claire Lehmair) Michelle Möhler und Rico Scherf und in der 10a von Andrea Rech und Erik Hoffritz hatten sich Davide Verbaro und Jan Biehl an die Spitze des Feldes gesetzt. Sie alle erhielten ein Geschenk, finanziert durch die Sparkasse Neunkirchen. Ein besonderes Engagement bestimmter Schüler um die Klassengemeinschaft belohnte der Schulförderverein. Angela Gelardi und Carina Schneider (9c), Melina Lauer und Chantale Möhler (9d) sowie Davide Verbaro und Nadine Britz (10a) waren bereits im Vorfeld von ihren eigenen Klassen auserkoren worden und erhielten jetzt schöne Erinnerungsgaben. Willkommene Unterstützung fand die Abschlussfeier auch in Gutscheinen der Neunkircher McDonald`s-Niederlassung. Umrahmt war die Veranstaltung, der als Ehrengäste Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Frau Doris Deutsch, Karl-Heinz Scherer von der Sparkasse Neunkirchen und der Ortsvorsteher Hans Kerth beiwohnten, durch Musikbeiträge, Gedichte und Ansprachen einzelner Schüler und Schülerinnen. Als talentierte Solistinnen waren Angela Gelardi, Valentina Marino und die „Ehemalige" Laura Bossio bereits aus den Vorjahren wohlbekannt, während sich an diesem Abend Alex Dieser als beachtlicher Gitarrist sowie Louisa Ecker und Maria Klein als talentierte Gedichtschreiberinnen outeten. Durch die Veranstaltung führte mit viel Witz und Können der Zehntklässler Sebastian Conrad, einen Rückblick auf die Schulzeit hielt der Schulsprecher Davide Verbaro. Die Veranstaltung, bei der auch die eine oder andere Träne vergossen oder verstohlen aus dem Augenwinkel gewischt wurde, endete mit dem gemütlichen Beisammensein aller Beteiligten.


Optimistisch sehen sie der Zukunft entgegen: Die Entlassschüler der Alex-Deutsch-Schule.

(Text und Bild: Erich Hoffmann)

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Unterwegs in der Stadt der Liebe

Eine nicht alltägliche Klassenfahrt haben wir Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der ERS Alex-Deutsch-Schule dieser Tage mit unseren Lehrerinnen Dagmar Andres, Barbara Fiedler und Stephanie Urschel unternommen.

In den frühen Morgenstunden des 20. Juni ging es mit „Voyages Simon" auf nach Paris. Nach einer sechsstündigen Busfahrt kamen wir alle gut gelaunt und voller Tatendrang in der französischen Kulturmetropole an der Seine an und waren bereit, die Sehenswürdigkeiten, die wir bereits im Unterricht kennengelernt hatten, zu erkunden. Allzu stürmisch verließen wir unseren Bus, um dem „Eiffelturm" entgegenzueilen, doch Frau Fiedler rief uns energisch mit ermahnenden Worten zurück, um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Schüler den Anweisungen der Lehrkräfte Folge leisten würden. Doch was sollte schon passieren in dieser faszinierenden Stadt der Liebe, von der jeder nur schwärmt.

Über die „Esplanade du Trocadéro" am „Palais de Chaillot", ein Völkerkunde- und Marine-Museum, ging es durch eine hübsche Parkanlage abwärts zum spektakulären „Eiffelturm". Hundert Jahre nach der französischen Revolution anlässlich der Weltausstellung im Jahre 1889 errichtet, ist er heute das Wahrzeichen von Paris schlechthin. Die meisten von uns erklommen zu Fuß die mittlere Plattform in 115m Höhe, wo wir mit einem großartigen Panorama für unsere körperliche Anstrengung belohnt wurden. Über 600 Stufen mussten wir bewältigen, was bei manch einem doch Herzklopfen und weiche Knie auslöste. Die weniger Wagemutigen warteten auf die Gipfelstürmer am Fuße des ca. 10 000t schweren Turmes und bewachten mit Argusaugen die mit Proviant noch prall gefüllten Verpflegungs-Rucksäcke.

                 
  Eiffelturm                                                         Invalidendom

Über das „Marsfeld" , wo sich zahlreiche Touristen auf den Grünflächen tummelten, ging es entlang der „École militaire", wo Napoléon Bonaparte einst zum Leutnant ausgebildet wurde, zum „Hôtel des Invalides", das der Sonnenkönig Ludwig XIV für die Invaliden seiner vielen Kriege errichten ließ. Die Krone dieses architektonischen Meisterwerks strengen französischen Barocks bildet die goldglänzende Kuppel des Invalidendoms, unter der sich das monumentale Grab Napoleons befindet, dessen innenpolitische Verdienste im Umgang der Krypta dargestellt sind.

Von dort aus fuhr uns unser Busfahrer Alois ruhig und sicher –trotz der uns wahnsinnig anmutenden Fahrkünste der Franzosen- zu dem legendären, um 1900 entstandenen Kaufhaus „Galeries Lafayette", wo wir alle namhaften Designerprodukte in traumhafter Kulisse bestaunen konnten, von Chanel über Gucci bis hin zu Prada und Louis Vuitton. Unsere Augen leuchteten begierig auf, doch die Preise trieben uns Tränen in die Augen. Schnell war uns klar, dass diese Produkte nichts für unseren Geldbeutel waren. Besonders aber beeindruckte uns die im Stil der Belle Époque dekorierte Glaskuppel in 70m Höhe, die die glitzernde Konsumwelt überwölbt. Eine Handvoll Schüler machte sich mit Frau Urschel auf die erfolgreiche Suche des „Hardrock-Cafés" in der „Boulevard Montmartre". Diesem Kult-Besuch fieberten wir Mädels schon lange entgegen. Als Andenken kauften wir uns ein superschönes T-Shirt, das später Frau Andres so gut gefiel, dass sie es sich ständig zeigen ließ und sie es zutiefst bedauerte, uns nicht begleitet zu haben.

                            
                              Auf den Stufen von Sacré Cœur                                                                Vor dem Hard Rock-Café                      

Gegen Abend besuchten wir das Künstlerviertel „Montmartre" mit seiner Hauptattraktion „Sacré Cœur", eine leuchtend weiße Zuckerbäckerkirche aus dem 19. Jahrhundert im römisch-byzantinischen Stil. Natürlich bummelten wir auch über die „Place du tertre", wo wir Maler aller Nationalitäten bewundern konnten, die dort ihre Staffeleien aufgebaut hatten und willige Touristen porträtierten. Fast hätten wir drei unserer Mitschüler verlustig melden müssen, aber Gott sei Dank ist unsere italienische Fraktion doch noch mal aufgetaucht. Sie hatten sich eben nur mal kurz verspätet, das war alles! Warum nur so viel Aufregung?

Gegen 22.30 Uhr trafen wir in unserem Hotel „Bussy St. Georges" ein, wo wir unsere Zimmer bezogen und todmüde ins Bett fielen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem typisch französischen Frühstück (Baguette, Marmelade, Honig, Nutella, süße Brötchen, Butter, O-Saft und warme Getränke) –der ein oder andere vermisste aber Wurst und Käse- zur „Ile de la Cité" mit der monumentalen Kathedrale „Notre Dame", einem Meisterwerk gotischer Architektur. Anschließend flanierten wir von der „Place de la Concorde" über die „Champs-Elysées", die renommierteste Avenue der Welt, entlang zahlreicher Galerien, Cafés, Fastfood-Restaurants, einem Virgin-Megastore und Designer-Boutiquen zum 50m hohen und 45m breiten „Arc de Triomphe", den Napoléon 1806 zu Ehren seiner siegreichen Armee auf dem damaligen „Place de l’ Étoile" errichten ließ. Unter dem riesigen Torbogen befindet sich das Grab des unbekannten Soldaten aus dem 1. Weltkrieg, an dem jeden Abend die Erinnerungsflamme neu entfacht wird.

An dieser Stelle angelangt, mussten wir uns leider auch schon wieder auf den Nachhauseweg machen. Mit einem letzten wehmütigen Blick auf den „Louvre", die Heimat der weltberühmten Mona Lisa von Leonardo da Vinci, und die gigantische Pyramide aus Glas am Haupteingang dieses Museums sagten wir der Weltmetropole Paris „Au revoir". Opéra, Place de la Bastille, Pont neuf, Pont Alexandre-III, Hôtel de ville, Tuileriengarten, Assemblée nationale, Grand Palais – all diese wunderschönen Prachtbauten ließen wir hinter uns und freuten uns wieder auf unser kleines, beschauliches Saarland.

Unvergessene Stunden haben wir mit unseren Lehrern erlebt und wir hoffen, dass unsere Abschlussfahrt im kommenden Schuljahr ebenso toll wird wie diese Klassenfahrt. Wir freuen uns schon jetzt darauf und sparen ab morgen sofort für die nächste Fahrt!!!

(Christina Bemrah, Stephanie Urschel)

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März 2012

Sonne, Sand, Kultur und gute Laune

Die Abschlussfahrt 2012 führte zum Bodensee  (26. - 30.03.2012)

- Ein Reisebericht der Klasse 10a und 9c -

Endlich war es soweit. Nach wochenlanger Planung traten wir nur wenige Tage vor den Osterferien die Fahrt zum Bodensee nach Überlingen an. Im Verlauf einer kurzweiligen Reise mit dem Busunternehmen Mader legten wir bereits auf dem Hinweg einen interessanten Zwischenstopp in Triberg ein, um die weltgrößte Kuckucksuhr anzusehen und um erste Souvenirs zu ergattern. Kurz nach Ankunft in der Jugendherberge begann schon gleich - auf Empfehlung unseres Schulleiters - die Suche nach der „weltbesten Eisdiele am Bodensee". Der Tipp von Herrn Schley erwies sich als gut, denn eine lange Theke voller leckerer Eissorten erwartete uns. Bei fast sommerlichen Temperaturen und einem mittelmeerähnlichen Ausblick am Seeufer schmeckte das Eis dann umso besser und die Vorfreude auf unseren weiteren „Urlaub" am Bodensee wuchs und wuchs.

Gleich am nächsten Tag setzten wir mit der Fähre zur Blumeninsel Mainau über, auf der viele unterschiedliche Pflanzenarten heimisch sind. Neben dem Palmenhaus und den zahlreichen bunten Frühlingsbeeten gab es noch das einzigartige Schmetterlingshaus. Darin herrscht ein tropisches Klima, damit sich die Tiere dort wohl fühlen. Hunderte von bunten Faltern flogen frei und zum Greifen nah durch das Haus. Einige mutige Schmetterlinge trauten sich den Besuchern zu nähern und auf deren Hand zu setzen. Dies war ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

        
                          Triberg                                                                          Schmetterlingshaus, Blumeninsel Mainau

Ein weiterer interessanter Tag war der Besuch der barocken Wallfahrtskirche „Birnau" und der Pfahlbauten in Unteruhldingen. Dabei handelt es sich um eine Siedlung, die in grauer Vorzeit aus verschiedenen Lehm- bzw. Holzhütten erbaut wurde. Erstaunlicherweise steht die Siedlung mitten im See. Zu den einzelnen Häusern gelangt man über schmale, wacklige Stege. Die Siedlung diente ihren Bewohnern gleichzeitig als Werkstatt und stammt ursprünglich aus der Stein- bzw. Bronzezeit. Wir waren begeistert von den vielen Werkzeugen und staunten über manches Gerät.

In der Nähe gab es außerdem noch ein Reptilienhaus, das extra für uns öffnete. Wir erfuhren, dass die dort lebenden Tiere entweder von ihren Besitzern ausgesetzt oder auf dem Münchener Flughafen von Zollbeamten beschlagnahmt wurden. Gäbe es diese „Heimstatt" nicht für sie, wären sie schon längst nicht mehr am Leben. Die ganz Mutigen von uns hielten eine „Bartagame" auf der Hand und durften sie streicheln.

        
Pfahlbauten, Unteruhldingen                                                                             Affenberg, Salem

Am letzen Tag vor unserer Abreise fuhren wir zum Affenberg nach Salem. Dort konnten wir uns auf einem fast 20 Hektar großen Waldstück den Lebensraum der Bergaffen hautnah ansehen. Diese Tiere in freier Natur zu erleben und sie mit speziell zubereitetem Popcorn selbst füttern zu dürfen, war das absolute Highlight des Tages. Die Bergaffen fühlen sich am Bodensee besonders wohl, weil dort ähnliche klimatische Bedingungen herrschen wie in ihren Heimatländern Marokko und Algerien. Eine Tierpflegerin erzählte uns einiges über das Verhalten der Affen und ihren Lebensraum. Danach informierten wir uns anhand einer Kurzdokumentation über die Rangordnung, Paarung und weitere Eigenschaften dieser Tiere. Insgesamt war dieser ungewöhnliche Tag eine besondere Erfahrung für uns alle.

Am Abreisetag packten wir zunächst die Koffer und traten nach dem gemeinsamen Frühstück die Heimreise an. Bei der Durchfahrt im Nachbarland Frankreich mussten wir während eines Zwischenstopps bei Mc Donald’s leider feststellen, dass die Burger dort bedeutend mehr kosten als bei uns.

Rückblickend war es eine supertolle Zeit, die wir nicht zuletzt auch unserem Busfahrer zu verdanken hatten, der uns mit viel Witz und Humor in allen Situationen bei Laune hielt. An dieser Stelle ein großes Lob und Dankeschön an Herrn Mader Senior!

Besonders danken wir auch unserem stets gut gelaunten Lehrerteam, denn Erik Hoffritz, Andrea Rech und Stephanie Urschel sowie die begleitenden Referendare Christoph Hoffmann und Alexander Stamm trugen maßgeblich zum Gelingen dieser Fahrt bei. Schade, dass die fünf Tage so schnell vorüber waren!

 

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Februar 2012

Die Stimme von Alex Deutsch hallt noch lange nach

Wellesweiler Schule gedachte ihres Namensgebers

Anlässlich seines ersten Todestages erinnerten Wellesweiler Schüler und Lehrer an Alex Deutsch als eine Persönlichkeit, die sie in ihrem Toleranzverständnis gegenüber anderen Menschen und Kulturen in einzigartiger Weise geprägt hat.

Wellesweiler, 29.02.2012. Rund 300 Jungen und Mädchen wurden gemeinsam mit ihren Lehrern von Schulleiter Arno Schley in der großen Aula begrüßt, um die vielen Beiträge zum Gedenken an Alex Deutsch verfolgen zu können.

   

   

Bestens von Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger vorbereitet, sorgte die Instrumentalgruppe der Klasse 6a neben Referendar Timo Thiel für einen würdigen Rahmen. Großen Anklang fand Lehrer Harry Leibenguth mit seinen kreativen Gedanken zu Alex Deutsch und mit einem gekonnten Vortrag auf dem Cello.

Passende Worte der AG-Teilnehmer „Schule ohne Rassismus–Schule mit Courage" unter Leitung von Ursula Michels schlugen schließlich die Brücke zu einer besonderen Aktion, der sich auch die bekannte Schauspielerin und langjährige Projektpatin, Alice Hoffmann, und Frau Doris Deutsch gerne anschlossen.

  

„Bunte Handabdrücke für ein friedliches Miteinander" lautete die Idee von Lehrerin Ulrike Rothermel, die auf einer kurzerhand umfunktionierten Litfaßsäule umgesetzt wurde.

Auch die zwischenzeitlich von der Gedenkveranstaltung auf dem jüdischen Friedhof eingetroffenen Gäste „verewigten" sich mit Begeisterung auf der Plakatwand.

 

 

(Bilder und Text: Erich Hoffmann)

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Januar 2012

Am Will-Kommen-Tag bebte die Aula an der Alex-Deutsch-Schule am Samstag, 28. Januar 2012 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Alex-Deutsch-Schule bot auch Kunst und tollen Rock

Eine abwechslungsreiche Kost aus Unterricht, Information und peppiger Musik für die angehenden Fünftklässler sorgte beim „Will-Kommen-Tag" der Alex-Deutsch-Schule für viele interessante Einblicke in die bunte Welt des Unterrichtes, aber auch für eine Menge Spaß und kurze Weile.
Alle Sinne der vielen jungen und älteren Besucher waren angesprochen bei der Erkundung des Schulgebäudes unter sachkundiger Führung freundlicher „Schülerlotsen".


Knalleffekte und knisternde Entladung elektrischer Energie entlockten viele „Oh und Ah`s" im Reich der Physik, während spannende Experimente und geheimnisvolle Gerüche im Chemiesaal feine Nasen auf die Probe stellten.


Energische Hammerschläge und emsige Sägegeräusche wiesen interessierten Viertklässlern und ihren Eltern den Weg in die heimelige Holzwerkstatt, bevor der betörende Duft frisch gebackener Muffins zu einer Stippvisite in die benachbarte Küche lockte. Ein Stockwerk höher versprach eine schmuck hergerichtete Cafeteria weitere Gaumenfreuden bei Kaffee und Kuchen. Was freilich die süße Versuchung „Zucker" an versteckten Gefahren in sich birgt, führte die Klasse 7b den angehenden Fünftklässlern und ihren Eltern eindrucksvoll vor Augen.


Genaues Maß nahm an diesem Tag die Klasse 5a im Klassensaal und im Außenbereich der Schule, wo insbesondere das neue Multifunktionsfeld und auch das Fußballtor vermessen wurden. Gebastelt wurde wiederum an anderen Orten (Klasse 5a).

 
Es wurden geographische Besonderheiten von Küstenregionen in abwechslungsreichen Lernzirkeln aufgearbeitet, Collagen zur Berufswelt erarbeitet und sogar eine Abschlussfahrt zuerst konservativ und dann später im modernen Internet-Suchverfahren detailliert vorbereitet.

 
Eingebunden war auch der Raum der Begegnung. Hier arbeitete die Klasse 6b mit viel Spaß und Konzentration an ihrem „Alex- Deutsch-Projekt", sozusagen als Hommage an den verstorbenen Namensgeber der Schule.


Jeder der vielen bunten Handabdrücke auf einer langen Papierbahn bedeutete an diesem Tag das persönliche Votum für ein friedliches Miteinander.

   

Eine starke Bedeutung hat die Symbolik einer bunten Vielfalt auch für die weithin bekannte Schüler-Gesangsformation „Farbenblind", die sich in ihren Liedern für Toleranz gegenüber Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen, Religionen, Nationalitäten und Hautfarben einsetzt. Gemeinsam mit ihrem Betreuer Dr. Burkhardt Jellonnek, gleichzeitig Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, waren die jungen Leute angereist, um den vielen Gästen, darunter Frau Doris Deutsch und Ortsvorsteher Hans Kerth, eine Kostprobe ihres gesanglichen Könnens und anspruchsvollen Repertoires zu liefern. Mitglieder dieser Gruppe sind auch Giovanna Domante und Berfin Yalgin aus der Talentschmiede des hiesigen Musiklehrers Hans Jürgen Geiger. Dessen Karaoke-AG verwandelte nach dem viel umjubelten Auftritt von „Farbenblind" die altehrwürdige Aula in eine regelrechte Rockhalle mit allen Licht- und Toneffekten, die dazugehören.

 

Konzentrierte Stille herrschte dagegen zwischen den beiden musikalischen Blöcken, als Schulleiter Arno Schley Informationen zu Bildungswegen und Abschlussmöglichkeiten der Alex-Deutsch-Schule bis hin zum Abitur erteilte. Besonders ging Schley auf die kommende Gemeinschaftsschule ein, die einige spektakuläre Neuerungen wie zum Beispiel die Aufnahme eines verbindlichen Englischunterrichtes ab Klassenstufe fünf mit sich bringen wird.

(Bilder und Text: Erich Hoffmann)

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Schülerbetriebspraktikum 09.-27.02.2012 - Ausstellung am 31.02.2012

Viel Beifall für die Betriebe

Alex-Deutsch-Schule lud zur Praktikumsausstellung ein

Drei Wochen lang besuchten 83 Achtklässler des Hauptschulzweiges bzw. Neuntklässler des mittleren Bildungsganges eine Vielzahl von Praktikumsbetrieben in Neunkirchen und Umgebung. Jetzt fassten sie ihre Erfahrungen in einer Praktikumsausstellung zusammen.

„Über den eigenen Zaun hinwegschauen, in das Arbeitsleben hineinschnuppern und eventuell auch schon mal die ersten Grundlagen für einen späteren Ausbildungsplatz schaffen." So beschreibt der zuständige Praktikumskoordinator Jan Grüntjes von der Alex-Deutsch-Schule die engeren Ziele der berufsbildenden Maßnahme, die gleich schon bei ihrer Erstauflage vor 35 Jahren großen Anklang bei den Jugendlichen fand. Und auch heute noch so richtig Lust aufs Arbeiten weckt, wie das Ergebnis einer Umfrage unter den teilnehmenden Jugendlichen zeigt. „Ein überaus deutliches Indiz, wie ernst und doch behutsam die Einführung junger Menschen in die Arbeitswelt von den Verantwortlichen der großen und kleinen Betriebe vorgenommen wird", interpretieren mit Ursula Müller, Christine Rings, Barbara Fiedler und Dagmar Andres die vier Klassenlehrerinnen die überwiegend positiven Rückmeldungen ihrer Schützlinge. Der Einsatz der Jungen und Mädchen erfolgte in bunter Vielfalt. Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen aller Art, Grundschule und Kindergarten, städtische Verwaltungsstellen, Tier- und Humanmedizin, der Neunkircher Zoo, physiotherapeutische Einrichtungen, Abbruchunternehmen, Installationsbetriebe, Apotheken, Ingenieurbüros, Einkaufszentren, Baumärkte, Schreinerei und Schlosserei, Autohäuser, Reparaturwerkstätten und sogar die Arbeit in einem Hebammenteam standen im Mittelpunkt des Interesses.

 

Die Erfahrungen der ersten Tage waren fast überall gleich. „Am Anfang taten Füße und Beine ziemlich weh, aber das legte sich schon bald", fasst die fünfzehnjährige Lisa Hau die schmerzhaften Erfahrungen der ersten Tage zusammen. Gemeinsam mit vier weiteren Schulkameradinnen hatte sie eine Stelle im Kaufhof Neunkirchen gefunden.

 

Bewerben mussten sich für das Betriebspraktikum übrigens alle Jugendlichen selbst. „Dadurch wird ihnen rechtzeitig die Scheu vor den Formalitäten und Vorstellungsritualen genommen", erläutert der Schulbeauftragte Jan Grüntjes und fügt anerkennend hinzu, dass so gut wie alle Schüler ihre Praktikumsstelle in völliger Eigenständigkeit gefunden haben. Und noch einen wünschenswerten Begleiteffekt glauben die Lehrerinnen erkannt zu haben. Nämlich die rechtzeitige Erkenntnis unter den Jugendlichen, dass gerade heute in einer schwierigen Arbeitsmarktsituation ohne entsprechenden Fleiß und guten Schulabschluss der Zugang in den Wunschberuf „verdammt" schwerfallen wird.

 

 

 

Schulleiter Arno Schley dankte allen beteiligten Firmen und Betrieben für ihre Bereitschaft, den Schülern und Schülerinnen einmal mehr erste Gehversuche in der Welt der Berufe ermöglicht zu haben. Die Feier mit Redebeiträgen einzelner Praktikanten wurde musikalisch umrahmt durch die Karaoke-AG der Schule.

Ihre vielfältigen Erfahrungen von den einzelnen Praktikumsstellen haben die Jugendlichen auf schön dekorierten Plakatwänden festgehalten.

     

 

(Bilder und Text: Erich Hoffmann)

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Dezember 2011
 

 

Mit Orkantief Joachim um die Wette gestürmt

Alex-Deutsch-Schule lobte Wanderpokal für Grundschulen aus

Wellesweiler, 16.12.2011. Mit einer Werbeaktion der besonderen Art machte die Alex-Deutsch-Schule die Viertklässler der umliegenden Grundschulen auf ihr sportlich vielfältiges Unterrichtsangebot in der attraktiven Wellesweiler Sportstätte aufmerksam.

Der Einladung zu dem „Will-Kommen-Fußballturnier" zwei Tage vor dem vierten Advent folgten die Grundschulen aus Bexbach, Wiebelskirchen, Hangard und Wellesweiler sowie die Bachschule Neunkirchen. Nachdem nur wenige Stunden zuvor das Sturmtief „Joachim" über dem Kreisgebiet gewütet hatte und deshalb der eine oder andere Ausfall zu befürchten war, kämpften am Ende doch noch insgesamt sieben Teams mit Begeisterung und Leidenschaft um einen stattlichen Wanderpokal, den die Schirmherrin Doris Deutsch gestiftet hatte. Spendierfreudig zeigte sich auch der Schulförderverein, der alle Teilnehmer mit einem Getränk und einer Brezel bewirtete und außerdem einen goldenen, silbernen und weißen Fußball für die drei erstplatzierten Mannschaften zur Verfügung stellte. Unter diesen stand am Ende die Schillerschule Wiebelskirchen nach einem 2 : 0 - Finalsieg über die Grundschule Bexbach als überglücklicher Pokalgewinner fest. Dritter Sieger wurde die Bachschule nach einem hart erkämpften 3 : 1 gegen die zweite Mannschaft aus Bexbach, wobei die Entscheidung erst im Siebenmeterschießen fiel. Alle Spiele wurden souverän durch das Schiedsrichtergespann Felix Scherer und Nicola Sprunck aus der Abschlussklasse 10a geleitet. Neben dem Organisationsausschuss mit den Sportlehrkräften Erik Hoffritz, Uschi Müller und Christine Rings äußerten sich auch Schulleiter Arno Schley und die Schirmherrin Doris Deutsch sehr zufrieden über den Turnierverlauf, den fairen Umgang untereinander und die insgesamt „supergute" Stimmung in der Wellesweiler Sporthalle. Während der abschließenden Siegerehrung kamen sogar vorweihnachtliche Gefühle auf, als Schulleiter Arno Schley neben lobenden Worten und herrlich gestalteten Urkunden eine Vielzahl kleiner Präsente an alle Spieler und Spielerinnen verteilte. Am 28. Januar des kommenden Jahres können sich interessierte Viertklässler beim Tag der offenen Tür über das komplette Angebot der anlaufenden Gemeinschaftsschule informieren.

Die Sieger-Mannschaft der Schillerschule Wiebelskirchen mit ihrer Betreuerin,
dem Veranstaltungsteam und der Schirmherrin Doris Deutsch (Dritte von rechts)

Foto und Text: Erich Hoffmann

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Oktober 2011

Die Alex-Deutsch-Schule im Zeichen der Rose

Anne Franks Cousin Buddy Elias zu Besuch in Wellesweiler

Buddy Elias, der letzte lebende Verwandte der Jüdin Anne Frank, zeigte sich bei seinem Besuch an der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler von der humanistischen Ausrichtung der Schulgemeinschaft tief beeindruckt. Dem Schulleiter Arno Schley sowie allen weiteren Beteiligten zollte Elias ein dickes Lob für ihren engagierten Einsatz.

     

Viele Vertreter der Stadt, des Landkreises und anderer Einrichtungen machten mit ihrem Kommen deutlich, welch hohen Stellenwert Politik und Gesellschaft der Pflege und dem Erhalt des Friedensgedankens sowie eines gewaltfreien Miteinanders beimessen.

   

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Buch der bekannten Jugendbuchautorin Mirjam Pressler mit dem Titel „Grüße und Küsse an alle: Die Geschichte der Familie von Anne Frank". Aus dem 2009 erschienenen Werk las der mit 86 Jahren erstaunlich vitale Buddy Elias im dicht besetzten Alex-Deutsch-Raum vor.

     

Seiner Cousine Anne Frank zu Ehren pflanzt Buddy Elias an allen Schulen, die er besucht, eine nach Anne benannte Rose aus der besonderen Züchtung des Belgiers Delforge. So geschah es unter Anwesenheit und dem Beifall aller Schüler auch in Wellesweiler. Mit dieser symbolischen Geste von Buddy Elias, der im Handumdrehen die Sympathien aller Jugendlichen gewonnen hatte, endete eine Veranstaltung, die den Beteiligten noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

   

Gerti und Buddy Elias, Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider,
der 12-jährige Julian Ecker und Dr. Rudolf Hinsberger als Vorsitzender
der Alex-Deutsch-Stiftung (von links) versammeln sich um das Bildnis
der Anne-Frank-Rose, die von der Homburger Schülerin Alina Keßler
zum Gedenken an Anne Frank gezeichnet wurde.

(Bilder und Text: Erich Hoffmann)

(Ausführlicher Bericht auf unserer Presseseite)

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September 2011
 

Das Lebensmotto des Namensgebers auf die Fahne geschrieben

Infoabend an der Alex-Deutsch-Schule mit guter Resonanz

„Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen. Lernt miteinander zu leben und nicht gegeneinander." Die ERS Wellesweiler möchte die nähere Bedeutung dieser berühmt gewordenen Worte ihres verstorbenen Namensgebers Alex Deutsch weiterhin in authentischer Weise an Schüler und Eltern ihrer Schule vermitteln. Ein erster Infoabend am 25.09.2011 traf auf ein reges Interesse.

 

(Weiterer Bericht auf unserer Presseseite)

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Beim Straßenfußball zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Alex-Deutsch-Schüler auch fit im Wissensquiz rund um das Thema Integration

Neunkirchen und Saarbrücken. Mit einem stolzen ersten Platz kehrten zwei Arbeitsgemeinschaften der Alex-Deutsch-Schule vom Straßenfußballturnier „Just Fair" in Saarbrücken zurück. Gepunktet wurde dabei auch bei Wissensfragen rund um die Themen des „fairen Handels", der Fairness allgemein, der Kinderarbeit und der Armut in vielen Regionen der Dritten Welt.Unterricht im Freien:

(Weiterer Bericht auf unserer Presseseite)

    Lagebesprechung                                                                             Torwandschießen                                                                               Wissensquiz   

       

Foto 1: Jubel über den Gewinn des Fußballturniers: „Teamchef" Davide Verbaro, Lehrer Erik Hoffritz, Spielführerin Elena Höhler, Jennifer Hoppstädter, Lehrerin Ursula Michels (stehend von links), Ömer Demirci, Kai Dulok, Gerlando Rizzuto und Fabian Schumann (sitzend von links)

 
Ehrung der Heimkehrer durch Schulleiter Arno Schley im Raum der Begegnung

Fotos und Bericht: Nicole Ludwig und Erich Hoffmann

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Juni 2011

Am 16.06.2011 haben sich die Abschlussschüler von ihren jüngeren Mitschülern mit viel Spaß und Musik verabschiedet.

   

 

Am 17.06.2011 fand im evangelischen Gemeindehaus die Abschlussfeier mit der Ausgabe der Zeugnisse statt. Insgesamt haben in diesem Schuljahr 66 Schüler und Schülerinnen den Abschluss geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

 
Abschlussschüler mit ihren Klassenlehrern

   
Klasse 9b                                                                                             Klasse 9c

   
Klasse 10a                                                                       Klasse 10b

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März-April 2011

 

 

14. April 2011, 9.00 Uhr:

Uraufführung des Songs „FARBENBLIND“ für die bundesweite Aktion “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” beim 2. Landesweiten Treffen der Schulen ohne Rassismus in Kirkel - und zwei unserer Schülerinnen sind dabei: Roni-Berfin Yalgin unter den Solisten und im Chor Giovanna Domante

 

(Weiterer Bericht auf unserer Presseseite)

 

  

Der erste Auftritt der Gruppe in Kirkel                                                                      Erleichterung nach der gelungenen Uraufführung

 

 

        Aufnahme des Musikvideos am 12. 03. 2011

 


CD-Cover

Das Casting fand am 13. Dezember 2010 im Saarbrücker Rathausfestsaal statt

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Februar-März 2011

Gedenken an Alex Deutsch

Am 09.02.2011 ist Alex Deutsch, der Namensgeber unserer Schule im Alter von 97 Jahren verstorben.

   
Die Schüler und Lehrer konnten Abschied nehmen: "Was ich Herrn Deutsch noch gerne gesagt hätte"

Alex Deutsch wurde am 15.02.2011 auf dem jüdischen Friedhof in Neunkirchen beigesetzt. Am 02.03.2011 fand in der Synagoge in Saarbrücken eine Trauerfeier statt.

Am 23.03.2011 trafen sich alle Schüler und Lehrer zu einer Gedenkfeier in der evangelischen Kirche von Wellesweiler.
Von dieser Feier sollen einige Bilder einen Eindruck vermitteln.

       
                                          

Wir danken insbesondere einigen Schulen, die mit ihren Beiträgen das Programm mit gestaltet haben:  Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken, Edith-Stein-Schule Friedrichsthal und ERS Großrosseln. Ebenso danken wir dem Adolf-Bender-Zentrum.

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Dezember 2010

3 Schülerinnen der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler bei CD-Produktion dabei

Am 13. Dezember 2010 fand im Saarbrücker Rathausfestsaal ein Casting statt. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler von Schulen, die die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vorweisen können. In der Jury saßen keine Geringeren als Frank Nimsgern, Film- und Musicalkomponist, und Aino Laos, bekannt als Jurymitglied der Pro 7-Castingshow „Popstars".

Ziel dieses Castings war es, 3 Solosänger/innen und 8 Background-Sänger/innen zu ermitteln, die bei einer CD-Produktion für die Aktion „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" mitwirken dürfen. Als die Ausschreibung im September in der Alex-Deutsch-Schule ankam, waren direkt 8 Schülerinnen bereit, sich für das Casting zu bewerben und auch vorzubereiten. Alle Schülerinnen hatten bereits beim letztjährigen Gesangswettbewerb „Alex-Deutsch-Vocalstars" wertvolle Erfahrungen gesammelt. In zahlreichen nachmittäglichen Karaoke-AG-Stunden haben sich die Schülerinnen zusammen mit ihrem Musiklehrer Hans-Jürgen Geiger mit Stimmbildungs- und Performanceübungen, sowie CD-Aufnahmen ihrer selbst ausgesuchten Songs vorbereitet. Mit diesen haben sich die Schülerinnen dann zum Casting angemeldet und bekamen prompt eine Einladung. Toll war für die Alex-Deutsch-Schule dann das Endergebnis.

 Giovanna Domante (rechts) und Ouissam Kraouche (links), beide aus der Klasse 8B, haben die Jury überzeugt und dürfen im achtköpfigen Backgroundchor mitwirken. Berfin Yalgin (8A) (Mitte) bot beim Casting eine überragende Leistung und wurde deshalb als Solosängerin von der Jury vorgeschlagen. Die Präsentation des neuen Songs wird voraussichtlich im April 2011 stattfinden.

Text und Fotos: Günther Bost

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August 2010

Alex Deutsch hat seinen 97. Geburtstag gefeiert!

Am 07. August 2010 hat Alex Deutsch sein 97. Lebensjahr vollendet. Anlässlich dieses Festes wurde am 24. 08.2010 im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem Schulhof eine Linde gepflanzt als "Baum der Erinnerung". Herzlichen Glückwunsch an Alex Deutsch!

Die Initiative hierzu ging vom Förderverein der Schule aus, gesponsert wurde die Pflanzung auch vom Landkreis Neunkirchen und dem Adolf-Bender-Zentrum.
 

                    

Fleißig mitgeholfen haben auch unserer Schüler.

Bilder: Günther Bost

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Juni 2010

Schulhofparty mit der Coverband „The Beavers"

Am Freitag, 25. Juni, steigt auf dem Schulhof der Alex-Deutsch-Schule in der Pestalozzistraße Wellesweiler erstmals eine Schulhofparty mit hochkarätigem Programm:

Ab 15.00 Uhr finden auf dem eigens hergerichteten Schulhof Spiele, Vorführungen und Gesangsdarbietungen aus dem abwechslungsreichen Schulleben statt. Für Bewirtung mit italienischem Flair ist bestens gesorgt.

Ab 18.00 Uhr umrahmt die Coverband „The Beavers" mit neunköpfiger Besetzung und mitreißender Lifeshow die Verabschiedung unserer diesjährigen Abschlussschüler.

Alle Freunde unserer Schulgemeinschaft sind herzlich eingeladen.

Genauere Infos stehen auf unserer Presseseite.

Das schöne Fest ist leider vorbei. Was bleibt, sind die Erinnerungen.

Für Beschäftigung, gutes Essen und Unterhaltung war bestens gesorgt:

            

Dann hieß es für unsere 70 Schülerinnen und Schüler der  vier Abgangsklassen Abschied nehmen, musikalisch umrahmt von der Band The Beavers.

An dieser Feier teilgenommen haben auch der Namensgeber der Schule, Herr Alex Deutsch, mit seiner Frau Doris und unser ehemaliger Schulleiter, Herr Max Rosar (siehe letztes Bild).
 
     

Ein rundum gelungenes Fest!


Text und Bilder: Günther Bost / Friederike Simon

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März 2010

Glamour im Kulturhaus

20 junge Talente begeisterten beim Gesangswettbewerb „Alex-Deutsch-Vocal-Stars" der ERS Wellesweiler

Wiebelskirchen. Wie witzelte Schuleiter Arno Schley zu Beginn mehr oder weniger tief bekümmert „Dieter Bohlen ist leider verhindert." Nun, das war mit Abstand das Beste, was dem Gesangswettbewerb passieren konnte. Sprüche auf Tunnelniveau à la „Deutschland sucht den Superstar" hatten auch beim dritten Karaoke-Wettbewerb der Alex-Deutsch-Schule Wellesweiler nichts verloren. Dabei spielte man diesmal durchaus in einer höheren Liga. Alles war eine Nummer größer als 2000 und 2002: Riesensaal, professionelle Technik und eine zum Teil prominent besetzte Jury verliehen dem Abend im Kulturhaus Wiebelskirchen richtig Glamour. Ganz zu schweigen von den 19 Kandidatinnen (und Marc, dem einzigen männlichen Kandidaten, der sich aber in punkto Selbstbewusstsein nicht hinter den allesamt größeren und älteren Mitstreiterinnen zu verstecken brauchte). Im Austausch gegen hohe Absätze und kurze Kleider hatten sie Turnschuhe und Jeans zu hause gelassen und sich fast bis zur Unkenntlichkeit gestylt.

   

Ausschlaggebend für das Gewinnen war natürlich nicht die Optik. Dass sie singen können, hatten die 20 bereits beim Vorentscheid im Januar unter Beweis gestellt. Die meisten Schülerinnen gehören seit Jahren der von Musiklehrer und Vocal-Star-„Vater" Hans-Jürgen Geiger geleiteten Gesangs-AG an. Im Vorfeld des Ausscheids wurde mit allen Teilnehmern viermal pro Woche nach Schulschluss geprobt. Den letzten Schliff verpassten Geiger und seine „Co-Trainer", die Referendare Thomas Zimmermann und Simon Bollinger, bei einem Intensiv-Wochenende im Schullandheim Gersheim: „Da wurde Tag und Nacht in einer Tour gesungen", verriet Musiklehrer Jan Grüntjes. Als segensreich erweis sich zudem das zusätzliche Bewegungstraining.

Zusammen mit „Unser Ding"-Moderator Jörn Dressler alias „Freaky Jörn" und Journalistin Anja Kernig gehörte Grüntjes der Jury an. Vierter im Bunde war Markus Okuesa. Der Bandleader der Gruppe „Oku & the Reggaerockers" hatte letztes Jahr um ein Haar Stefan Raab beim TV-Duell „Schlag den Raab" besiegt. In Wiebelskirchen beurteilte er die Intonation, Radiomann Dressler die Interpretation und Ausdrucksfähigkeit der Stimme. Daneben spielten rhythmische Sicherheit und Show/Performance eine Rolle bei der Punktevergabe.

   
Jury                                                                                        Technik                                                                       Publikum

Überraschend viele Interpretinnen wählten nicht-englische Songs. Allein oder im Duett sangen sie auch auf türkisch, italienisch und deutsch.

Die Hauptpreise - je eine Aufnahme des Gewinnersongs in einem professionellen Tonstudio – räumten Giovanna Domante und Tugba Özdogan ab. Im Wettbewerb fünfte bis siebente Klasse setzte sich Giovanna mit dem Titel „Volami nel cuore" (im Original von Mina) durch. Bei den oberen Klassen acht bis zehn begeisterte Tugba mit „A moment like this" (von Kelly Clarkson).


 
  

Anlässlich der Preisverleihung bedankte sich Markus Okuesa für den „schönen Konzertabend" mit echter Festivalatmosphäre. Höchst angetan zeigte sich auch Jörn Dressler von der „Hammerveranstaltung". Besonders beeindruckte den Juror der „bombastische Zusammenhalt" der Schüler untereinander. „Das ist nicht selbstverständlich." Für die Wellesweiler Realschüler allerdings schon – ganz im Sinne des Namensgebers ihrer Schule.

  

Der war zusammen mit Ehefrau Doris ebenfalls zu gast und tief gerührt vom Engagement der Lehrer und Jugendlichen: „Ich danken ihnen allen dafür", beschloss Alex Deutsch den unvergesslichen Abend.

Text: Anja Kernig (Journalistin)

Der Preis für die beiden Siegerinnen war die Aufnahme ihrer Siegertitel in einem professionellen Studio (ausführlicher Bericht siehe Presse).

Bilder: Günther Bost (Medienbeauftragter der Schule)

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September 2009

Mit einem feierlichen Festakt konnte am 24.09.09 unser "Raum der Begegnung" eingeweiht werden. In ihm ist eine Ausstellung über das Leben und Wirken unseres Namensgebers, Herrn Alex Deutsch, zu bewundern. Der Raum ist öffentlich und kann nach Voranmeldung von externen Gruppen besichtigt werden. Er beinhaltet neben neun Zeittafeln auch eine PC-Station, an der man weitere Informationen erhält.

 

Die Klasse 5b sorgte mit dem Musiklehrerteam für die musikalische Umrahmung des Programms.

 

 

 

Der Landrat, Dr. Rudolf Hinsberger, und Herr Alex Deutsch zerschnitten ein Band zur Eröffnung und trugen sich ins Gästebuch ein.

 

 

Am darauf folgenden Tag  hatte Herr Alex Deutsch und seine Frau Doris alle Schüler "ihrer" Schule zu einem Ballonfliegewettbewerb eingeladen.
Die Ballons wurden zum Teil zusätzlich zum Emblem unserer Schule beschriftet und bemalt und alle mit einer Postkarte versehen.

Kurz vor 12 Uhr hieß es dann: "Leinen los!" und 360 bunte Luftballons stiegen in den stahlblauen Himmel über der ERS Wellesweiler  auf. Sie trugen das Prädikat der "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" symbolisch "hinaus in alle Welt".

Ein leichter Ostwind trieb das bunte Ensemble in Richtung Westen, und man darf gespannt sein, von wo die Antwortkarten eintreffen werden.

 

Fotos: Günther Bost und Erich Hoffmann

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Juni 2009

Besuch von Alex Deutsch bei den Abschlussklassen

 

 

Wie es schon seit Jahren ein guter Brauch ist, besuchte Alex Deutsch auch in diesem Schuljahr unsere Abschlussklassen, um aus seinem ereignisreichen Leben zu berichten. Er sieht es als seine Lebensaufgabe an, durch sein Erzählen als Zeitzeuge die Schüler zu ermahnen mitzuhelfen, dass solche Grausamkeiten, zu denen Menschen in der Zeit des Dritten Reiches fähig waren, nie wieder geschehen. Er macht Mut dazu, schon im normalen Umgang miteinander nach seinem Leitspruch zu handeln: " Lasst euch nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen. Lernt, miteinander zu leben, nicht gegeneinander."

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Mai 2009

Alice Hoffmann besuchte die Projektgruppe Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

Im Rahmen ihrer Aktivitäten als Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage, besuchte die Projektpatin und Künstlerin Alice Hoffmann die Kinder, die sich in der zuständigen AG unter Leitung von Ursula Michels engagieren. Groß war die Freude, dass die Patin leckeren Kuchen mitgebracht hatte und es entspann sich zusammen mit Schulleiter Arno Schley eine rege Diskussion über Gewalt im Schüleralltag aber auch um Courage im Umgang mit Gewalt.

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April 2009

Eine besondere Woche in Auschwitz

Ein Bericht von Ines Burgardt, Sarah Weidig, Sarah Bentz, Bastian Hartmann

Wir sind Schüler der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und hatten in den Osterferien die Gelegenheit mit Schülerinnen und Schülern der Edith-Stein-Schule Friedrichsthal, ihrem Rektor Werner Hillen und unserer Lehrerin Ursula Michels den Ort zu erleben, an dem der Namensgeber unserer Schule, Herr Alex Deutsch, die schlimmste Zeit seines Lebens verbrachte: Auschwitz

Die kompetente Führung unserer Begleiterin Halina ließ uns nachspüren, was Menschen anderen Menschen antun können. „Der Besuch in Auschwitz öffnete mir die Augen mehr als alles andere, was wir davor besprochen oder gelernt haben... Nur wer einmal in Auschwitz war, kann sich ein Bild von den unglaublichen Ereignissen machen, “ schrieb Sarah Bentz und fasste damit die Eindrücke dieser Woche zusammen.                      

Eine Führung durch das Stammlager, bei der wir mit dem unvorstellbaren Vernichtungsapparat der Nazis konfrontiert wurden, trieb einigen die Tränen in die Augen: Berge von Frauenhaar, das von Firmen zu Fußmatten verarbeitet worden war. Kleidung, Schuhe, Koffer, alle Habseligkeiten, die die Häftlinge bei ihrer Ankunft im Lager dabei hatten, wurden akribisch aufgelistet, gesammelt und teilweise weiter verkauft oder verarbeitet. So wurden wir Zeugen einer industriellen Vernichtung von Menschen. Als wir am nächsten Tag bei heftigem Schneetreiben dreieinhalb Stunden durch das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau begleitet wurden, schockierten uns am meisten die nicht zu beschreibenden hygienischen Bedingungen, unter denen die Häftlinge bis zu ihrem Tod  aushalten mussten.

Ich finde es grausam, wie hier Menschen ihre Würde und ihre Persönlichkeit genommen wurde.“                                                                                                     

  
Schlafkoje für 6 – 8 Kinder im Kinderlager

Durch die Besichtigungen des Todesblocks, des Appellplatzes, des Hungerbunkers, der Krematorien, durch die Dokumentationen im Museum empfanden wir die Auswüchse menschlicher Brutalität nach, so dass wir abends das Bedürfnis hatten, das Erlebte miteinander zu besprechen und unsere Eindrücke auszutauschen. Zwei Schülerinnen formulierten dies so: „Der Besuch in Auschwitz hat mich sehr nachdenklich gemacht und die Eindrücke, die ich dort gesammelt habe, werden mich sicher ein Leben lang begleiten ... und auch meine Denkweise ändern.“

An den restlichen Tagen gedachten wir an der so genannten Judenrampe Edith Stein, Alex Deutsch und all derer, die vor 1944 dort angekommen waren, bevor die neue Rampe – bekannt aus vielen Filmen und Dokumentationen – vor dem Tor von Birkenau gebaut wurde.

   
Unsere Schülergruppe                                                                    Die Judenrampe

Außerdem wurden wir von einer jungen Deutschen durch Oswieçim (Auschwitz-Stadt) geführt und mit vielen historischen Einzelheiten vertraut gemacht.

Zum Abschluss der Woche besuchten wir noch Krakau, die heimliche Hauptstadt Polens. Auch hier wurden wir mit der Geschichte der polnischen und ungarischen Juden konfrontiert, sahen das ehemalige jüdische Zentrum Krakaus und erfuhren auf  lockere Art Wissenswertes über die Blütezeit Polens, die polnischen Könige und den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg.

    
Hier wurden Szenen zu „Schindlers Liste“ gedreht                         Schloss in Krakau

Diese besondere Woche ließ uns auf beeindruckende Weise die Gräuel des Krieges und des Holo-caust nacherleben und brachte uns die Größe vieler Menschen nahe, die sich – wie Alex Deutsch – für ein friedliches Miteinander einsetzen. Wir erlebten Geschichte „live“ und hautnah, wir verstummten vor den Grausamkeiten, die sich Menschen gegenseitig antun können und wollen uns in Zukunft dafür einsetzen, dass in unseren Lebensbereichen Rassismus, Gewalt und Erniedrigung nicht Fuß fassen können. Wir werden uns überall dort für Toleranz und Menschenwürde einsetzen, wo wir Einfluss darauf haben. 

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Januar 2009

Am 07.01.09 wurde Alex Deutsch - im Rahmen des Neujahrsempfangs des Oberbürgermeisters der Stadt Neunkirchen - die "Bürgermedaille der Stadt Neunkirchen 2008" nebst Urkunde überreicht.

     
Fotos: Susanne Schmitt                                                                                                                     

Zu dieser ehrenvollen Auszeichnung, die in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wurde, gratulieren wir unserem Namensgeber ganz herzlich.

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November 2007

Ehrung Alex Deutsch

Im Rahmen einer Feierstunde wurde im Kulturhaus in Wiebelskirchen der Film: Alex Deutsch - "Ich habe Auschwitz überlebt" der Öffentlichkeit vorgestellt.



(Quelle: Einladung des Adolf-Bender-Zentrums zur Filmpremiere)

In bewegender Art und Weise sind Gegenwart und Vergangenheit verknüpft:
Alex Deutsch wird in dem Dokumentarfilm zu seinem Leben interviewt, der Betrachter zu den geschichtsträchtigen Orte in der Jetztzeit geführt aber auch durch eingeblendete Bilder in die Vergangenheit versetzt.

Der Film wurde initiiert vom Adolf-Bender-Zentrum und in die Tat umgesetzt von Susanne Schmidt, die mit Alex Deutsch und seine Frau Doris über ein halbes Jahr mit der Kamera unterwegs war. Der Film ist auf DVD zu erwerben bei: Adolf-Bender-Zentrum - Gymnasialstr. 5 - 66606 St Wendel.

Ein wirklich sehenswertes Dokument!
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Nach der Filmpremiere wurde Alex Deutsch in ganz besonderer Weise geehrt:


Alex Deutsch erhielt als Anerkennung für seine Verdienste im unermüdlichen Einsatz für Versöhnung und Toleranz  das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Es wurde überreicht von Staatskanzleichef Karl Rauber.
(Siehe Seite "Presseartikel", Dezember)

Die Schule gratuliert ihrem Namensgeber ganz besonders herzlich.

Unter der Internetadresse www.toleranz-netzwerk-saar.de wird ausführlich über den Film, die Feier und über Alex Deutsch in Wort und Bild berichtet.

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