„Raum der Begegnung“ in der Alex-Deutsch-Schule


 
Was heißt „Raum der Begegnung“?
 
Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichem Glauben (Christen, Muslime, Juden ...), aus unterschiedlichen Kulturen sollen hier zusammenfinden, zusammen reden, gegenseitig Verständnis aufbauen.

 
Warum gerade im „Raum der Begegnung“?
 
Der Mensch, dessen Name unsere Schule trägt, Alex Deutsch, im Februar 2011 verstorben, hatte im Jahr 1945 die Zeit in einem der schlimmsten Gefängnisse aller Zeiten, dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wie durch ein Wunder überlebt. Mehr als eine Million Menschen wurden dort ermordet. Anstatt an Rache zu denken, trat er zusammen mit seiner Frau Doris etwa 30 Jahre lang vor Schulklassen und erzählte seine Botschaft von Verständigung und friedfertigem Zusammenleben untereinander, damit „so etwas nicht wie damals nicht noch einmal passiert“. Dem Auftrag ihres Mannes folgend setzt Doris Deutsch diese Arbeit fort, mit großen Verständnis und viel Einfühlungsvermögen.

 
Lasst euch nicht hineintreiben in Hass und Gewalt gegen andere Menschen.
Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander.
 

Diese Aufforderung unseres großen Vorbildes Alex Deutsch wollen wir im „Raum der Begegnung“, ja insgesamt in der Alex-Deutsch-Schule verwirklichen.


 
Wie sieht die Praxis im „Raum der Begegnung“ aus?
 
Zahlreiche Schulklassen aus dem Saarland kommen hierher, um sich über das Leben und Wirken von Alex Deutsch zu informieren, um sich von Doris Deutsch die Botschaft zur Toleranz erklären zu lassen - um sie schließlich auf sich wirken zu lassen. Ebenso kommen Jugend- und Erwachsenen-Gruppen.
 
Alle unsere Abschluss-Klassen unternehmen eine Lehrfahrt zum ehemaligen Konzentrations-Lager Natzweiler-Struthof im Elsass, finanziell unterstützt durch den Förderverein unserer Schule. Einige Zeit später verbringen sie etwa zwei Stunden im „Raum der Begegnung“, gemeinsam mit Doris Deutsch. Beides sind für unsere Schülerinnen und Schüler jedes Mal sehr beeindruckende Erfahrungen.

 
Welche prominente Ehrengäste konnten wir schon begrüßen, die bestätigten, wie wichtig und gut diese Arbeit im „Raum der Begegnung“ ist?

Hier ein paar Namen:

 

Text: Reinhold Strobel, Vorsitzender des Fördervereins

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